Sehr schön für den Kurzurlaub an der See. Für alle die Leuchttürme lieben. Es ist recht kurz weshalb man schnell durch kommt. Reich an Spannung ist es nicht. Es lebt durch Beschreibung und dem Gefühl dort zu sein. Sehr eindrucksvoll ist es das der Autor dort war und da wirklich gearbeitet hat. Ich bin nach dem Buch motiviert mehr über diesen Leuchtturm und Leuchttürme allgemein zu erfahren. Kann es empfehlen wenn man sich dafür interessiert und keine große Spannung erwartet.
Das Tagebuch eines Leuchtturmwärters.
Wer aber Grusel, Abenteuer oder Sätze über traurige Einsamleit erwartet, wird sich wundern.
Die Sprache Abrahams stellt so manches große Werk noch größerer Dichter in den Schatten.
Inhaltlich geht es dabei ums putzen, um Bilder von Vermeer, und vor allem um Licht in all seinen Formen und Facetten.
Nach aussen ein Tagebuch, aber im innersten Lyrik pur.
Doch lasse ich lieber Abrahams Worte Zeugnis sein:
"20. Dezember, 17 Uhr
Geduld. Sich ein Leben neben einer Lampe auszusuchen, bedeutet immerhin, seiner Exisztenz eine bestimmte Richtung geben. Ein grelles Licht schirmt ab. Im Zwischenbereich von Licht und Schatten müsste man indes langsam vorwärtskommen. Oder wäre es besser, jäh zu entflammen, als Fackel zu leben, sich in genialem Wahn zu verzehren?
Der Wahnsinn freilich tobt draußen. Es heißt durchhalten. Sich behaupten. Ich zünde meine Lampe an. Das Licht ergießt sich über den Tisch, überflutet Gegenstand um Gegenstand.
Schatten beginnen zu zucken wie ein flackernder Blick. Die Grenze des Kreises ist unscharf.
Das wird man sich näher ansehen müssen.
Mein Irren zwischen Dämmer und Nacht: Es will einfach kein Ende nehmen.
Das ist Selbstgefälligkeit."