Inhalt: Unmittelbar nach der Wende machen Ella und René, ein junges Paar aus der DDR, Urlaub in einem alten Schlosshotel in Frankreich. Dort treffen sie auf die Gräfin Charlotte de Violet und ihren Diener Vincent, deren letzten Gäste sie sein sollen. In dem Buch prallen zwei Welten aufeinander und das frisch verliebte Paar erlebt die ersten Schwierigkeiten in ihrer Beziehung. Meine Meinung: Der Roman ist sehr atmosphärisch geschrieben. Der Autor zeichnet mit seinen Worten wunderschöne Bilder. Seine Wortwahl ist dabei stets bedacht und sehr gelungen, sodass man Südfrankreich förmlich fühlen kann. Auch die verschiedenen Charaktere wirken sehr authentisch und lebhaft. Ihre verschiedenen Hintergrundgeschichten sind sehr gut herausgearbeitet und ihr Aufeinanderprallen grundsätzlich eine spannende Idee. Die Welt des Adels, an der Charlotte festhalten möchte, trifft auf die sozialistische Welt, in der Ella und René aufgewachsen sind. Insbesondere wie das Pärchen den Kapitalismus erlebt, war sehr interessant zu lesen. So spannend die Charaktere auch waren, so wenig konnten mich ihre Konflikte untereinander überzeugen. Ihre Zwiespältigkeiten wirkten sehr erzwungen und haben nicht die Tiefe aufgewiesen, die ich mir erhofft hatte. Auch hatte der Roman sehr große Längen. Gerade in der Mitte hat sich die Geschichte stark gezogen und leider ihre Anziehungskraft auf mich verloren. Die Charaktere drehen sich mit ihren Gedanken und Gefühlen lange im Kreis, ohne dass wirklich viel passiert. Meiner Meinung nach hätte der Roman gut 100 Seiten kürzer sein dürfen. Wer einen atmosphärischen Roman sucht und über gewisse inhaltliche Defizite hinwegsehen kann, der wird sicher einige angenehme Lesestunden mit „Die Paradiese von gestern“ verbringen. Für mich persönlich war es aber alles in allem ein sehr mittelmäßiger Roman.
Vom Gestern zum Heute
In dem Buch, die Paradiese von Gestern, geht es einmal um das junge Pärchen Ella und René die nach dem großen Mauerfall Ihre erste gemeinsame Reise außerhalb der DDR erleben und um die Gräfin Charlotte de Violet, Ihrem Sohn Alain und Ihrem treuen Diener Vincent. Charlotte de Violet und Vincent sind die letzten die in dem verfallenen Schloss, das lange Zeit als Hotel diente, die Stellung halten und auf Ihre letzten Gäste warten. Ella und René führt das Schicksal dahin und für Sie beginnt eine Turbulente Zeit die Ihre Beziehung auf eine harte Probe stellt. Charlottes Sohn Alain ist daran nicht ganz unbeteiligt. Das Buch ist von der Sprache her sehr schön und blumig geschrieben. Ich habe oft von Mitlesern das Wort atmosphärisch gelesen und das stimmt auch. Mir war es für das was erzählt wurde zu lang und die einzelnen Personen entweder zu uninteressant oder die die ich interessant fand kamen zu selten vor. Alles in Allem hat es mich nicht gefesselt. Aber ich bin mir sicher das sehen ganz viele anders. Also macht Euch selber ein Bild 🙂.
https://www.youtube.com/watch?v=ERYmDrIMY98 Ella und Rene´ sind ein junges Paar aus Ostdeutschland und erleben nach der Wende im Sommer 1990 ihren ersten Urlaub in Südfrankreich. Unerwartet entdecken sie das marode Schlosshotel der Gräfin Madame de Violet und ihrem Diener Vincent und kommen dort unter. Eines Abends erscheint plötzlich Alain, der Sohn der Gräfin, und überredet spontan Rene´ zu einem Trip nach Paris am nächsten Tag, während Ella allein und entrüstet im Schloss zurückbleibt. Doch Ella findet in dieser Zeit einen tollen neuen Freund. Ab der ersten Seite mochte ich den sehr angenehmen und tollen Schreibstil des Autors. Die gesamte Atmosphäre des Romans erinnerte mich an einen guten französischen Film. Jede Figur wurde sorgfältig und tiefgründig herausgearbeitet, dadurch erhielten die Protagonisten ein Eigenleben. Für mich persönlich wurde die Geschichte und das Beziehungsdrama von Ella und René jedoch stellenweise zu langatmig. Der Kerngedanken des Wechselspiels zwischen Vergangenheit und Zukunft sowie der Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit fand ich sehr gelungen. Der Roman beinhaltet 552 Seiten, auf die man sich einlassen muss. Es lohnt sich aber definitiv und das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung.
Darum geht es: Ella und René sind jung und frisch verliebt. Sie kommen aus Ostdeutschland und verbringen, kaum dass die Mauer gefallen ist, ihren ersten gemeinsamen Urlaub in Südfrankreich. Dabei geraten sie auf das heruntergekommene Weinschloss der Madame de Violet. Als deren Sohn Alain auftaucht, ein aalglatter Geschäftsmann, stoßen drei Weltanschauungen aufeinander. Die Situation eskaliert. Am kommenden Morgen ist nichts mehr, wie es war. René fährt mit Alain nach Paris und wird von ihm in die High Society eingeführt. Ella bleibt zurück auf dem Schloss und taucht immer tiefer in die Welt von Madame de Violet und ihrem verschwiegenen Diener ein. Niemand weiß, dass die Gräfin mit dem Leben abgeschlossen hat und nur noch auf den passenden Moment wartet, sich von der Welt zu verabschieden. Was nur als kurze Zwischenübernachtung geplant ist, verlängert sich und plötzlich treffen Welten aufeinander. Ost trifft auf West, Vergangenheit auf Gegenwart. Und alle vier Personen müssen lernen sich miteinander auseinander und was sie wirklich wollen. Das Buch ist unglaublich und sehr atmosphärisch geschrieben. Nach dem Lesen hatte ich direkt Lust ins Auto zu springen und eine Reise durch Frankreich zu machen. Es war alles so schön beschrieben, dass ich wieder einmal Fernweh hatte. Leider hatte der Roman seine Längen und keine der Figuren konnte ich wirklich leiden. Irgendwie war mir alles zu melodramatisch, es gab zu viele Streitereien, die einfach nicht hätte sein müssen. 3 von 5 Sterne



