10. Juli
Bewertung:5

Neuanfänge, Komplikation und das echte Leben.

**** Worum geht es? **** Als Julias Mann Barne verstirbt wünscht sie sich einen Neuanfang. Mit ihrem Kind Liam macht sie sich auf den Weg nach Föhr, der Heimat von Barne, um seine Familie näher kennenzulernen. Auch wenn es bisher nie Kontakt gab, ahnt Julia nicht wie tief die Wunden greifen und wie wenig sie willkommen ist. Mit ihrem Job und einer nicht fertigen Wohnung, ist ihr Schwager Krischan der einzige der ihr Halt und Zuflucht bietet. Die ungeahnte Nähe löst Gefühle aus, die einfach nicht sein dürfen und doch so einladend erscheinen… **** Mein Eindruck **** Das Buch hat mich auf ganzer Linie überrascht. Ich habe bei dem Cover trotz Klappentext ein locker leichtes Buch erwartet und war nach dem Lesen der ersten Kapitel mehr als froh, dass zwar eine leichtere Stimmung trotz schwerer Thematik herrscht, aber der Inhalt nicht übers Knie gebrochen wird. Als ich mich dem Ende näherte wurde mir erst so richtig bewusst, dass es sich hierbei um den Anfang einer Reihe handelte und ein Abschluss in weite Ferne rückt. Ein Glück, denn mit dem aufgebauten Tiefgang passt die Geschichte nicht auf knapp 300 Seiten. Der Schreibstil der Autorin war angenehm zu verfolgen. Die Protagonistin und ihr Kind sind vielschichtig und nicht geradlinig dargestellt und die Kombination an Charakteren ist insgesamt interessant und ansprechend aufgebaut. Insgesamt eine sehr angenehme Überraschung und ein Buch, das ich statt dem erwarteten Wohlfühlbuch eher in den Bereich ThinkAndFeel einordnen würde. **** Empfehlung? **** Eine Geschichte mit Tiefgang und dennoch genug Leichtigkeit, um nicht zu schwer zu wiegen und damit in die Atmosphäre des Covers zu passen. Eine Überraschung die ich gerne weiter empfehle. Ein Auftakt der weitaus mehr verspricht.

Föhrer Frühling
Föhrer Frühlingvon Hanna PaulsenKampenwand