6. Juni
Bewertung:4.5

Die Geschichte einer Ehe zum Ende des Lebens

Barbara und Walter sind 52 Jahre verheiratet als sich der Gesundheitszustand von Barbara von einem Tag auf den anderen ändert. Sie bleibt im Bett, will nicht mehr essen und verschläft den Tag. Jahrzehntealte Routinen des Ehepaars haben keinen Bestand mehr, kein morgendlicher Kaffeeduft, kein Mittagessen und schon gar keine aufgeräumte und saubere Küche. Das bringt Walter aus der Fassung, langsam muss er sich mit den Gegebenheiten arrangieren und lernen, wie man Kaffee kocht und den Hunger stillen kann. Mit der Hilfe von Facebook und einem berühmten Fernsehkoch gelingt es ihm zunehmend, für sich und Barbara und dem Schäferhund Helmut zu sorgen. Anfangs ist nicht ganz klar, was Barbara fehlt, aber nach einiger Zeit wird klar, dass die Diagnose nichts Gutes verheißt. Die Lesenden erfahren sie nicht, denn sie folgen der Geschichte aus der Perspektive von Walter, der alles verdrängt und den Verfall von Barbara negiert. Aber wir bekommen die Andeutungen von Nachbar*innen und Freunden mit und ahnen, was los ist. Um es gleich zu sagen, Walter ist ein alter Mann, der unreflektiert sexistische und rassistische Stereotype bedient und mit gesellschaftlichen Entwicklungen nicht Schritt gehalten hat, ganz anders als Barbara. Sie hat sich - als sie noch konnte - im Nachbarschaftshaus engagiert und war mit jungen Menschen in Kontakt. Barbara wird von allen geachtet und wertgeschätzt. Walter hingegen ist zynisch und eckt überall an - bei seinen Kindern, den Freunden... Seine Sichtweise wird vielleicht mit folgendem Zitat deutlich. Zitat S. 176: Herr Schmidt erinnerte sich: Er hatte nie Sorge gehabt, dass Barbara ihm wegrennen könnte. Nicht, weil sie ihn so toll fand - er machte sich da keine Illusionen -, sondern weil sie nirgends hätte hingehen können. Vielleicht war das ein Gedanke, der ihn damals für vieles entschädigt hatte: Wenigstens konnte sie nicht weg. Mn fragt sich, wie hat Barbara es so lange ausgehalten? Und doch, hat mir Walter oft ein Schmunzeln ins Gesicht gezaubert. Ich war eher belustigt als wütend. Das ist dem wunderbaren Schreibstil von Alina Bronsky zu verdanken. Der ist mitreißend und kurzweilig. Trotz des ernsthaften Themas ein leichtes und wunderbares Buch.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
6. Juni
Bewertung:4

Alter weißer Mann - und fast versteht man es

Man kann ihn nicht mögen und doch kann man ihn manchmal verstehen. Walter Schmidt ist ein alter weißer Mann. Er hat gearbeitet, die Frau, die er jung geheiratet hat, hat er sich zurecht geformt, so daß sie sein Leben organisierte. Nun sind beide alt. Und eines morgens gibt es keine Kaffee. Unfassbar! Barbara ist gefallen und wird irgendwie auch nicht mehr richtig aufstehen. Sie wird schlafen und Herr Schmidt, der nicht mal weiß wie man Kaffee kocht muss sich nun kümmern. Irgendwie. Es könnte lustig sein, es könnte traurig sein. Und es ist beides und viel mehr. Es macht wütend, es macht entsetzt und verständnislos und doch... Ein bisschen weiß man wie er so geworden ist. Manchmal fühlt man fast mit. Aber eins bleibt klar, er hätte auch kein Arsch werden müssen! Vielleicht steckt ein bisschen diese Erkenntnis auch in ihm.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
1. Juni
Herr Schmidt macht es einem anfangs (und zwischendurch) wirklich schwer, ihn zu mögen.
Bewertung:5

Herr Schmidt macht es einem anfangs (und zwischendurch) wirklich schwer, ihn zu mögen.

