4. Mai
Bewertung:5

Eine düstere Buchatmosphäre, die sich immer weiter verdichtet

Gott sei Dank hat es noch mit dem Ja-Wort geklappt. Am schönsten Tag ihres Lebens müssen die beiden Bozner Ermittler Fillipo Magnabosco und Carmen Pasqualina in einem Mordfall ausrücken. Ein Toter wird in einer alten Ruine erhängt aufgefunden und da darf natürlich keine Zeit vergehen, die Ermittlungen zu starten. Doch je mehr die Ermittler im Umfeld des Toten graben, desto mehr erhärtet sich, dass der Tod etwas mit einem alten Hexenzirkel zu tun hat... Auch wenn ich in die Reihe um Magnabisco und Pasqualina erst mit diesem Buch eingestiegen bin und ich die Vorgängerbände bisher nur von Lesungen kannte, habe ich mich schnell in die Geschichte einfinden können. Im Buch herrscht eine düstere Atmosphäre, die sich durch die beiden Erzählstränge - aus Sicht des Ermittlerpaares sowie eines geheimnisvollen Ich-Erzählers - verdichtet. Die Mordfälle stehen im Zusammenhang mit Hexensagen aus Südtirol, was ich ein interessantes Thema fand. Spannend, kurzweilig und flüssig zu lesen und ein tolles Leseerlebnis für Krimifans.

Teufel, tanz mit mir!
Teufel, tanz mit mir!von Simone DarkEdition Raetia
30. Aug.
Bewertung:4

sagenhaft schönes Südtirol

Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina geben sich das Ja-Wort. Doch noch während die Hochzeitsglocken klingen, wird in der nahen Burgruine ein junger Mann erhängt entdeckt. Inszeniert wie bei alten Hexenritualen. Das Opfer war der schwarzen Magie verfallen und die Liste der Verdächtigen ist lang. Der Krimi hat mich sofort mit seinem Südtirol-Flair gepackt, die regionalen Ausdrücke, Ortsangaben und Bezeichnungen geben der Geschichte ein tolles Lokalkolorit. Ich habe manches sogar gegoogelt, was das Ganze noch lebendiger machte. Die Atmosphäre ist einfach toll. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, das Ermittlerpaar Magnabosco und Pasqualina wirkt sympathisch und herzig in seiner Verliebtheit. Was ein guter Kontrast zu den eher gruseligen Morden bietet. Spannend fand ich die Verknüpfung mit Hexenverfolgungen in der Region. Dazu gibt es interessante Hintergrundinfos, die die Geschichte vertiefen. Gleichzeitig spielt die Autorin mit unwirklichen Elementen, etwa einer geheimnisvollen 400-jährigen Frau. Das ist zwar ein bisschen skurril und klingt eher nach Fantasy als nach Krimi, macht den Fall aber besonders. Man muss sich hier auf etwas „Hokuspokus“ einlassen, was aber gut zur Stimmung passt. Natürlich gibt es aber eine logische Erklärung. Humorvolle Momente gibt es auch. So entsteht eine gute Balance. Das Ende war für meinen Geschmack etwas knapp, da hätte man ruhig noch mehr ausschmücken können. Wie das ein oder andere über das Buch hinweg auch. Meine Vermutungen haben sich zwar größtenteils bestätigt, aber zum Schluss wurde ich dann doch nochmal überrascht.

Teufel, tanz mit mir!
Teufel, tanz mit mir!von Simone DarkEdition Raetia
19. Aug.
Bewertung:4.5

Was Obsessionen anrichten können

Es sollte der schönste Tag im Leben der Bozner Ermittler Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina werden, doch kaum haben sie sich in einer kleinen Bergkirche das Ja-Wort gegeben, werden sie zu einer Burgruine gerufen. Noch in Hochzeitskleidung machen sie sich auf den Weg und finden einen toten Mann, kopfüber erhängt nach Art der Hexentötungen! Die beiden finden heraus, dass auf dem Bozner Hausberg, dem Ritten, eine Hexenszene an alten Plätzen ihre Rituale abhält und dabei in Konflikt mit einem Investor geraten ist. Auch Vandalismus an einer Kirche wird ihr zur Last gelegt. Bald wird das nächste Opfer gefunden, wieder ein Mann im gleichen Alter wie der erste Tote, auch er ermordet nach Art der Hexenverfolgung und auch er war in dieser Szene aktiv. Ist ein neuer Hexenjäger aktiv? In diesem vierten Fall des Ermittlerduos Magnabosco und Pasqualina gewährt uns die Autorin Simone Dark interessante Einblicke in die Hexenverfolgung in Südtirol vor 400 Jahren. Das Schicksal der damals verfolgten lässt einen auch heute nicht kalt, man sieht, wie Neid, Missgunst und Furcht vor dem Unbekannten menschliche Existenzen zerstörten. Aber auch heute sind wir leider davon nicht gefeit, wie die spannende Story des Romanes erzählt. Für mich trotz der brutalen Todesfälle ein Roman zum Genießen, die Autorin bindet die Landschaft, die Gemeinden und auch ganz spezielle Orte in den Plot mit ein, so dass man am liebsten eine Reise nach Südtirol zu diesen Plätzen machen möchte. Liebe Simone Dark, bitte auf ans Werk für den nächsten Roman!

Teufel, tanz mit mir!
Teufel, tanz mit mir!von Simone DarkEdition Raetia