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Verity war für mich auch beim zweiten Lesen wieder ein absolutes Highlight. Obwohl ich die Geschichte bereits kannte, hat sie mich erneut komplett in ihren Bann gezogen. Die Atmosphäre ist düster, verstörend, angespannt und an vielen Stellen einfach nur verdreht. Genau das macht dieses Buch für mich so besonders. Was ich an Verity liebe, ist, dass die Geschichte gleichzeitig vorhersehbar und völlig unvorhersehbar wirkt. Immer wieder hatte ich das Gefühl, genau zu wissen, worauf alles hinausläuft – nur um wenige Seiten später festzustellen, dass ich doch keine Ahnung hatte. Dieses ständige Hinterfragen und Zweifeln hat mich von Anfang bis Ende gefesselt. Auch der Schreibstil hat mich wieder überzeugt. Das Buch liest sich unglaublich flüssig und baut eine Spannung auf, die einen kaum loslässt. Einen Lieblingscharakter habe ich tatsächlich nicht. Dafür werden die Leser:innen viel zu oft in die Irre geführt und ständig mit neuen Fragen konfrontiert. Genau das macht es so schwer, sich eine endgültige Meinung über die Figuren zu bilden. Lediglich der Epilog konnte mich nicht ganz überzeugen. Im Vergleich zum Rest der Geschichte wirkte er auf mich etwas erzwungen und konnte die starke Wirkung des Endes nicht ganz halten. Trotzdem sind die 5 Sterne für mich absolut verdient. Ich würde das Buch allen empfehlen, die düstere, psychologisch belastende Geschichten mögen und auch vor verstörenden Themen nicht zurückschrecken. Selbst mir als angehender Sozialarbeiterin gab es einige Momente, die mir wirklich unangenehm unter die Haut gegangen sind. Ein Buch, das einen auch Jahre später und beim zweiten Lesen noch zweifeln lässt, was eigentlich die Wahrheit ist.




























