Er erinnerte mich beim Lesen total an den Loriot-Ehemann, der stur vom Fernseher aus seiner Frau antwortet. Diese Unbeholfenheit und sein schon fast zwanghaftes Verhalten klingen vertraut. Ich habe da sofort Parallelen zu Beziehungen und Dynamiken gezogen, die ich im Laufe meines Lebens bei anderen (oder bei mir selbst) erleben durfte – es war für mich unheimlich interessant, ihm dabei zu folgen. Das Buch bündelt diese kleinen Beziehungsungereimtheiten perfekt. Zwischendurch hat Schmidt es geschafft, mich einzunehmen – und das deutlich mehr, als ich dachte. Es ist ein starkes Buch über einen Menschen, der in seiner Eingeengtheit oft über den eigenen Schatten springen muss, selbst wenn er damit anderen erst einmal oder ständig vor den Kopf stößt. Die Geschichte ist richtig gut erzählt, aber der Schluss hat mich etwas sprachlos zurückgelassen. Natürlich weiß man bald, wie es endet. Aber auf der letzten Seite dachte ich nur: Was, fehlen hier Seiten? Soll das jetzt alles in einem einzigen Absatz abgetan werden? Das kam mir zu abrupt. Trotz des kurzem Endes bleibt es eine absolute Leseempfehlung. Ich kann nicht ständig 5 Sterne vergeben, aber dieses Buch hat sie verdient. Vielleicht greife ich zurzeit einfach nach Büchern, die mir genau liegen.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
31. Mai
Aus einem Unsympath wird kein Held aber genau das macht das Buch interessant
Bewertung:4

Aus einem Unsympath wird kein Held aber genau das macht das Buch interessant

Der Roman "Barbara stirbt nicht" von Alina Bronsky erzählt von einer Ehe, deren jahrzehntelange Routinen plötzlich zusammenbrechen, als Barbara eines Morgens nicht mehr aufstehen kann. Ihr Mann Walter Schmidt, ein Mann alter Schule, der sein ganzes Leben lang weder gekocht noch einen Staubsauger bedient hat, muss sich auf einmal um alles selbst kümmern. Was als tragikomische Geschichte über einen unfreiwilligen Neuanfang beginnt, entwickelt sich zu einem Roman über festgefahrene Rollenbilder, Ehe, Familie und die Frage, ob Menschen sich auch im hohen Alter noch verändern können. Ich habe vor dem Lesen eine Rezensionen gesehen, in der davon gesprochen wurde, dass Walter vom egozentrischen Misanthropen zum empathischen Menschen wird. Dem ist mitnichten so. Zusammengefasst könnte man eher sagen: Aus einem großen Arschloch wird bis zum Schluss ein etwas kleineres Arschloch. Und das meine ich gar nicht böse, denn irgendwie ist genau das die Stärke des Romans. Walter Schmidt ist kein sympathischer Protagonist. Nicht am Anfang und größtenteils auch nicht später. Schon früh wird deutlich, wie wenig Liebe oder zumindest Respekt in dieser Ehe über Jahrzehnte vorhanden gewesen sein muss. Eine Textstelle bringt das für mich ziemlich gut auf den Punkt: "Ich musste Barbara heiraten, weil ein Kind unterwegs war. Ich weiß nicht, ob ich sie sonst geheiratet hätte. Sie war nicht meine erste Wahl." Walter wirkt wie jemand, der Barbara ihr gemeinsames Leben lang hat spüren lassen, dass sie eigentlich nie seine Wunschkandidatin war. Er hat ihr den russischen Akzent abgewöhnt, weil er sich dafür geschämt hat. Er kritisiert ständig. Das Essen. Den Haushalt. Ihre Kleidung. Eigentlich alles. Es scheint fast, als könne Barbara grundsätzlich nichts richtig machen. Zumindest in den ersten Jahren ihrer Ehe. Als sie eines Morgens nicht mehr aufstehen kann, ist sein erster Impuls nicht Sorge, sondern Ärger darüber, warum sie so lange im Bett bleibt und wie er jetzt seinen Kaffe bekommen soll. Trotzdem, und das ist die große Kunst von Alina Bronsky, liest man weiter, weil es so komisch ist ihm dabei zuzusehen, wie er an den simpelsten Dingen des Alltags scheitert. Der Mann hat die Rente erreicht, ohne zu wissen, wie man Kaffee kocht oder Brötchen schmiert. Jede Kleinigkeit wird zur Herausforderung. Und ich musste tatsächlich mehrmals laut lachen. Der Humor ist oft bitterböse, manchmal rabenschwarz und an einigen Stellen herrlich trocken. Diese Mischung hat bei mir hervorragend funktioniert. Es gab Szenen, bei denen ich wirklich herzhaft lachen musste, und andere, bei denen ich einfach nur grinsend weitergelesen habe. Gleichzeitig entwickelt sich Walter natürlich weiter. Er lernt zu kochen. Er organisiert seinen Alltag. Er gibt nicht auf. Und irgendwo wächst auch eine gewisse Wertschätzung für die Arbeit, die Barbara jahrzehntelang selbstverständlich erledigt hat. Dafür konnte ich ihm durchaus Respekt zollen. Aber Empathie? NOPE! Walter bleibt zynisch. Er bleibt griesgrämig. Er bleibt oft furchtbar anstrengend. Vor allem sein Umgang mit seinen Kindern hat mich mehrfach die Augen verdrehen lassen. Er hat ein gewaltiges Brett vor dem Kopf und lässt seine schlechte Laune regelmäßig an anderen aus. Seine raue Fassade bekommt Risse, ja. Aber sie bröckelt für mich nie vollständig. Genau deshalb wirkte die Entwicklung auf mich aber auch glaubwürdiger als wenn es eine klassische Läuterungsgeschichte gewesen wäre. Was mich dagegen etwas enttäuscht hat, war das Ende. Plötzlich war es einfach da. Ich hatte das Gefühl, als würden noch ein paar Seiten fehlen. Einige Entwicklungen wurden recht abrupt abgeschlossen und statt eines runden Abschlusses blieb bei mir eher ein großes „Ähhh... okay?“ zurück. Nicht katastrophal, aber irgendwie unbefriedigend. Gerade nach der langen Reise mit Walter hätte ich mir etwas mehr Zeit für den Ausklang gewünscht. Trotz meiner Kritik hatte ich aber insgesamt eine wirklich gute Zeit mit dem Buch. Es ist flüssig geschrieben, unterhaltsam, oft sehr komisch und erzählt seine Geschichte auf eine angenehm andere Art. Walter muss nicht zum besseren Menschen werden, damit der Roman funktioniert. Vielleicht funktioniert er sogar gerade deshalb. Während ich diese Rezension schreibe, schwanke ich immer noch zwischen 3,5 und 4 Sternen. Literarisch ist das für mich kein großer Wurf und einige Figuren bleiben eher auf Distanz. Aber ich habe gelacht. Ich habe mich geärgert. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt. Und manchmal reicht genau das.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
29. Mai
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Buch 28/2026 Barbara stirbt nicht von Alina Bronsky 💔 nichts für mich, hatte was völlig anderes erwartet. Danke an @buecheraufreisen für dieses „Reisebuch“. Diese ehrliche Rezension fällt mir irgendwie absolut schwer, das Gelesene und meine Meinung in Worte zu fassen: Von Anfang bis Ende waren die Charaktere für mich nicht wirklich greifbar und eher unsympathisch. In Begleitung von gefühltem dauerhaftem Kopfschütteln habe ich dieses Buch gelesen - Walter und Barbara kamen mir recht „weltfremd“ vor. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr was ich von diesem Roman erwartet habe, aber auf jeden Fall nicht dass was ich hier gelesen habe. Abgebrochen habe ich es nicht, da ich bis zum Ende immer noch die Hoffnung hatte - dass noch was kommt mit WOW oder so. Nun kann diese Geschichte weiter reisen und begeistert Andere vielleicht mehr als mich.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
22. Mai
Bewertung:4.5

