
Nicht ganz tot, aber leider auch nicht ganz überzeugend🙂↔️
Mit Not Quite Dead Yet konnte mich Holly Jackson leider nicht wirklich überzeugen. Die Grundidee fand ich zunächst sehr spannend: Die Protagonistin Jet wird angegriffen und erleidet dadurch ein tödliches Aneurysma. Da ihr nur noch eine Woche bleibt, macht sie sich daran, ihren eigenen Mord aufzuklären und herauszufinden, wer ihr das angetan hat. In ihrem Umfeld scheint jeder etwas zu verbergen zu haben, sodass praktisch jede Person verdächtig wirkt. Trotz des interessanten Ausgangspunkts habe ich mich durch die ersten 300 Seiten regelrecht kämpfen müssen. Die Handlung kam nur sehr langsam voran und es gab für meinen Geschmack zu viele Nebengeschichten, Details und Informationen, die wenig zur eigentlichen Spannung beigetragen haben. Dadurch fiel es mir schwer, motiviert weiterzulesen. Schwierigkeiten hatte ich außerdem mit Jets Umgang mit ihrer Situation. Immer wieder macht sie scherzhafte Bemerkungen über ihren bevorstehenden Tod, was zwar als Bewältigungsstrategie nachvollziehbar ist, auf mich aber oft unpassend wirkte. Dabei scheint sie häufig zu übersehen, wie belastend ihre Aussagen für die Menschen in ihrem Umfeld sein müssen. Nach etwa 300 Seiten nimmt die Geschichte endlich Fahrt auf und es passiert deutlich mehr. Die Spannung steigt und die Ereignisse überschlagen sich teilweise. Leider konnte das für mich die Schwächen des ersten Teils nicht mehr ausgleichen. Hinzu kommt, dass mich auch das Ende enttäuscht hat. Die Auflösung konnte meine Erwartungen nicht erfüllen und hinterließ bei mir eher Ernüchterung als Begeisterung. Insgesamt hatte das Buch eine interessante Prämisse und einige spannende Momente, konnte mich aber weder mit seinem Erzähltempo noch mit seiner Hauptfigur oder dem Ende wirklich überzeugen.



























































