29. Nov.
Bewertung:3.5

Seit knapp 15 Jahren stand dieses Buch nun in meinem Schrank und wurde nie begonnen. Irgendwie hatte mich der Titel und der Klappentext nie gereizt. Vor einigen Monaten begann ich jedoch damit meinen Bücherschrank auszumisten und ungelesene Bücher anzufangen oder auszusortieren. Deshalb gab ich diesem Buch eine Chance. Ich muss sagen, dass es mich am Anfang sprachlich und inhaltlich nicht direkt gepackt hat. Ich habe mehrmals überlegt, ob ich es nicht doch wieder weglege oder ganz weg gebe. Der einzige Aspekt, der mich zum weiterlesen verleitet, waren die Namen, die für die Hauptcharaktere gewählt worden waren. Mit Hauptcharakteren die mit Nachnamen Humboldt und Wegener heißen hatte der Autor mein Interesse geweckt. Da ich Geographie studiert habe, kamen mir diese Nameb natürlich sofort bekannt vor und ich wollte wissen was es mit der Namenswahl auf sich hat. Ich denke, dass dieses Buch daher vor allem für Personen geeignet ist, die Interesse an Geographischen bzw. Naturwissenschaftlichen Themen haben. Denn diese werden in diesem Buch an einigen Stellen bedient. Es ist eine gelungene Geschichte, die sich irgendwo zwischen der Realität in Berlin und einer vermutlich fiktiven Stadt in den Wolken bewegt. Vorallem Menschen mit einem Hang für Entdeckungsreisen und Reiseberichten werden mit diesem Buch Freude haben. Nach meinen Startschwierigkeiten kam ich immer besser in den Lesefluss und habe den letzten Teil mit Spannung gelesen. Insgesamt finde ich den Schreibstil etwas komplexer. Ich bin froh, dass ich es damals nicht im Jugendalter gelesen habe, sondern es erst jetzt mit dem Hintergrundwissen aus meinem Studium und ausreichend Interesse für die Materie Entdeckungsreisen gelesen habe. Insgesamt ein recht gutes aber eher anspruchsvolleres Buch.

Die Stadt der Regenfresser (Die Chroniken der Weltensucher 1)
Die Stadt der Regenfresser (Die Chroniken der Weltensucher 1)von Thomas ThiemeyerLoewe Verlag GmbH