Tolles Worldbuilding und schöner Spannungsaufbau
Ich habe mir das Hörbuch „Der Greif“ angehört, da ich auf der Suche nach einem Hohlbein-Buch war, dass mich in meiner Jugend sehr beeindruckt hatte und nun nochmal erleben wollte. Ich dachte, ich hätte es gefunden, aber das war es leider nicht. Trotzdem hatte ich eine gute Zeit beim Hören und zwischendurch war ich wirklich sehr gebannt! Die Welt um den Turm war toll, wenn mir auch ein wenig zu christlich aufgebaut. Den Sinn dahinter, dass Engel als Wesen eingeführt werden, statt deren Existenz wie auch die Existenz einer Art Himmelsreich einfach nur anzudeuten, habe ich nicht verstanden. Die zwei Engel, die vorkamen, hätte man aus der Geschichte streichen können und es hätte NICHTS verändert, außer dass es eine spannende Szene gab. Die aber wie gesagt nichts zur restlichen Story beigetragen hat. Ich war bis zum Schluss gebannt, fand das Ende dann aber leider wirklich sehr abrupt und dadurch sehr schwach. Dafür dass vorher alles sehr lang gezogen und aufbauend war, war der große Moment am Ende einfach zu kurz und teilweise wurde einfach nicht beschrieben, was jetzt genau passiert ist, sondern wurde mit einem faulen „er tut, was getan werden muss“ und dann einem Zeitsprung gelöst. Insgesamt ein gutes Jugendbuch, dass mich in seiner Logik als Erwachsene manchmal hat schmunzeln lassen, auch wenn es für junge Jugendliche sicher glaubhafte Momente waren, die nicht so hinterfragt wurden (zum Beispiel zum Thema Polizeiarbeit). Der Zeitsprung zurück in die technischen Wunder der 90er Jahre war für mich auch wirklich erfrischend nochmal zu lesen. Insbesondere da diese aus dem Blickwinkel dieser Zeit erklärt wurden.















