15. Sept.
Bewertung:5

Der Schreibstil war flüssig zu lesen und ich habe mich nie gelangweilt, ich wollte immer wissen wie es weitergeht. Kriminalkommissar Arthur Morgenroth war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn man erst einmal seine Handlungen nicht ganz nachvollziehen kann, versteht man ihn irgendwann. Das Buch handelt im Jahr 2029, in einer Zukunft in der man ohne Leistungspushmittel nicht mehr klar kommt oder von der Gesellschaft so unter Druck gesetzt wird, dass man denkt man wäre zu nichts nutze. Für mich persönlich war der Mord bzw die Aufklärung eher zweitrangig… Ich finde das Thema Leistungsdruck in der Zukunft doch sehr viel interessanter, denn ehrlich gesagt, kann ich mir schon sehr gut vorstellen, dass man in der Zukunft den Körper genau so „einstellt“, dass man das Beste aus ihm rausholen kann. Wie das?- Natürlich mit Pillen. Vielleicht ist das Thema weit hergeholt denkt der ein oder andere… aber ist es nicht wirklich so, dass wir jetzt schon alles dafür tun um ja nicht nachzulassen? Wenn wir Kopfschmerzen haben…-nehmen wir eine Tablette, weil wir sofort weitermachen müssen, anstatt uns auszuruhen. Wenn wir erkältet sind, nehmen wir eine Tablette oder Saft oder Pulver oder was auch immer…- dass wir und bloß keine Pause gönnen müssen. Aber wir denken nicht darüber nach, ob der Körper vielleicht mal eine klitzekleine Auszeit braucht… warum nicht? Weil wir keine Zeit dafür haben, weil wir genauso hart schuften müssen wie andere in unserem Alter, unserer Umgebung, unserem Bekanntenkreis. Ich muss ja zugeben: Ich bin genauso! Ich nehm auch direkt eine Schmerztablette

Betäubter Wille
Betäubter Willevon Anna Lena DielNova MD