Eine weitere Graphic Novel, die ich in der Bücherei zum Thema H0l0c@ust gefunden habe. 6 Geschichten von verschiedenen Überlebenden werden hier erzählt, die die Hölle erfahren haben. Diese Geschichten erwähnen den Ort Bergen-Belsen nicht zu knapp, wo es im Juni für mich hingeht (das zweite Mal) und einmal wird sogar Braunschweig genannt. Gefühlt wurden die Bilder von Geschichte zu Geschichte düsterer und das hat die grausame Stimmung einfach perfekt wiedergespiegelt.
Eine großartige moderne literarische Umsetzung gegen das Vergessen! 💛
Der Plot
Eine Sammlung verschiedener Comics über das Leben und Überleben des Holocausts.
Meine Meinung
Eine gute Mischung und interessante Biographien, die das Leid in unterschiedlichen Teilen von Nazi-Deutschland gut darstellen. Teilweise Recht bedrückend.
Einen kleinen Stern Abzug für die Zeichnungen, deren Stil noch nicht so überzeugt hat. Ansonsten einen gutes, kurzes Buch.
Dieses Buch ist eine Graphic Novel, also eine Art Comic, für Jugendliche. In diesem Buch findet man die Geschichten von ein paar Jugendlichen, die als Juden im zweiten Weltkrieg gelebt haben. Sie erzählen von ihren Schicksalen, von der Zeit in Ghettos und wie sie die Aufenthalte in Konzentrationslagern überlebt haben.
Das Buch hat nicht viel Text. Nur kurze Sätze, und die sind ganz klar formuliert und auf den Punkt gebracht. Nichts wird umschrieben oder beschönigt.
Der Text trifft ins Herz. Alle Gräueltaten, die die Jugendlichen miterleben mussten, machen einen fassungslos.
Die Zeichnungen sind wie die Sprache, klar und ausdrucksstark. Sie sind dunkel, düster und schlimm. Auch sie beschönigen nichts.
Das ganze Buch macht alles Grauen, alles Elend deutlich. Es bringt auf den Punkt, was geschehen ist. Es erklärt nicht, es entschuldigt nicht. Darum finde ich, dass es ein sehr sehr gutes und wichtiges Buch ist! Es ist wichtig, dass unsere Kinder wissen, was damals passiert ist. Nur so können sie sich davor schützen, etwas ähnliches nochmal geschehen zu lassen!
Ich finde es sehr gut, dass dieses Thema in einer Graphic Novel umgesetzt wurde, weil ich aus Erfahrung weiß, dass viele Kinder nicht gerne lesen. Aber auch die muss man erreichen. Und dafür finde ich den gewählten Weg klasse!
Die verschiedenen wahren Geschichten in diesem Buch sind grausam und doch sollte man es gelesen haben.
Es ist wichtig, dies nie zu vergessen. Meiner Meinung nach sollten viele, gerade junge Leute, so daran erinnert werden, was eine falsche Ideologie und Fremdenhass bzw. Faschismus bringen kann. Dann würden vielleicht weniger sich diesen Bewegungen heutzutage anschließen.
Ich werde hier auf eine Rezension verzichten.Grund: Die Formatierung des Rezensionsexemplars ist so schlecht, dass das Lesen keinen Spaß macht, sondern einfach nur anstrengend ist.Deshalb habe ich das Buch bei etwa 21 % abgebrochen.Es tut mir wirklich leid, denn die Message hier ist an sich wirklich wichtig. Aber meine Ausgabe ist einfach UNLESBAR!!!!
Während es auf meinem Blog sonst nur so vor Fantasy wimmelt, wird es heute ziemlich real. Und sehr ernst. Gerade aus diesem Grund fiel es mir auch unheimlich schwer, zu „Bald sind wir wieder zu Hause“ ein Bild zu machen. Schlussendlich habe ich mir aber bewusst gemacht, dass nicht jeder Rezensionsbeitrag in seiner Gestaltung Inhalt, Cover oder Stimmung widerspiegeln muss. Manchmal soll vielleicht sogar nicht sein – wie bei diesem Graphic Novel. Denn „Bald sind wir wieder zu Hause“ kann sehr gut für sich alleine stehen. Es umfasst nur knapp 95 Seiten – wobei man das Wörtchen „nur“ in diesem Zusammenhang schleunigst streichen sollte, denn diese 95 Seiten haben es wirklich in sich. Sechs Überlebende des Nazi-Terrors erzählen ihre Geschichten. Es handelt sich um wahre Begebenheiten, die mir als Leserin direkt unter die Haut gegangen sind. Dabei haben sie mich nicht für den Moment schockiert und bedrückt, sondern eher etwas Grundlegendes in mir erschüttert, das noch lange Zeit nachschwingen wird. Mir ist noch einmal bewusst geworden, wie wichtig dieses Thema ist – und dass ich selbst eigentlich viel zu wenig darüber weiß.
„Bald sind wir wieder zu Hause“ ist eine beeindruckende und düstere Sammlung der Geschichten von Tobias, Livia, Selma, Susanna, Emmerich und Elisabeth, welche einem die Begebenheiten zur Zeit des Nationalsozialismus auf eine ganz andere Art und Weise nahbringen, als zumindest ich es bisher gewohnt war. Tatsächlich waren die Seiten mit verhältnismäßig wenig Text versehen, was die Stimmung des Graphic Novels für mich aber nur noch greifbarer gemacht hat. Ich brauchte nicht mehr Text. Das, was dort stand, reichte aus. Vor allem in Kombination mit den Bildern, die nicht zu detailliert sind, aber eben doch detailliert genug.
„Bald sind wir wieder zu Hause“ ist ein Werk, das ich am liebsten als Pflichtlektüre für die gesamte Welt einführen würde, denn es liegt in unserer Verantwortung, nicht zu vergessen.