Bewertung:5★
In Band drei der »Bis(s)«-Reihe um Bella und Edward geht es um eine mysteriöse Mordserie In Seattle, die immer schlimmer wird. Diese Mordserie einzuschränken und zu beenden läuft es im Grunde hinaus. Doch natürlich geht es wie immer um Bellas Leben, ihren Wunsch, ihr Leben gegen die Unsterblichkeit einzutauschen und ihre Liebe zu Edward und Jacob. Durch den einfachen Schreibstil Stephenie Meyers war das Buch eine große Entspannung für mich. Ich habe es genossen, mal wieder »Bis(s)« zu lesen. Einfache Sätze und ein schlichter Schreibstil strengen das Gehirn nicht an. Bellas Sarkasmus und Jacobs schwarzer Humor regen die Lachmuskeln an. Auch blöde Situationen und Fettnäpfchen lassen den Leser schmunzeln. Auch eine große Packung Spannung ist diesmal mit drin. Diese wird aufgebaut durch den mysteriösen Besucher, der anscheinend ein paar von Bellas Klamotten hat verschwinden lassen. Auch, dass Alice anscheinend ihre Gabe zu verlieren scheint, macht es spannend. Man will wissen, was da los ist. Was geht in Forks und Umgebung vor? Hier stimmt doch etwas nicht. Auch die Geschichten der Quileute oder die von Jasper und Rosalie machen die Geschichte spannend – dienen aber auch zum besseren Verständnis der Figuren. Man weiß nun, warum sich Rosalie Bella gegenüber so seltsam verhält, man weiß, warum sich Jasper als »Vegetarier« so schwer tut und man weiß, wie es zu der Verwandlung der Wölfe kam. Sehr interessant geschrieben, diese Hintergrundgeschichten. Mir persönlich ging es so, dass ich mit den Figuren mitgelitten habe und mich mit ihnen gefreut habe. Es schien mir, als würde ich direkt neben den Figuren stehen und alles aus erster Reihe mitbekommen. Der Kampf gegen die Neugeborenen ist nur so spannend, weil die Cullens etwas außer Acht gelassen haben bzw. mit etwas nicht gerechnet hatten. Und dann tauchen auch noch die Volturi auf und die Angst um Bella wird noch einmal größer – auch das schürt die Spannung. Noch dazu dieses Gefühlvolle mittendrin. Es wird sehr gut beschrieben, wie sich Bella gerade fühlt – was natürlich klar ist, denn aus ihrer Sicht ist die Geschichte geschrieben. Ihre Gedanken und Gefühle sind nachvollziehbar, sodass man mit ihr mitfühlt. Eventuell – so ging es zumindest mir – findet man sich in ihr selber wieder. Das kleine »Leckerli« am Ende des Buches ist der Epilog, der ausnahmsweise nicht aus Bellas Sicht geschrieben wurde. Nach wie vor eine wirklich schöne Geschichte, voller Gefühl, Tragik und Liebe mit einem Hauch von Action, die ich nur weiterempfehlen kann.
Biss zum Abendrot (Bella und Edward 3): Romantische Fantasy-Serie mit Vampiren und Werwölfen - die Twilight Saga aus Bellas Sichtvon Stephenie MeyerCarlsen