Ich freue mich schon auf den zweiten Band. Sehr tolle Beschreibung der Wendezeit und der maroden Zustände in den damaligen Oststädten.
Dieses Buch ist weniger ein Krimi als ein Panorama des Niedergangs der DDR und der frühen Phase der Wiedervereinigung. Die Atmosphäre dieser Zeitenwende kommt recht gut rüber, Spannung kommt aber - abgesehen vom turbulenten Ende - nicht auf, weil der Hauptdarsteller zwischen der Aufklärung verschiedensten Verbrechen hin und her springt, deren Zusammenhang sich mir nicht erschließt. Auch bleiben die Akteure blass, weil allzu klischeehaft überzeichnet. Die Fortsetzung erspare ich mir.
Ich mochte schon die Reihe um Max Heller, weshalb ich auch dieses Buch gewählt habe. Der zweite Band der Reihe wartet schon, mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die drei Polizisten müssen sich noch zusammenraufen, das ist oft noch sehr holprig, deshalb realistisch. Man lernt als „Wessi“ viel über die Menschen in Ostdeutschland, vor allem über ihre Ängste und Sorgen in Verbindung mit dem Fall der Mauer. Nebenbei sind die drei zu lösenden Fälle nicht langweilig, es stellt sich auch erst nach und nach heraus, dass es mehrere Fälle sind. Ich bin gespannt auf „Die Verbrechen der Anderen“.


