Großartiges Worldbuilding, aber der Weg dorthin war für mich ein Ausdauertraining. 🫣
Boa, das war... mächtig komplex. 🫣 Aber vorweg: Bis auf das vorletzte Kapitel habe ich von Slow Burn oder Romantasy ehrlich gesagt kaum etwas bemerkt. Schade, dass das Buch so vermarktet wurde, denn meine Erwartungen gingen dadurch in eine völlig andere Richtung. 😵💫 Was Sara Hashem allerdings wirklich hervorragend macht, ist das Worldbuilding. Für High-Fantasy-Liebhaber dürfte das ein absolutes Highlight sein. Die Welt wirkt durchdacht, vielschichtig und voller Geschichte. Das merkt man von der ersten Seite an. Der Einstieg hat mich deshalb auch direkt gepackt. Wir erfahren früh, was Sylvia eigentlich ist und weshalb sie sich verstecken muss. Ihr magiebegabtes Volk wurde systematisch ausgelöscht, und selbst der kleinste Hinweis auf Magie kann den Tod bedeuten. Solche Ausgangssituationen liebe ich normalerweise. Spannung, Gefahr, politische Intrigen, Verfolgung? Klingt nach meinem perfekten Lesewochenende. 📚 Leider verlor die Geschichte für mich danach immer mehr an Tempo. Ein kurzer Funke Hoffnung kam auf, als Thronerbe Arin auftauchte, Sylvia entdeckte und sie eigentlich hätte verurteilen müssen. Stattdessen rettet er sie, indem er sie als Auserwählte für die königlichen Spiele nominiert. Das klang nach dem Moment, an dem alles eskaliert. Tat es nur leider nicht. Danach begann das Training für die Spiele, und genau dort verlor mich das Buch zunehmend. Ich bin schließlich aufs Hörbuch umgestiegen, weil ich das Gefühl hatte, dass die Handlung auf der Stelle tritt. Trotzdem habe ich weitergehört, weil ich wirklich darauf gehofft habe, dass irgendwann der große Knall kommt. Spoiler: Er nahm sich sehr, sehr, sehr viel Zeit. 😅 Und dann war da noch Sylvia selbst. Ich weiß nicht, ob das Problem bei mir lag oder ob das Buch stellenweise unnötig kompliziert erzählt ist, aber ihre Visionen, Erinnerungen, imaginären Gespräche mit anderen Personen und die ständigen Sprünge zwischen verschiedenen Ebenen der Wahrnehmung haben mich oft komplett aus dem Konzept gebracht. Mehr als einmal saß ich da und fragte mich, ob ich etwas überlesen hatte oder ob das Buch gerade beschlossen hatte, mich ohne Anleitung durch sein Labyrinth zu schicken. 🫠 Dabei steckt ohne Frage viel Cleverness in der Geschichte. Die politischen Verstrickungen, die Geheimnisse und die komplexe Lore sind beeindruckend. Für mich wurde die Komplexität jedoch irgendwann eher zur Hürde als zur Bereicherung. Statt mitzufiebern, war ich häufig damit beschäftigt herauszufinden, was gerade überhaupt passiert. Das Ende macht durchaus neugierig und schafft es, Interesse an der Fortsetzung zu wecken. Trotzdem hat mich dieser erste Band insgesamt zu wenig abgeholt. 😵💫 Deshalb lande ich bei 2 ⭐⭐. Fantastisches Worldbuilding und starke Ideen, aber die zähe Handlung, die verwirrende Erzählweise und die für mich kaum vorhandene Romantasy-Komponente konnten leider nicht ausgleichen, wie oft ich mich durch die Geschichte kämpfen musste. Den zweiten Band werde ich daher vermutlich auslassen. 📖💔


























































