
[Rezension/Werbung] „Coaching-Lügen“ von Bernd Kiesewetter Irgendwie hat mich dieses Buch neugierig gemacht, nicht zuletzt, weil ich selbst gerade eine Coaching-Ausbildung mache. Da war das ja schon interessant, was ein erfahrener Coach zu den allgegenwärtigen Phrasen und Sprüchen, die überall auftauchen, zu sagen hat. Das Buch hat durchaus einige Aspekte, die angesprochen werden, denen ich zustimme. Sowohl in Bezug auf die Phrasen und die Pauschalisierung dieser, als auch dahingehend, was einen guten Coach wirklich ausmacht. Überwiegend hat mich der Autor allerdings genervt. Denn dieses Buch scheint weniger der echten Aufklärung als vielmehr der Selbstdarstellung und -beweihräucherung zu dienen. Kiesewetter wiederholt sich dauernd. Er leiert seine Erfolge runter, erwähnt am laufenden Band seine „Cocaethylen-Abhängigkeit“ (jap, in diesem Wortlaut) und scheint eigentlich immer wieder zu sagen: schaut, ich hab es geschafft! Natürlich fließt hier und da etwas Demut ein, im Verhältnis aber definitiv zu wenig. Und da, wo Kiesewetter vor Pauschalisierung warnt, stellt er absolut sinnlose Vergleiche an und übertreibt maßlos. Und meines Erachtens stellt er sich auf eine ähnliche Stufe wie die Coaches, die er anprangert: er tut so, als hätte er das Wissen gepachtet und wäre DER Coach überhaupt… Die einzigen Kapitel, die ich einigermaßen sinnvoll fand, waren die über die Unterschiede zwischen Coaching/Beratung/Training/Mentoring und das mit Tipps, wie man den für sich passenden Coach findet. Ich bin echt nicht gerne so hart kritisch, aber in diesem Fall gibt’s leider nur 2/10⭐️ Heute hab ich nicht mal ne Frage für euch, so genervt bin ich 😂 Danke an den @maximumverlag für das Rezensionsexemplar. Sorry, dass meine erste Rezi gleich so ausfällt 🙃 Habt’s fein 🫶🏻 Sissy