Herrlich

Herr Schmidt, der in seinem Leben noch nie eine Tasse Kaffee gekocht hat oder irgendeine Care Arbeit übernommen hat, ist plötzlich auf sich alleine gestellt, weil seine Frau Barbara nicht mehr aufsteht. Anfangs konnte ich Herr Schmidt gar nicht leiden, aber der Schreibstil und Humor haben es mir schwer gemacht, ihn nicht ins Herz zu schließen. Er kommt immer mehr in seiner „neuen Rolle“ an und bekommt nach 50 Jahren Ehe den perfekten späten Neuanfang. Habs wirklich sehr genossen und kanns absolut empfehlen.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
8. Mai
Bewertung:4

Alina Bronsky kann einfach unglaublich unterhaltsam schreiben - auch mein drittes Buch von ihr hat mir sehr gut gefallen. Das Thema ist dieses Mal nicht leicht - Barbara ist krank und ihr Mann Walter (ein absolut gefühlskalter Mensch mit schrecklichen Meinungen ) kann damit überhaupt nicht umgehen. Walter sagt den ganzen Roman hindurch schreckliche Dinge, lebt sein Leben unbeirrt weiter und ist auch zu seinen beiden Kindern nicht nett. Das Ende war mir ein wenig zu plötzlich und zu offen, wobei Walter dort immerhin eine erste gute, wenn auch deutlich zu späte Entscheidung trifft…

