
Dear Rebecca, How could you do this to me?!
(evt. Spoiler) »Ja, Liebling, ich bin eifersüchtig. Ich bin eifersüchtig auf die Rüstung, die dich hält, wenn ich es nicht kann, auf die Laken in deinem Bett, die jede Nacht deine Haut streicheln, und auf die Klingen, die deine Hände spüren.« -Xaden Kapitel 18 Die emotionale Intensität zwischen Xaden und Violet war mal wieder große Klasse. Besonders die Momente, wo er sie »Liebling« oder »mein Herz« nennt, lassen mich schmelzen. Ebenfalls habe ich es geliebt, dass er sie diesmal (meistens) nicht irgendwo verstecken wollte und sie in ihrer Macht unterstützt hat. Ziemlich gestört hat mich aber, dass Xaden sich langsam in einen schwarzen Magier verwandelt hat. Ich kann auch nicht ganz nachvollziehen, warum, aber diese Situation hat mich mehr als nur wütend gemacht. Sein ständiges »Du musst wissen, wie du mich töten kannst« oder »kommst du an das Messer dran« selbst während seines Sex mit Violet hat mir dann den letzten Nerv geraubt. Auch die Nebencharaktere und die Dynamik innerhalb der Gruppe haben in diesem Band eine enorme Entwicklung durchgemacht. Es war faszinierend zu sehen, wie unerwartete Freundschaften entstanden sind. Die ständige Bedrohung durch den Krieg schweißt die Charaktere spürbar zusammen, bringt aber auch Schwierigkeiten vor allem in ihrem Vertrauen zum Vorschein. Rebecca schafft es, dass man nicht nur mit den beiden Hauptfiguren, sondern mit der gesamten Truppe mitleidet und mitfiebert. Ein weiterer Aspekt, der mich absolut fasziniert hat, ist die hochkomplexe Kriegsführung in diesem Band. Es geht längst nicht mehr nur um einfache Kämpfe zwischen Drachen und Venin. Diese taktische Tiefe hat der Geschichte eine enorme Realitätsnähe verliehen und gezeigt, wie hoch die Einsätze für alle Beteiligten wirklich sind. Sehr positiv überrascht hat mich diesmal das Worldbuilding. Rebecca hat es auf ein ganz neues Level gebracht, dass ich im ersten Band nie erwartet hätte. Wir werden bekanntgemacht mit anderen Königreichen und ihren Sitten, von denen ein paar ziemlich barbarisch sind. Die Welt von Navarre wird allgemein so viel größer und komplexer, was mir unglaublich gut gefallen hat und die perfekte Grundlage für unzählige neue Theorien bietet. Der Schreibstil war gewohnt packend und emotional absolut mitreißend. Das Erzähltempo zieht sich leider am Anfang etwas doch ab dem letzen Drittel steigt es wieder massiv an. Das Finale hat mich mal wieder völlig sprachlos und mit einem gebrochenen Herzen zurückgelassen hat. Die Cliffhanger in dieser Reihe sind wirklich Folter, auch wenn ich es diesmal vielleicht verstanden habe… Zusammenfassend war es für mich eine sehr emotionale, komplexe und düstere Achterbahnfahrt, von der ich (fast) jede Sekunde genossen habe. Trotz Xadens anstrengender Verhaltensweisen und der frustrierenden Entwicklung seiner Kräfte überwiegen für mich das geniale Worldbuilding und die nervenzerreißende Spannung. Ein absolut gelungener dritter Band, der mich mehr als einmal zum Heulen gebracht hat. Jetzt bleibt nurnoch auf Band 4 zu warten!




























































