Ganz anders als erwartet. Mein erster Band der Reihe!
**** Mein Eindruck **** Wie sich dieses Buch in die Reihe einfügt, kann ich leider nicht beurteilen, da es für mich der erste Band der Reihe ist, den ich gelesen habe. Wer Torge nun schon über 16 Bände hinweg begleitet, hat hier sicherlich mit ihm mitgefiebert – für mich als Neueinsteigerin blieb das Ganze jedoch recht blass. Die Charaktere wurden kaum vertieft, und auch inhaltlich plätscherte das Geschehen eher gemächlich dahin – passend zur ruhigen Atmosphäre des Handlungsorts, wie ich vermute. Wahrscheinlich ist das Teil des typischen Stils der Reihe, der mir persönlich einfach nicht so zusagt. Warum ich trotzdem den Versuch gewagt habe, mit Band 16 einzusteigen? Ich wollte herausfinden, ob große Krimireihen auch unabhängig vom Einstiegsband funktionieren können. Gerade im Krimigenre dominieren solche langlaufenden Serien – das hat mich bisher immer etwas abgeschreckt. Mein Fazit: Ich persönlich bleibe dabei, Reihen lieber von Anfang an zu lesen. Deshalb bewerte ich dieses Buch neutral. Es konnte mich leider nicht wirklich erreichen. Positiv hervorzuheben sind der insgesamt runde Schreibstil, die gelungenen Perspektivwechsel und eine stimmige innere Logik. Es fehlten mir aber überraschende Wendungen oder eine komplexere Thematik. Insgesamt wirkte alles recht kurz und seicht. **** Empfehlung? **** Für Fans des Handlungsorts und langjährige Leser*innen der Reihe dürfte dieses Buch sicherlich Freude bereiten. Wer jedoch neu einsteigen möchte, dem würde ich empfehlen, lieber bei Band 1 einer anderen lokalen Krimireihe zu beginnen – da findet sich bestimmt etwas zwischen seicht und nervenaufreibend, das besser passt.