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
2. Mai
Bewertung:3.5

Selten ein Buch gelesen bei dem ich den Protagonisten unsympathischer fand als Herrn Schmidt. Aber was hat mich dann am Buch gehalten…ich glaube es war das Gesellschafts- und Generationskritische mit dem wir konfrontiert sind mit „Männern die noch nie eine Küche gesehen oder genutzt haben“ gleichzeitig kommen Tradwifes in den Trend…

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
21. Apr.
Bewertung:4.5

Zwischen Mitleid und Kopfschütteln

​Eigentlich ist Herr Schmidt ein klassisches A...loch der alten Schule. Er ist stur, unfähig über Gefühle zu reden und hat sich jahrzehntelang im Haushalt auf seiner Frau Barbara ausruhen können. Und trotzdem habe ich ihn in mein Herz geschlossen ❤️ ​Alina Bronsky schafft es einfach diesen grantigen Charakter so zu beschreiben, dass man trotz seiner Art mit ihm mitfühlt während er plötzlich lernt, wie man eine Suppe kocht oder Kaffee aufsetzt. Es ist rührend, witzig und teilweise echt schmerzhaft ehrlich. Was mich gestört hat war das plötzliche Ende. Das kostet den letzten halben Stern.Ich habe mir hier doch ein rundes Ende gewünscht.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
16. Apr.
Bewertung:3

„Boah, Walter!“ Wie oft habe ich das unbewusst laut ausgesprochen und die Augen verdreht, während ich dieses gut geschriebene, bitter-süß-böse Büchlein gelesen habe. Frau Bronsky hat ein Ekel schlechthin in die Welt gesetzt und ich konnte ihr für die Gestaltung nur gratulieren. Nach drei Seiten war mir der Protagonist schon so zuwider, dass ich mir gewünscht habe, es hätte ihn erwischt. Toxischer als Walter geht es wohl kaum, daher war es für mich z.T. nötig Pausen zu machen und das Gelesene zu verdauen und einzuordnen. Da mir das für meinen Geschmack zu oft passierte, musste ich Sterne abziehen und spreche für künftige Leser*innen, die sich an sowas stören schon mal eine Trigger-Warnung aus. Alina Bronsky schreibt flott und flüssig, nichts zieht sich. Leider kam das Ende doch recht abrupt. Zu abrupt für meinen Geschmack. Dafür habe ich einen weiteren Stern abgezogen. Ich hätte mir einfach mehr Genugtuung oder Vergeltung gewünscht und finde das Ende zu lasch, da jemand auf den ersten Blick besser wegkommt als verdient.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
7. Apr.
Bewertung:4

Eines Morgens wacht Walter auf und Barbara hat – ganz ungewohnt – keinen Kaffee gekocht. Schnell wird klar: Sie ist krank, und nach über 50 Jahren Ehe muss Walter plötzlich selbst den Alltag organisieren. In seiner unbeholfenen, oft sehr „männlichen“ Art wirkt Walter gleichzeitig unsympathisch und irgendwie bemitleidenswert. Er sorgt sich um seine Frau, schafft es aber kaum, das zu zeigen. Nach und nach bekommt man auch Einblicke in die gemeinsame Vergangenheit und die Dynamik ihrer Ehe, was dem Ganzen mehr Tiefe gibt. Man fiebert mit, ist aber zwischendurch auch einfach genervt von Walter.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
18. März
Bewertung:1.5

Abbruch auf Seite 145 Kann man lesen, muss man aber nicht. Ich habe da vielleicht etwas anderes erwartet. Urkomisches Porträt einer Ehe steht auf dem Klappentext. Na ja meinen Humor trifft es nicht, ich konnte bis jetzt noch nicht einmal lachen. In vielen Bewertungen wird Walter als Arschloch bezeichnet...ich finde er bemüht sich. Da gibt es wesentlich schlimmere Kandidaten (wie ich aus Erfahrung weiß). Für mich lohnt es sich nicht weiter zu lesen. Nicht mein Buch!

