Enttäuschend
"Alle Toten fliegen hoch" von Joachim Meyerhoff wurde mir von einer Freundin ans Herz gelegt. Die guten Rezensionen haben mich zudem motiviert, dieses Buch zu lesen. Aber ich bin weder mit dem Protagonisten noch mit dem Schreibstil warm geworden. Scheinbar habe ich hier nicht das Gespür für lustige Momente, Augenblicke der Selbstironie oder subtile Komik, die in den Rezensionen vielfach beschrieben werden. Vielleicht kann ich diese Einordnung noch dem Beginn des Austauschjahres entnehmen, weil Verständigungsprobleme eine gewisse Situationskomik bedingen. Aber die Geschichte über den Aufbruch eines Jungen nach Amerika, dessen Aufenthalt durch den Unfalltod des Bruders unterbrochen wird und der nach der Beisetzung in sein Auslandsjahr zurückkehrt, lässt bei mir kaum Emotionen aufkommen. Dies war meines Erachtens auf die distanziert wirkende Aneinanderreihung von Ereignissen zurückzuführen, bei der ich weder einen roten Faden noch einen Spannungsbogen erkennen konnte. Abwertungen von Personen und Momente des Tierleids haben dann ihr Übriges beigetragen, dass ich mir nicht vorstellen kann, ein weiteres Buch dieser Reihe zu lesen. Geschmäcker sind eben verschieden; das macht Diskussionen interessant. Dass ich für dieses Buch keine Sterne vergebe, möchte ich an dieser Stelle nicht als Wertung verstanden wissen, sondern verdeutlicht die Schwierigkeit, die ich habe, hier eine Einordnung zu finden.





















































