31. März
Bewertung:5

Dieses Buch hat mich ehrlich gesagt mehr berührt, als ich erwartet hätte. Schon nach den ersten Seiten merkt man, dass Japanese Idol keine leichte Romance ist, sondern eine Geschichte, die sich viel mit Gefühlen beschäftigt, die man oft selbst nicht richtig greifen kann. Keiji ist ein Charakter, der nicht gut mit Worten ist – und genau das macht ihn so greifbar. Seine Art, die Welt durch Musik zu verstehen, hat sich beim Lesen fast auf mich übertragen. Was mich besonders gepackt hat, war dieses ständige Gefühl von Sehnsucht und innerer Zerrissenheit. Die Beziehung zwischen Keiji und Shinya fühlt sich ruhig, vertraut und gleichzeitig unglaublich schmerzhaft an. Und dann kommt Hideaki dazu und bringt alles durcheinander nicht nur die Handlung, sondern auch Keijis Gefühle. Dieses Love Triangle wirkt nicht künstlich, sondern emotional nachvollziehbar und teilweise richtig intensiv. Auch die Atmosphäre hat mich total abgeholt. Die nächtlichen Straßen Tokios, die Musik, dieses leicht melancholische Gefühl, das sich durch das ganze Buch zieht das hat sich alles sehr lebendig angefühlt. Man merkt einfach, dass Musik hier nicht nur Thema ist, sondern wirklich Teil der Geschichte. Die spicy Szenen sind da, aber für mich standen ganz klar die Emotionen im Vordergrund. Es geht viel mehr um Nähe, Verwirrung, Wunsch und die Frage: Wen liebt man wirklich und was macht man mit diesen Gefühlen? Fazit: Ein Buch, das leise beginnt, aber emotional richtig nachhallt. Für mich eine sehr intensive Queer Romance mit viel Gefühl, schöner Atmosphäre und Charakteren, die einem im Kopf bleiben.

Japanese Idol
Japanese Idolvon Lilienne Eriecamacra publishing