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
9. März
Bewertung:4

Für mich war das ein tolles Buch. Ich konnte nicht aufhören, die Geschichte zu lesen. Barbara ist schwer krank, ihr Mann Walter möchte das nicht wahrhaben. Ich weiß gar nicht, warum mir das Buch so gut gefallen hat, vielleicht gerade, weil Walter so absolut und konsequent unsympathisch ist. Erst ignoriert er die Krankheit seiner Frau, möchte das Leben in den vorgegebenen Rollenverteilungen weiterleben. Das läuft so aber nicht mehr, also muss Walter sich unfreiwilligerweise weiterentwickeln, wobei er unerkannte Talente in sich entdeckt. Auf seine Weise wird er etwas netter, aber nur auf walteresker Ebene. Einerseits witzig, aber auch sehr nachdenklich stimmend.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
28. Feb.
Bewertung:3.5

Das erste gute Buch von Alina Bronsky

Es hat mich geärgert und den Kopf schütteln lassen und dennoch war ich die meiste Zeit beim Lesen am Schmunzeln, ganz gespannt auf Herrn Schmidts nächste Experimente und wie er verlernt, in einer selbstverständlichen Welt zu leben. Nur das Ende kam mir sehr willkürlich vor.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
16. Feb.
Bewertung:3

Mein Gott Walter, was für ein Leben hat er seiner Frau zugemutet. Aber sie hat auch alles zugelassen bzw. mit sich machen lassen. Da macht auch sein rührendes Kümmern jetzt nicht besser. Natürlich war diese Generation noch sehr geprägt von dem was Männer machen und dürfen und was Frauen zu Tun oder zu Lassen haben, aber Walter war wohl sein ganzes Leben ein Mann, den Frau nicht haben sollte.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
5. Jan.
Bewertung:1

Ich glaube, ich habe dieses Buch nicht verstanden …

… oder soll man es auch nicht verstehen und die ganze Zeit so auf dem Schlauch stehen wie Herr Schmidt? Ich fand die Handlung sehr langweilig, repetitiv und es hat mich irgendwie genervt, so im Unklaren über viele Umstände in der Handlung gelassen zu werden. Das war mein erstes und wohl auch letztes Buch der Autorin 🫣

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
30. Dez.
Bewertung:4

Im Zwiespalt der Verständnislosigkeit

Das Buch begleitet die Gedankenwelt und Ansichten eines empathielosen, sexistischen, rassistischen und abgestumpften alten Mannes, der seine Ehefrau als viel zu selbstverständlich betrachtet. Und auch wenn er die Welt, die seine Ansichten teilt nicht geschaffen hat, bedient er sich der Bequemlichkeitshalber gerne daran. Über alle Seiten hinweg war ich stark im Zwiespalt und bin mir nach Abschluss noch sehr unsicher, wie ich zu Herrn Schmidt stehe. Dennoch musste ich an vielen Stellen Schmunzeln und mit den Augen Rollen. Ich hätte mir ein runderes Ende Gewünscht mit mehr Tiefe und Einsicht.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
17. Dez.
Eines steht fest ..... Herr Schmidt ist nicht der Traummann, den sich Frau an seine Seite wünscht! 😆😅 Ich war mir lange nicht sicher, ob ich ihn verabscheuen oder mögen soll. 🙆🏼‍♀️
Für seinen unfreiwilligen Neuanfang und die Umsetzung hat er dann doch ein paar Sympathiepunkte bei mir gesammelt. 🥰 Besser späte Einsicht als nie würde ich da sagen.
Das Ende hat mich dann doch erst einmal etwas ratlos hinterlassen. 🤷🏼‍♀️  Ich habe gesucht, aber keine fehlenden Seiten/Zeilen gefunden und kann mir jetzt dann selber denken, wie es wohl weitergangen ist.
Es gibt also durchaus bessere Bücher der Autorin. 📚 Dieses Buch fällt daher unter 'kann man lesen, muss man aber nicht." 🤗
Bewertung:3.5

Eines steht fest ..... Herr Schmidt ist nicht der Traummann, den sich Frau an seine Seite wünscht! 😆😅 Ich war mir lange nicht sicher, ob ich ihn verabscheuen oder mögen soll. 🙆🏼‍♀️ Für seinen unfreiwilligen Neuanfang und die Umsetzung hat er dann doch ein paar Sympathiepunkte bei mir gesammelt. 🥰 Besser späte Einsicht als nie würde ich da sagen. Das Ende hat mich dann doch erst einmal etwas ratlos hinterlassen. 🤷🏼‍♀️ Ich habe gesucht, aber keine fehlenden Seiten/Zeilen gefunden und kann mir jetzt dann selber denken, wie es wohl weitergangen ist. Es gibt also durchaus bessere Bücher der Autorin. 📚 Dieses Buch fällt daher unter 'kann man lesen, muss man aber nicht." 🤗

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
6. Dez.
Bewertung:5

Es war so ein richtig gutes Buch! Typisch Bronsky und schwer zu beschreiben aber von der ersten Seite konnte ich nicht mehr aufhören umzublättern. Es hätte ewig weiter gehen können und das wusste Bronsky weshalb es ein unerwartetes Ende gibt. Einfach nur krass, authentisch und verblüffend was die Autorin immer wieder schafft.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
24. Nov.
Bewertung:4

