Der lange Weg durch das Konsttrukt
Seid ich das erste Mal dieses Buch gesehen habe, wollte ich es lesen. Was mich besonders interessiert hat war die Stumme Protagonistin. Ich dachte, das ist doch mal was anderes, hatten wir so noch nicht. Gleich auf der ersten Seite stiehlt sie ein Brot, da sie eine Flucht plant. Und ich hatte es mir gleich zu Beginn sehr spektakulär vor gestellt, doch kurz darauf rieselte die Geschichte noch eine Zeit lang vor sich hin. Und ja mir ist absolut klar, das eine Geschichte erstmal in Gang kommen muss und erstmal aufbauen muss, aber irgendwie war es noch ein bisschen Schemenhaft. Man lernt zunächst ihr Umfeld ein bisschen besser kennen und man merkt schnell, das Leben in dieser Welt ist nicht einfach, aber auch nicht komplett undenkbar, sofern man nicht einer bestimmten Gestalt und seinen Handlangern begegnet. Man kommt direkt in ein typisches Dorf Setting hinein. Eher abgeschottet von der Welt, zu dienen eines einzigen Zwecks, jedes Jahr aufs Neue darum zu fürchten vom Witch Collector der Familie entrissen zu werden für einen Zweck, den niemand dort so wirklich versteht. Gefeiert mit einem Fest bei dem getanzt und gegessen wird. Irgendwann im Laufe dieses Festes kommt plötzlich Aktion auf da die Dorfbewohner angegriffen werden und es beginnt ein Kampf um Leben und Tod. Allgemeines Fazit: Der Witch Collector ist ein gutes solides Buch. Unter dieser Welt kann man sich etwas vorstellen, es wird einiges umschrieben, aber ich habe den Eindruck das es hier weniger um Worldbuilding geht, als mehr um die Gefühlsebenen der Protagonisten und der abstrakten Vorstellungskraft. Das Magiesysthem basiert auf Gesängen, auf gesungenen Worten in einer Alten Sprache, was wirklich wunderschön ist. Das Besondere an diesem Buch ist aber vor allem eines, und zwar das die Protha nicht sprechen kann und daher in Gebärdensprache kommuniziert. Sie kann nicht singen 🎤 und benötigt daher eine größere Vorstellungskraft als anderen. Besonders wenn ihre Hände keine Worte formen können. Zu Raina, ich mochte sie. Sie war rebellisch auf ihre besondere Weise widerspenstig und kein Kind das man die ganze Zeit in Watte stecken musste. Manchmal fand ich sie ein bisschen unentschlossen und zwiespältig, was jedoch zur Situation passte. Es gab einige Seiten, wo ich mich trotzdem gefragt habe warum sie so sehr auf dem Schlauch stand und nicht eher mal nachgehakt hat. Alexus Charakter mochte ich so mäßig da er an einigen Stellen schnell Risse bekam. Er ist ein großer Mann um die 300 Jahre Alt 🙈 stark, erfahren im Kampf. Manchmal habe ich mir ein bisschen mehr mystische, geheimnisvolle Ausstrahlung gewünscht. Ich weiß immer noch nicht ganz was ich mir unter ihm vorstellen soll. Beziehungsdynamik: es ging mir ein bisschen zu schnell alles. Die Anziehungskraft war von Beginn an da, was Spannung aufbaut, aber es wird mir zu schnell zu intensiv von den Gedankengängen. Da fehlte mir was. Bitte. Lest selbst. Die Dynamiken der Nebenfiguren mit Raina fand ich insgesamt spannender, als die mit Alexus. Zum Konstrukt: die Reise der Beiden erinnerte mich stark an die Flucht von Powerless. Die Thematiken waren komplett unterschiedlich, versteht mich nicht falsch, aber wie alles in die Länge gezogen wurde und einfach kein Ende fand. Es war auch weniger Power drin, als ich mir gewünscht habe. Es waren mehrere Längen zwischen den spannenden Teilen. Die Bösewichte hätten gern ein bisschen mehr Auftritte haben können 😌✨ Zwischen drin waren ein paar wirklich gute Plotts die man nicht unbedingt erwartet hätte, aber es hat nicht so überwogen. Was mich aber leider nochmal so richtig runter gerissen hat war der Spice am Ende. Das hätte man kürzen können 😅 3 Sterne 🌟 🌟🌟 für ein Buch mit Aufstiegspotenzial.































































