
Ich liebe Bücher, bei denen man jede Emotion hautnah miterleben kann und genau das ist bei Blood and Ash der Fall. Man leidet mit Poppy, versteht ihre Beweggründe und ihren Wunsch, endlich Erfahrungen zu machen, die ihr ihr ganzes Leben lang verwehrt wurden. Das Worldbuilding ist großartig, der Schreibstil angenehm leicht zu lesen und die Geschichte besitzt eine beeindruckende emotionale Tiefe. Besonders die Chemie zwischen Hawke und Poppy hat mir unglaublich gut gefallen. Poppy ist ein vielschichtiger Charakter, den man einfach ins Herz schließen muss. Sie ist die Jungfräuliche, die sich dennoch selbst verteidigen möchte, die immer zuerst an andere denkt und erst zuletzt an sich selbst. Obwohl sie Misshandlungen und Einschränkungen ertragen muss, strahlt sie einen bemerkenswerten Stolz und eine innere Stärke aus. Im Laufe der Geschichte hinterfragt sie ihre Rolle als Jungfräuliche immer mehr. Was passiert eigentlich nach dem Aufstieg? Warum kann ihr niemand klare Antworten geben? Weshalb darf sie keine Dinge tun, die für andere Menschen selbstverständlich sind, sich frei unterhalten, ihr Gesicht zeigen, lachen oder lieben? Als Hawke ihr als neuer Leibwächter zugeteilt wird, beginnt sie noch kritischer über ihre Welt und die ihr auferlegten Regeln nachzudenken. Hawke selbst bleibt zu Beginn ein Buch mit sieben Siegeln. Man erfährt lediglich, dass er ungewöhnlich jung für seine Position ist und als herausragender Krieger gilt. Der Plot-Twist war für mich zwar teilweise vorhersehbar, dennoch wurde er sehr gut umgesetzt und hat der Geschichte nicht geschadet. Die Spannung blieb bis zum Ende erhalten. Insgesamt hat mich Blood and Ash überzeugt. Ich freue mich schon auf den nächsten Band und bin gespannt, wie Poppys Geschichte weitergeht und ob es ihr gelingt, sich endgültig von den Fesseln ihrer Rolle als Jungfräuliche zu befreien.

























































