3. Okt.
Bewertung:4

Wundervoller Auftakt der Preston-Saga

Liliana Preston, eine 19-jähige Frau, verbrachte ihre Kindheit auf dem Landgut ihrer Tante in England. Im Jahr 1785 taucht ihr verschollen geglaubter Vater Jack völlig überraschend auf dem Gut ihrer Tante auf. Liliana, welche bislang dachte ihr Vater wäre an dem Kontakt zu ihr nicht interessiert, freut sich sehr. Jack ist Kapitän auf einer Fregatte und erlaubt Liliana ihn für einen Abend auf seinem Schiff zu besuchen. Doch bei diesem einem Abend soll es nicht bleiben. Es beginnt eine spannende Reise auf dem Meer. Im ersten Augenblick ist mir das schöne Cover des Buches ins Auge gestochen, welches die Atmosphäre der Geschichte perfekt widerspiegelt. Trotz der abenteuerlichen Passagen war es für mich ein absolutes Wohlfühlbuch. Die Liebensgeschichte bzw. Liebesgeschichten waren wirklich bezaubernd. Die Charaktere, zumindest die, der friedlich gesinnten Schiffe, konnte ich direkt ins Herz schließen. Durch Rückblenden in die Vergangenheit haben einige Figuren des Buches zusätzlich Tiefgang erhalten. Diese Zeitsprünge in die Vergangenheit fand ich sehr gut. Sie haben dabei geholfen die Verhaltensweisen der Protagonisten noch besser verstehen zu können. Auch der Wechsel der Erzählerperspektiven in den einzelnen Kapiteln wurde für diesen Zweck sehr gut eingesetzt. Lilly ist wirklich eine fabelhafte Protagonistin. Ich bin ein großer Fan von starken Frauen und gerade zu der Zeit, in der das Buch spielt, hat diese Stärke eine große Portion Mut erfordert. Auch in ihre Tante Effie habe ich mich sofort verliebt. Der Schreibstil ist wirklich gut gelungen und hat dazu beigetragen, dass die Geschichte mich vollständig in ihren Bann gezogen hat. Das Buch ließ sich flüssig lesen und auch die Länge des Buches war perfekt. Zu keinem Zeitpunkt habe ich es als langatmig empfunden. Das einzige, woran ich mich gestört habe war, dass in der ersten Hälfte des Buches häufig "..." anstatt der herkömmlichen Satzzeichen verwendet wurde. Das empfand ich als unpassend. In der zweiten Hälfte des Buches tauchte diese Endung der Sätze jedoch nahezu gar nicht mehr auf, was das Lesen für mich deutlich angenehmer machte. Die Autorin versteht es mit ihren Worten Bilder zu malen und die Handlung dadurch mitreißen zu gestalten. Das Ende dieses Auftaktromanes hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Das Buch hat einen schönen Abschluss gefunden und endet nicht mit einem unbefriedigenden Kliffhanger. Ich kann trotzdem kaum abwarten, wie es weitergeht.

Die Wogen des Schicksals
Die Wogen des Schicksalsvon Sylvia Kamldp DIGITAL PUBLISHERS GmbH