Guter Ansatz, für mich aber leider zu viele Defizite
Am Himmel taucht ein Riss auf und Menschen, die ihn ansehen, verfallen in wilde Raserei. Zu Anfang folgen wir 4 verschiedenen Personen durch ihre Erlebnisse kurz vor, während und nach dem ersten Zwischenfall. Schauplatz ist Dänemark, aber es wird darauf hingewiesen, dass es sich wohl um ein globales Phänomen handelt. 4 Schicksale wären überschaubar gewesen, aber es kamen weitere Personen hinzu und ab hier wurde es leicht unübersichtlich. Mark, ein Büroangestellter, schleppt bildlich gesprochen seine Affäre, seine schwangere Freundin und deren Vater mit durch die Ereignisse. Tommys Schicksal, ein Schüler, ist mit dem seiner alkoholsüchtigen Mutter und deren unsympathischer Schwester verbunden, aber auch mit dem Polizisten John, der ihn nach dem ersten Zwischenfall verhört, und dessen Tochter und Exfrau. Gina, versucht mit ihren beiden Söhnen, einer guten Freundin und dessen Partner zu überleben. Und damit kommen wir zu den Dingen, die den Lesefluss gebremst oder mich genervt haben: Ginas Freundin Phoebe stammt aus Kalifornien und ihre Beiträge zu Dialogen sind - um deutlich zu machen, dass sie die Landessprache - nicht fließend spricht, ein Deutsch-Englisch Gemisch oder gleich komplett englische Monologe. Für mich kein Problem, aber es hat überhaupt keinen Nährwert für die Story. Also warum zum Teufel macht man sowas? Der Ermittler John , arbeitet für den BND, was unlogisch wirkt, weil der Schauplatz Dänemark ist. Die Polizei sowie auch der dortige Geheimdienst haben andere Namen. Ein grober Schnitzer oder inhaltlicher Fehler? Schließlich taucht ein Mann namens Thorn auf, der zunächst als Soldat auftritt. Er gehört anscheinend zu einer geheimen Operation, die die wahnsinnig gewordenen Menschen einsammelt oder tötet. Zusätzlich ist er hinter den Menschen her, die den Riss zwar gesehen, aber nicht dem Wahnsinn verfallen sind, um sie einem Labor auszuliefern. Und dabei geht er über Leichen. Und dieses James Bond Gehabe wirkte auf mich ehrlich gesagt ziemlich lächerlich. Abhängigkeit, schlechte Kindheit, geschieden, eine zurückliegende Vergewaltigung mit Folgen, angedeuteter Kindesmissbrauch in der Vergangenheit oder purer Egoismus bzw. Freunde, die zu Feinden werden - die Figuren bedienten einfach zu viele Klischees und das machte keinen von ihnen sympathisch oder bemitleidenswert. Ich habe nur kurz zu Anfang mitgefiebert. Später war es mir gleichgültig ob oder wer wie überlebt. Da auch der Cliffhanger mich nicht überzeugen konnte, werde ich die Story nicht weiterlesen.


