Eine nette Idee, aber eine schwierige Protagonistin
Ich fand die Idee toll, es klang nach einer spannenden Gestaltwandler-Geschichte. Wir starten im Prolog auch direkt spannend, denn das Dorf der Amazonen wird angegriffen und die Königin bittet ihren Liebhaber, ihr gemeinsames Kind in Sicherheit zu bringen. Denn nur so kann sich die Prophezeiung erfüllen. Im ersten Kapitel starten wir dann mit dem geretteten Kind Sheryn, die mittlerweile fast 17 Jahre alt ist und einem Vater, der mit seiner schwierigen und aufmüpfigen Tochter total überfordert ist. Als sie dann eines Nacht auf ihrem Landsitz angriffen werden, bricht für Sheryn eine Welt zusammen. Ihr Vater und ihre Großmutter offenbaren ihr, dass sie zurück an ihren Geburtsort müssen. Die Insel Mauika, die nur durch ein Portal erreichbar ist und wo es nicht die Annehmlichkeiten der Menschenwelt gibt. Ich fand die Idee toll, doch so wirklich wurde ich mit Sheryn nicht warm. Sie ist aufmüpfig und tut grundsätzlich was sie will bzw. das Gegenteil von dem, was sie tun soll. Sie nimmt keine Rücksicht auf Regeln, was besonders im Amazonendorf wichtig ist. Dieses Verhalten bringt sie mehr als einmal in eine lebensgefährliche Situation und macht sie mir unsympathisch. Auch störte mich etwas, die ständige Wiederholungen von den Gerüchen auf der Insel, ja es ist eine trophische Insel und es riecht dort nach Jasmin und Tiare, doch ich hätte es nicht ständig gebraucht. So richtig spannend war das Ende, was mich ein wenig mit der Geschichte ausgesöhnt hat. Allerdings werde ich die Reihe wohl nicht weiter lesen, auch wenn der Schreibstil recht leicht und flüssig war.


