
Schaurig und furchteinflößend
Obwohl das mal so gar nicht mein Genre ist, hat mich der Plot doch neugierig gemacht und nicht mehr losgelassen. Ich fürchte mich nicht soooo gerne, aber fest überzeugt davon, nie in eine derartige Situation zu geraten, hab ich mich schließlich doch an das außergewöhnliche und beängstigende Unterwasserszenario gewagt. Man startet sofort mit Unbehagen in die Geschichte, und ein zunächst namen- und gesichtsloser Schrecken nimmt immer mehr Gestalt an. Die zunehmende Bedrohung zieht Protagonisten wie Leser bis zum Schluss in ihren Bann. Man leidet und fiebert mit, auf zwei Zeitebenen, früher auf dem dem Untergang geweihten Schiff, heute im finsteren Labyrinth des Wracks, ohne Licht, ohne Orientierung, in einer lebensbedrohlichen Umgebung, die ohnehin schon keine Fehler verzeiht und keine zweiten Chancen zulässt. Mich hat das schlimme Schicksal der Passagiere und der Besatzung des Schiffes richtig berührt, die Autorin erschafft mit vielen wohlgesetzten Kleinigkeiten jede Menge Angst und Schrecken. Ich will nicht spoilern. Ein minimales halbes Pünktchen Abzug gibt es für das aus meiner Sicht etwas konstruiert wirkende Finale, das wirkte wie ein Zusatz, eine Zugabe, und ich hätte es so nicht gebraucht. Ich war schon vorher fix und fertig. All in all eine tolle, düstere Schauergeschichte in ganz außergewöhnlichem Setting. Großartige Idee!


































































