50% gut, der Rest war leider enttäuschend
Das war mein erstes Lucy Score Buch und ich war bester Dinge. Es fing auch als lustige RomCom an mit. Die Charakter hatten alle ihre Tücken, waren aber insgesamt sympathisch. Zoey war etwas unbeholfen und tollpatschig, ihre beste Freundin eine liebevolle Autorin und Gage ein bodenständiger und hilfsbereiter Mann mit Zielen vor Augen. Ja so 50% waren da auch unterhaltsam, bis zu dem Teil, als Zoey mit ADHS diagnostiziert wurde. Ab da wurde ihre ganzen „nicht perfekten“ Eigenschaften als Unaushaltbar dargestellt und jedes Fehlverhalten oder Vergesslichkeit auf ADHS geschoben. Und dann die Wunderpille - Adderall. Eine Tablette und plötzlich war sie „normal“, wie schnell das bloss geholfen hat. Den Rest des Buches wurde sie jedoch richtig unsympathisch, und OH WEH, ihre „problematische“ Seiten noch schlimmer. So wurde es jedenfalls dargestellt! Währenddessen wurde Gage dafür kritisiert, dass er ein gutes strukturiertes Leben führte und für sich selbst sorgen konnte. ❗️Mögliche SPOILER Ich hätte schon lange abbrechen sollen, dachte jedoch es wird vielleicht noch! Nein, es wurde noch schlimmer. Nachdem Zoeys sich endlich dazu entschied, den lieben Gage doch zu mögen, brachte sie sich unnötig in Gefahr. Er wurde durch vorgängige Traumata dadurch getriggert und wurde wütend. Und plötzlich ist er der grösste Ar*** in der ganzen Stadt. Seine ganze Familie gaslighted ihn dazu, dass sein Verhalten absolut falsch war und Zoey nun zu gut für ihn ist. Sie schlagen ihn sogar fast! Verhaften ihn! Gott bewahre, ein sonst so guter Mann wurde von seinen Ängsten getrieben! Aber hey, Zoey darf genau das, da sie ja ADHS hat. SPOILER ENDE❗️ Ich finde die charakterliche Darstellung hat dem ADHS Thema nichts Gutes getan. Man hätte es gut integrieren können, aber der ganze amüsante Vibe wurde mit diesem Wechsel ins Negative gezogen. Es wurde unerträglich zu lesen und ich überflog die eh schon langgezogenen Details. 560 Seiten für so wenig Handlung hätte auch nicht sein müssen.


