Erst verschwindet ein Mann, dann ein ganzer Planet
Colonel Carl Butler befindet sich fast im Ruhestand, als er den Auftrag erhält, nach einem verschwundenen Soldaten zu suchen. Prekär ist die Suche deshalb, weil der verschwundene Soldat der Sohn eines hohen Tieres ist. Neben Diskretion ist hier also auch eine Menge Fingerspitzengefühl gefragt. Und da ist der Colonel der richtige Mann… oder auch nicht. Hineingeworfen in eine Situation, die per se schon nicht so leicht ist, tun sich immer mehr Abgründe auf. Daten verschwinden, Zeugen ebenfalls. Ein Colonel auf dem Planeten selbst hält ihn immer wieder hin. Die Ärztin des Krankenhauses auf der Raumstation scheint noch ganz andere Ambitionen zu haben. Und mittendrin steht Butler und muss plötzlich nicht nur einen verschwundenen Soldaten finden, sondern auch eine äußerst bedenkliche Entscheidung zum Wohle der Menschheit treffen. Der Roman hat durchaus seine Höhen und Tiefen, kann aber insgesamt mit dem Plot überraschen. Wie Butler selbst konnte ich mir bis am Schluss nicht sicher sein, wer jetzt zu welcher Seite gehört. Der Colonel selbst wirkt authentisch, wie ein alter Haudegen, der den Job nur annimmt, weil er glaubt, er schulde seinem früheren Vorgesetzten etwas. Der Schreibstil ist flüssig, keine Floskeln, kein überflüssiges Geschwafel. Man kommt leicht in die Story rein. Allerdings sitzt man am Ende auch nicht da und denkt: „Wow! Mehr davon.“ Insofern bin ich noch unschlüssig, ob ich den zweiten Teil lese. Vielleicht später…


