Es hat sich gelesen wie ein sehr langer Wikipedia-Beitrag kombiniert mit einer Aneinanderreihung von Rennberichten.
Was ich vermisst habe:
- Max Verstappen besser kennen zu lernen
- Einblicke in die Renn- / F1-Welt zu erhalten
- Den Eindruck, dass der Autor auch mal mit dem Protagonisten direkt gesprochen hat
- Eine Aufarbeitung und Einordnung von Ereignissen, anstelle von Halbsätzen, in denen Vermutungen oder Wertungen fallen
Für alle Max Verstappen Fans ein muss. Super interessant mit vielen Informationen auch zu seinem früheren Leben. Es gibt auch viele Hintergrundinformationen. In den ersten Kapiteln geht es auch viel um andere Fahrer, für mich etwas zu viel, deswegen nur 4 Sterne.
Diese Biographie hat mir wirklich sehr gut gefallen! Man hat viel erfahren auch Hintergrundwisden zu anderen Personen. Sehr spannend und empfehlenswert.
2,5 Sterne
Leider ein eher enttäuschendes Buch. Der Aufbau der Biografie ist verwirrend, die ersten 4 Kapitel (und damit knapp 90 Seiten) haben für den Rest des Buches keine Relevanz, erst ab Kapitel 5 beginnt das Buch sich tatsächlich mit Max Biografie zu beschäftigen. Davor ist es eher eine Anekdotensammlung, die immer wieder zu anderen Themen abschweift (die Entstehung der Rennstrecke von Zandvoort, die Entwicklung des E-Sports, ...). Das ist zwar zeitweise spannend, hat jedoch nicht wirklich was mit Max zu tun.
Im Verlauf des Buches wiederholen sich dann auch Abschnitte und Geschichten mehrmals. Teilweise wird sogar auf das gleiche Zitat zurückgegriffen ohne Bezug auf das vorherige Kapitel zu nehmen, was den Eindruck erweckt, dass die Kapitel ohne Reihenfolge geschrieben und dann spontan zusammengesetzt wurden.
Als F1-Fan und Person, die sich zumindest mit den aktuellen Fahrern auskennt, lernt man leider auch nur wenig Neues. James Gray scheint die Biografie aus verschiedenen Dokus, Interviews und Blogbeiträgen zusammengesetzt zu haben ohne einmal wirklich mit Max Verstappen, seinem Vater oder einem der anderen Beteiligten gesprochen zu haben. Neue Insiderinfos sucht man so vergeblich und teilweise wirkt es so, als spekuliert der Autor, was Max und sein Vater wohl gedacht haben könnte ohne es tatsächlich zu wissen.
Grundsätzlich ist gerade die Erzählung von Max Karriere im zweiten Teil des Buches aber gut gelungen, nur mehr neue Einblicke wären schön gewesen.
An einigen Stellen hätte ich mir eine kritischere Einordnung des Verhaltens von Jos (aber auch von Max) gewünscht. Aber es ist eine Fan-Biografie, da kann man sowas vermutlich nicht ganz erwarten.
Richtigen Fans, die sich regelmäßig mit Max Verstappen beschäftigen, kann ich es so nicht empfehlen. Wer gerade erst neu zum Sport kommt, wird (zumindest in der zweiten Hälfte des Buches) gut unterhalten werden.