Irgendwie konnte mich der Protagonist nicht erreichen. Apathisch und sprachlos wie er durchs Leben tappt, von Bier zu Joint und wieder Bier, würde ich auch im wahren Leben mit "so einem" wahrscheinlich nichts zu tun haben!
Inhalt:
Nick ist mitten in seinen Teenagerjahren. Das erste mal verliebt Freunde gehen über alles und Familie ist schwierig.
Er möchte was verändern und gerät dabei mit seinen Freunden immer wieder Situationen die die heutigen Stand der Gesselschaft gut aufzeigt. Z.B. rassistischer Stammtisch und Demo gegen Rechts.
Schreibstil:
Das Buch hat einen wunderschönen poetischen Schreibstil. Man fliegt durch das Buch und trotzdem ist da eine Schwere die den Protagonisten umgibt die sich das Buch hindurchzieht. Man wünscht Nick, dass es ihm gut geht doch das Buch ist zu realistisch geschrieben, dass alle Probleme in so kurzer Zeit verschwinden.
Das Buch greift heutige Themen auf, die Jungebdliche und junge Erwachsenen beschäftigen und zeigt realistisch wie es ihnen dabei geht.
Protagonist:
Ich mochte Nick nicht von der ersten Seite an aber nach und nach verstand ich in welche Dilemmer er gerade ist. Er musste schnell erwachsen werden und außer seinen beiden Freunden hat er niemanden. Ich Nicks schwere und düsternis zeigt den Druck von der Gesellschaft den Jugendliche haben.
Fazit:
Für mich ein toller Voming of Age Roman, die Gesellschaftliche Zwiespalt gut aufzeigt. Ein toller poetischer Roman.
Das Buch liest sich unglaublich flüssig und lebt von seiner Sprache und eigenen Poesie. Der Protagonist und seine Gefühle werden gut beschrieben, auch seine familiärenVerhältnisse, Freundschaften und seine soziales Umfeld werden deutlich. Interessant war für mich auch der Blick auf Südtirol. Das Ende kam für mich aber völlig überraschend und zu früh. Ich hätte mir mehr gewünscht. Mehr Informationen darüber, wie es weitergeht nach dieser Wendung. Deshalb nur drei Sterne.
„Aufstehen“ von Laurenz Kohler vermittelt eine starke und relevante Grundbotschaft. Der Roman regt zur Auseinandersetzung mit Themen wie Selbstverantwortung, gesellschaftlicher Positionierung und persönlichem Neuanfang an, und ist in dieser Hinsicht durchaus wertvoll.
Trotzdem hatte ich Schwierigkeiten, eine wirkliche Nähe zum Protagonisten aufzubauen. Seine Gedanken und Handlungen blieben für mich oft schwer greifbar, was die Identifikation erschwert hat. Gerade bei einem Buch, das stark auf persönliche Entwicklung setzt, empfand ich das als Widerspruch zum Ziel der Geschichte.
Stilistisch konnte mich der Roman nur teilweise überzeugen. Besonders das Wechselspiel zwischen sehr knappen, teils abgehackt wirkenden Dialogen und den abrupten Szenenwechseln, und dann wiederum ausführlichen Beschreibungen, empfand ich als inkonsequent. Die detaillierten Passagen waren für sich genommen gut geschrieben nur das ständige Hin und Her im Tonfall wirkte auf mich unausgewogen und hat den Lesefluss gestört.
Fazit: „Aufstehen“ ist ein Buch mit guter Absicht und relevanter Thematik, das inhaltlich durchaus zum Nachdenken anregen kann. Stilistisch und in der Figurenzeichnung blieb es für mich jedoch zu distanziert und uneinheitlich, um mich vollständig zu überzeugen.
Tiefer Einblick in die Gedankenwelt eines Oberstufenschülers in der Identitätskrise
Nick ist ein in sich gekehrter Außenseiter, der gerne irgendwo dazugehören und aus sich rauskommen möchte. Den einzigen, denen er sich anvertraut sind seine Freunde Noah und Emilia. Um gegen seinen "sozialen Juckreiz" anzukommen, beruhigt er sich mit selbstgedrehten Zigaretten und versucht, seinen Platz in einer Gruppe zu finden. Dabei kommt er schnell auf Abwegen und wird schnell vom Beobachter zum Mittäter.
Mein Fazit:
Bereits auf den ersten Seiten war ich im Leseflow und davon beeindruckt, wie gut der junge Autor Gefühle und Emotionen mit so aussagekräftigen Worten vermitteln kann. Wir bekommen einen sehr tiefen Einblick in die Gedanken von Nick, welche für mich sehr gut nachvollziehbar und present waren. Die Handlung selbst war eher sehr zurückhaltend, zwar eindringlich und gewaltig erzählt, ließ aber sehr viel Interpretationsspielraum für den Leser. Es werden sensible Themen wie Rassismus und Courage aufgegriffen - der Autor schafft es mit wenigen Worten, diese wortgewaltig aber nicht reißerisch zu erzählen. Ein eher stiller und leicht poetischer Roman, der mit starken Worten überzeugen kann und den Leser bei der Stange hält. Oft wartete man noch auf die Vertiefungen einer Szene, um einen tieferen Einblick in verschiedene Beziehungsdynamiken zu bekommen, wodurch man immer weiterlesen will. Am Ende blieben ein paar Situationen genau so im Raum stehen, aber man war dennoch mit dem Ende fein und konnte sich seine eigenen Gedanken machen. Die Geschichte hallt definitiv noch nach.