Da mich "Looking for a Deal" schon gut unterhalten konnte, griff ich direkt zum nächsten Buch der Autorin, welches interessant und tiefgründig klang. Der Schreibstil ist wieder locker und leicht, sodass man schnell in die Geschichte findet. Auch der Humor ist wieder passend gesetzt und durch die kurzen Kapitel gibt es wieder schnelle Szenenwechsel, die für Schwung in der Geschichte sorgen. Man hält sich nicht zu lange in einer Situation auf und dadurch schreitet die Geschichte schnell voran. Gerade zu Beginn hätte es mir aber ein wenig langsamer gehen können, weil doch alles Schlag auf Schlag folgte. Da hätte ich mir gewünscht, ein wenig mehr von der Entwicklung mitzubekommen, damit ich sie besser nachvollziehen kann. Die Handlung ist durchaus spannend, weil mich interessiert hat, was mit Blake geschehen ist und weshalb er sich so sehr von der Außenwelt abkapselt. Die Story hat mich recht schnell an "Die Schöne und das Biest" erinnert, was durch die unterschiedlichen Persönlichkeiten nochmal verstärkt wird. Blake an sich ist ein sehr ruhiger Charakter. Er lebt zurückgezogen, ist still und verschlossen und hat eigentlich nur Jacob, seinen Assistenten, mit dem er auf freundschaftlicher Ebene agiert. Jacob ist witzig, charmant und damit sehr sympathisch, aber auch Blake zeigt im Laufe der Handlung eine offenere Seite, die fürsorglich, liebevoll und interessiert ist. Mit seiner ruhigen Art bildet Blake das genaue Gegenteil von Aurora, denn bei ihr fiel mir sofort zu Beginn der Geschichte auf, dass sie wahnsinnig offenherzig und gesprächig ist. Sie nimmt gefühlt jedes Fettnäpfchen mit, ist aufgeweckt, lustig, lebensfroh, meist gut gelaunt und absolut liebenswürdig. Die Beziehung bzw. die Entwicklung dieser war interessant zu begleiten, allerdings haben mich die toxischen Züge in Richtung emotionaler Abhängigkeit sehr gestört. Oft dachte ich mir "Wow, das kann doch nicht dein Ernst sein?!", weil der Protagonist für meinen Geschmack viel zu sehr an Aurora hing. Das kann ich auf emotionaler Ebene zwar verstehen, aber toll fand ich das im Gesamtbild trotzdem nicht. Insgesamt ist die Geschichte ein wenig zu oberflächlich und ich hätte mir an einigen Stellen mehr Tiefgang gewünscht. Dennoch konnte sie mich gut unterhalten und bietet sich perfekt als kurzweilige, lockere Unterhaltung an, bei der man entspannen und sich berieseln lassen kann. Man muss nicht viel nachdenken, sondern kann sich ganz der Handlung widmen und abschalten. Dafür gibt es von mir 4 Sterne, weil ich im Großen und Ganzen das bekommen habe, was ich erwartete.
6. Nov.6. Nov. 2022
My last Hopevon Kate SummerWritten Dreams Verlag