Als Hörbuch gehört, empfehlenswert

Herr Schmidt (sehr treffend, dass Alina Bronsky immer nur von Herrn Schmidt spricht, da er respektiert und immer mit „Sie“ angesprochen werden möchte) ist nicht gerade emphatisch, hat sein ganzes Leben seine Familie schikaniert und sich nie im Haushalt oder Garten beteiligt. Ein sehr schroffer Mensch, der nun, da seine Frau krank ist, sich plötzlich kümmern muss. Sein Kaffee steht nicht mehr fix und fertig bereit, die Butter streichzart angewärmt… Ich habe das Buch sehr gerne angehört, die Stimme des Sprechers passt auch wirklich gut

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
3. Sept.
Bewertung:4.5

Walter Schmidt, sozial inkompetenter älterer Herr im Rentenstand, wurde sein Leben lang von seiner Frau Barbara versorgt. Er sagte an, wo es lang ging in der Familie und Barbara gehorchte. Dass sie nebenher noch eine zweite Seite hatte, entfaltet sich im Laufe der Geschichte. Nun ist Barbara krank und Herr Schmidt ist nicht in der Lage Kaffee oder ähnliches zu kochen. Ruppig im Umgangston mit allen Menschen um ihn her, muss er jetzt klar kommen. Das kommt so urtümlich und komisch rüber, dass ich beim Hören des Buches immer wieder lachen musste, obwohl ein tiefgehend, schweres Thema bearbeitet wird. Der Spagat zwischen guter, humorvoller Unterhaltung und der Entwicklung von Herrn Schmidts Charakter, seine Einsichten, die aus seinen Erinnerungen kommen und die daraus folgenden Handlungen haben mir gefallen und waren bewegend. Und auch wenn mir das Ende zu apprupt war, macht es gleichzeitig Sinn, denn so bin ich gefordert, weiterhin über die Geschichte nachzusinnen, die eigentlich die Geschichte einer langjährigen Liebe ist und davon zeugt, dass Änderung nicht leicht, aber möglich ist. Wunderbar gelesen! Hörempfehlung!

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
1. Sept.
Bewertung:4.5

Humorvoll, tiefgründig, bitterböse – Das Buch hält dir einen Spiegel vor, aber so, dass du zwischendurch laut lachen musst.

Also, ich sag’s mal grad raus: Walther ist ein Arschloch. Punkt. Bronsky schafft es, dass man ihn gleichzeitig verachtet und über ihn lacht, weil er so grotesk echt wirkt. Walter ist so einer, wo du denkst: „Jetzt hät er’s doch endlich kapiert!“ und im nächsten Satz reisst er wieder alles ein. Und dann dieses Setting: Barbara, die titelgebende Ehefrau, verschwindet quasi von der Bühne (und stirbt oder vielleicht auch nicht?) und Walther stolpert allein durch ein Leben, das er offenkundig gar nicht versteht. Plötzlich muss er kochen, Haushalt machen, Gefühle haben und alles, was nicht ins Weltbild „Frauen gehören an den Herd“ passt, irritiert ihn zutiefst. Und das Ende? Zack, einfach mittendrin Schluss. Was mach ich jetzt?!

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
23. Aug.
Bewertung:4

25 Frauen 2025 - Buch 31: Mir ist nicht ganz klar, wie Alina Bronsky es gelungen ist, ein amüsantes Buch mit einem SO unsympathischen Protagonisten zu schreiben! Walter Schmidt, ein Rentner, ist seit Jahrzehnten mit seiner Frau Barbara verheiratet. Immer herrschte die alte Rollenverteilung. Daran hat auch die Rente nichts geändert. Doch als es eines Morgens nicht nach dem täglich von Barbara zubereiteten Kaffee riecht, ändert sich für Herrn Schmidt alles. Zu jeder Zeit wollte ich wissen, wie es mit Herrn Schmidt weitergeht. Insgesamt hat mich der Roman gut unterhalten. Nur das Ende war mir etwas zu abrupt.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
26. Juli
Bewertung:3.5

Barbara und Walther ein älteres Paar mit klassischer Rollenverteilung und was passiert wenn die Frau plötzlich ausfällt und auf Pflege angewiesen ist? Walther, der nicht mal Kaffee kochen kann versucht sich in seiner neuen Rolle zurecht zu finden. In seiner unsympathischen zeterten Art wird er immer wieder mit Menschen, Kochen und dem Leben konfrontiert und wächst mit seinen Aufgaben. Eine Rolle spielt auch ein Tv-Koch. Parallel wird die Lebens-und Paargeschichte erzählt.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
12. Juli
Bewertung:5

