
Dunkler, solider Fall
Handlung [Klappentext] „Die Frankfurter Kommissarin Julia Durant hat in ihrem langen Polizistenleben schon einiges gesehen, doch als sie diesmal an den Tatort gerufen wird, stockt ihr der Atem: Sie trifft auf ein wahres Blutbad, und das Opfer, eine Frau, ist brutal verstümmelt worden. Ein Einzelfall? Julia Durant stößt bei ihren Recherchen schon bald auf ähnliche Fälle in der Vergangenheit. Handelt es sich bei dem Täter um einen Serienmörder? Und wann wird er wieder zuschlagen?“ Fazit Ich fand Kalter Schnitt insgesamt ganz ordentlich, aber es war für mich eher ein typischer 3-Sterne-Krimi als ein Band, der wirklich hängen bleibt. Der Einstieg ist auf jeden Fall stark: Julia Durant wird in Frankfurt zu einem besonders brutalen Tatort gerufen, und relativ schnell zeigt sich, dass es offenbar schon in der Vergangenheit ähnliche Fälle gegeben hat, ohne dass jemand die Verbindung erkannt hat. Genau dieser Ansatz hat mich am Anfang wirklich neugierig gemacht, weil ich solche Fälle mag, bei denen sich nach und nach ein größeres Muster abzeichnet Was mir gut gefallen hat, war die grundsätzlich sehr düstere Stimmung. Man merkt schnell, dass das hier kein „normaler“ Fall ist und dass mehr dahintersteckt als nur ein einzelnes Verbrechen. Gerade die Idee, dass möglicherweise schon früher ähnliche Taten passiert sind und lange niemand den Zusammenhang gesehen hat, fand ich spannend. Das hat der Geschichte für mich zu Beginn wirklich Zug gegeben. Trotzdem muss ich sagen, dass mich das Buch auf Dauer nicht so sehr gepackt hat, wie ich es mir erhofft hatte. Die Ausgangslage ist stark und auch ziemlich beklemmend, aber beim Lesen hatte ich nicht ständig dieses Gefühl, unbedingt sofort weiterlesen zu müssen. Für mich war das eher ein Buch, das interessant aufgebaut ist, aber emotional und spannungsmäßig nicht ganz die Wirkung entfaltet hat, die ich erwartet hatte. Vielleicht lag es auch daran, dass der Fall zwar hart und düster angelegt ist, mich die Geschichte aber nicht durchgehend mitgerissen hat. Ich fand die Idee mit den früheren, ähnlichen Fällen wirklich gut, und grundsätzlich hat der Roman auch genug Potenzial. Aber unterm Strich blieb bei mir eher der Eindruck zurück, dass hier mehr drin gewesen wäre. Es ist definitiv kein schlechtes Buch, nur eben keines, das ich persönlich als Highlight bezeichnen würde. Deshalb würde ich 3 Sterne geben. Kalter Schnitt hat eine interessante Grundidee, eine dunkle Atmosphäre und einen Fall, der eigentlich viel Spannung verspricht. Für mich hat es am Ende trotzdem nur für ein „ganz gut“ gereicht, weil mir das letzte bisschen Sog gefehlt hat. Wer die Julia-Durant-Reihe gern liest, kann den Band auf jeden Fall lesen – ich persönlich fand ihn aber eher solide als wirklich stark.











