Faszinierend-schaurige Graphic Novel, die einem den ein oder anderen Schauer auf der Haut "schenkt". Stark 👍😎.
Was für ein Horror-Trip.
Die Graphic Novel ist die bildliche Umsetzung einer Kurzgeschichten von Kai Meyer. Das tolle ist, dass die Kurzgeschichte hinten im Buch enthalten ist. Man kann den Plot im Detail noch einmal nachlesen, da eine gezeichnete Umsetzung immer Teile auslässt. Die Geschichte ist ein reiner Alptraum. Ein leer stehendes Hotel, also ein Lost Place, wird ein Zufluchtsort für Jana und Tim, die von Rechten Schlägern während einer Demo verfolgt werden. Für sie öffnet das Hotel eine Tür und so stolpern die beiden blindlings durch die Gänge und Flure, auf der Suche nach einem Ausgang. Denn schnell merken sie, dass sie hier nicht allein sind, dass es etwas Grauenvolles mit ihnen durch die Gänge schleicht. Die Geschichte ist großartig. Düster, unheimlich und beklemmend. Die Aussage hinter der Story spiegelt das ebenfalls wieder. Opfert man ein Indivuum für das Gemeinwohl? Was ist die eigene Identität im Vergleich zu den vielen Erinnerungen eines Kollektives wert? Was wiegt mehr, Vergangenheit oder Gegenwart? Der skizzenhafte Zeichenstil von Jurek Malottke spiegelt sowohl den Zustand der Gesellschaft wider, als auch den psychischen Zustand der Protagonisten. Er lässt viel Freiraum für Interpretationen. Und das ist auch meine einzige Kritik an dieser Graphic Novel. Die Geschichte und das Setting fand ich super, aber der Zeichenstil war mir zu rudimentär. Manche Zeichnungen waren schwer zu entziffern, was wohl Sinn der Sache sein soll, mir aber nicht so gut gefallen hat. Da sind mir klare Linien lieber. Ein kleiner, aber tiefgründiger Horrortrip, in die Eingeweide der kollektiven Erinnerung.
Konnte mich leider nicht überzeugen. Teilweise habe ich mich ein wenig gegruselt, aber größtenteils war es eher eklig. Zudem kann ich mit dem Zeichenstil nichts anfangen leider. Ist mir zu grob und verschwommen. Teilweise hat man nicht erkannt, was eigentlich dargestellt werden sollte, weil alles nur wie verwaschene Farben aussah. Das hat die Spannung raus genommen und eher für Frust gesorgt. Die Geschichte in Textform am Ende fand ich besser. Manchmal ist ein Visualisierung eben doch nicht unbedingt nötig ;)
2020: Ich habe die Geschichte nun zum zweiten Mal gelesen und muss leider sagen, dass sie mir in Graphic-Novel-Form wesentlich weniger gefallen hat als in der für das Album von ASP. Der Zeichenstil war gar nicht meins und die Schaurigkeit kam durch die knapp gehaltenen Textzeilen auch nicht richtig durch. ----------------------------------------------------------------------- Eine exklusive Geschichte von Kai Meyer für ein Album meiner Lieblingsband, das noch dazu in meiner Wahlheimatstadt spielt - wie könnte ich da keine fünf Sterne vergeben? Antifa-Hausbesetzer-Protagonisten, die Adorno lesen, eine Demonstration, bei der Linke und Rechte aufeinandertreffen und alles eskaliert; alles davon schreit "Leipzig" und ich bin verliebt. Ich muss zugeben, mein erster Gedanke nach dem Lesen war "Wow, das war ganz schön eklig!" Die Erzählung vermittelt eine schaurig-gruselige Atmosphäre, die ganz wunderbar zu ASP passt. Schon die Aufmachung verursacht Gänsehaut, besonders wenn im Hintergrund der Seiten wie mit Blut geschrieben das Wort "Fleisch" steht... Ich glaube, ich war noch nie so gehyped beim Lesen einer Geschichte. Vor allem war es schön, Neues über das Astoria zu lernen. Und wenn man nahezu jeden Tag mit der Bahn daran vorbei fährt, bilden sich die schaurig-schönen Assoziationen ganz von allein. Uuuuuund in zwei Wochen ist Buchmesse und ich kann es kaum erwarten, Kai Meyer wieder zu treffen und ihn über die Hintergründe zu dieser Erzählung auszufragen!
Der Comic beinhaltet sowohl die Comic Version als auch die Kurzgeschichte in Schrift als Anhang. Dadurch konnte man erst den Comic auf sich wirken lassen und anschließend mit lesens der Geschichte die Kleinigkeiten, die vielleicht beim ersten Lesen nicht rüberkamen, erfassen. Um danach gleich wieder durch die Bilder zu blättern! Die Geschichte ist schaurig, ekel-gruselig und zeigt uns auf, dass wir nicht wissen, was so alles hinter verfallenen Gemäuern lauern kann. Die Zeichnungen sind sehr einzigartig und kunstvoll. Ich bin sehr beeindruckt, aber an einigen Stellen konnten mir Details nicht das Gefühl rüber bringen, wie es die Geschichte geschafft hat. Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen.
This isn't the first time I've read the story because it was published already as part of an album edition of one of my favourite bands. But I was very curious to see this in the form of a comic - or maybe it's a graphic novel. I'm not quite certain in this case. I found the style of the artwork very fitting, and I enjoyed the story as much as the first time around, maybe even a little more because the atmosphere of the pictures is so very dense and creepy.