Walter und Barbara Schmidt sind seit Jahrzehnten verheiratet. Als Barbara eines Tages stürzt und sich nur langsam erholt, muss sich Walter plötzlich um sie und den Haushalt kümmern, was er bisher noch nie gemacht hat. Das ist oft wirklich witzig, manchmal rührend und sehr melancholisch. Das Besondere an "Barbara stirbt nicht" ist die Hauptfigur, aus deren Sicht erzählt wird. Walter ist ein zutiefst unsympathischer und egozentrischer Zeitgenosse, kein liebenswerter Griesgram, der langsam geläutert wird, sondern ein echtes unverbesserliches Arschloch. Ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt, ob es solche Männer und solche Ehen heute wirklich noch gibt (ich befürchte schon...). Nach und nach erfährt man mehr aus seiner Vergangenheit und der Ehe mit Barbara und auch dieses Wissen macht ihn nicht gerade netter. Ich habe immer wieder versucht, mit ihm mitzufühlen, es ist mir aber nicht gelungen. Alina Bronsky gelingt hier mM nach ein echtes Kunststück, da man trotz dieser schrecklichen Figur immer weiter wissen will, was noch passiert und ob er doch noch Frieden findet. Ein wirklich toller Roman!

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
8. Juli
»Ich sag's euch: Barbara stirbt nicht.«
Bewertung:2

»Ich sag's euch: Barbara stirbt nicht.«

Als Walter Schmidt eines Morgens aufwacht und den gewohnten allmorgendlichen Kaffeeduft vermisst, wird er stutzig. Was ist mit seiner Frau Barbara los? Sie ist doch sonst nicht so? Als er sie entdeckt, kümmert er sich wenig um sie. Stattdessen überrascht sie ihn damit, dass sie von ihm Kaffee verlangt. Da Barbara ihren Mann jedoch bis jetzt immer bekocht hat und es für ihn selbstverständlich war, gar erwartet wurde, ist er nun vor scheinbar unüberwindbare Hindernisse gestellt – darunter das Bezwingen der Kaffeemaschine. Er versucht Kaffee zu kochen und scheitert dabei kläglich. Anschließend wählt er den leichteren Weg, den zum Bäcker, um dort das morgendliche Heißgetränk schon fertig zubereitet zu besorgen, dass anschließend nur noch nach Hause getragen werden muss. Als Herr Schmidt merkt, dass es seiner Frau wirklich nicht gut geht, fängt er mürrisch an zu kochen, verzweifelt dabei und stößt auf den Fernsehkoch Medinski, der bald seine späte Leidenschaft für das Kochen entfacht. Über das Facebook-Profil seiner Frau wird Walter Schmidt in der kommenden Zeit selbst zu einem kleinen Star, da er Beiträge kommentiert und sich über Antworten theatralisch aufregt. Um seine Frau kümmert er sich in all der Zeit eher weniger und redet sich ein, dass mit ihr nichts wäre. Wie auch bereits in „Pi mal Daumen“ ist der Protagonist nicht nur unsympathisch, sondern diesmal ein wahrhaftiges Arschloch. Beim Lesen braucht man dementsprechend schon sehr starke Nerven, um Durchzuhalten und sich nicht ständig, zumindest innerlich, über seine Abwertungen, skurrilen Ansichten und sein Unwissen aufzuregen. Auch wenn Herr Schmidt hinter seinem egozentrischen Macho-Gehabe durchaus auch einen etwas weicheren Kern zeigt, bleibt er doch der gleiche Ekel. Als eine kürzere Erzählung hätte ich mir die Story durchaus besser vorstellen können, aber in dieser Form war es zwar kein schlechter Roman, aber definitiv auch keiner, den man gelesen haben muss, da er zwar auf einfacher Ebene unterhält, mich aber weder emotional angesprochen, noch sonst auf irgendeiner Ebene bereichert hat.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
22. Juni
Bewertung:5

Es ist kurzweilig und witzig geschrieben. Teilweise auch sehr berührend.

Es geht um das Ehepaar Walter und Barbara Schmidt. Barbara hat bisher alles im Haushalt gemacht. Bis sie eines Morgens im Bad liegt und erstmal nicht alleine hoch kommt. Herr Schmidt merkt dies weil er aufwacht und kein Kaffee Duft ins Schlafzimmer zieht. Ab jetzt muss Herr Schmidt selbst Kaffee kochen und sich um alles kümmern, mit dem er bisher nichts zu tun hatte. Es ist vorerst schwer auszuhalten, wie hilflos er sich verhält. Mit Hilfe eines Fernseh Kochs tastet er sich langsam und witzig an einzelne Rezepte heran, unter anderem um seine Frau wieder aufzupeppeln. Sehr lustig und unterhaltsam geschrieben. Absolute Empfehlung!

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
10. Juni
Bewertung:4

Ein sehr interessantes Buch, das sehr humorvoll daher kommt aber sehr tiefgründig ernste Themen behandelt. Walter und Barbara leben eine Ehe mit ganz klassisch konservativ verteilten Rollenbildern. Nun ist Barbara schwer krank und Walter muss sich im Alter radikal umstellen. Das Buch ist sehr lustig geschrieben, die Charaktere etwas überspitzt, aber doch realistisch. So im Hintergrund werden viele Themen behandelt: die Rolle Mann Frau, der Umgang in der Ehe miteinander, wie viel Verständnis oder auch nicht zeigt man für den anderen, Fremdenfeindlichkeit, unterdrückte Homophobie, etc Walter ist ein sehr schwieriger Charakter, wie ich finde. Das Ende war für mich etwas zu abrupt, deshalb ein Stern Abzug. Es gibt Bücher, die könnten mit 100 Seiten weniger gut auskommen. Hier hätte ich mir gern noch 50 Seiten mehr gewünscht.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
7. Juni
Bewertung:4

Besser als erwartet. Interessante Erzählweise der Autorin. Regt zum Nachdenken an und sorgt für ein besseres Verständnis für ältere Menschen. Für mich als Feministin und Person mit Migrationshintergrund teilweise schwierig zu lesen; aber die Hauptfigur hat eine gute Charakterentwicklung gemacht. Das Ende hat mich etwas ratlos zurückgelassen, daher der Sterneabzug.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook
3. Juni
Unerwartet.
Bewertung:5

Unerwartet.

Dieses Buch hat mich wirklich überraschen können. Humorvoll auf seine ganz eigene Art und absolut berührend. Aber auch unbequem und das vor allem durch Herrn Schmidt. Denn Herr Schmidt, unser Erzähler, ist ein durch und durch unsympathischer Mensch. Egozentrisch, unhöflich und schon fast abgestumpft. Er ist gegen alles, hat seine festgefahrenen Meinungen und hält daran fest. In Herrn Schmidts Ehe herrscht die klassische Rollenverteilung: der Mann verdient das Geld und die Frau ist für den Rest zuständig. Kinder, Haushalt, Garten, Einkaufen, Wäsche usw.. Als Barbara, die Frau von Herrn Schmidt, krank und bettlägerig wird, steht die Welt von Herrn Schmidt Kopf. Nun ist Herr Schmidt auf sich selbst gestellt. Muss die kleinen, alltäglichen Dinge selber verrichten, die er sonst seiner Frau überlassen hat. Eine völlig neue Welt eröffnet sich ihm und über so manch bissigen seiner Gedanken musste ich wirklich schmunzeln. Die Krankheit von Barbara erfahren wir nur indirekt, durch das Lesen zwischen den Zeilen. Auf seine ganz eigene Art liebt und sorgt Herr Schmidt sich um seine Frau. Auch wenn er ansonsten eine wandelnde „Red Flag“ ist. Ja, Herr Schmidt ist ein unbequemer Protagonist. Ein Mann der in veralteten, erlernten Strukturen festsitzt. Aber so ganz still und leise, hat er sich in mein Herz gegrummelt. Das Buch ist auf eine so unverblümte Art echt. Und so wunderbar. Es zeigt uns die Schattenseiten des Lebens. Wie wir als Menschen, so unterschiedlich wir sind, auch unterschiedlich auf bestimmte Ereignisse reagieren. Immer richtig? Oder auch mal falsch? Und wer sagt eigentlich, was richtig und was falsch ist? Und wer legt fest, wie wir mit bestimmten Dingen umzugehen haben? Dieses Buch hat mir einfach gut getan. Einfach weil es zeigt, wie unterschiedlich wir Menschen sind. Wie wir an manchen Dingen scheitern und an anderen über uns hinauswachsen. Und das alles mit einem leichten Zwinkern auf das alltägliche Leben. Von mir gibt es für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung.

Barbara stirbt nicht: Roman
Barbara stirbt nicht: Romanvon Alina BronskyKiepenheuer & Witsch eBook