7. Mai
Bewertung:2

Der Autor entführt uns ins Süditalien der 70er-Jahre, eine ärmlichen Gegend am Rande Europas, in der rauhe Umgangsformen herrschen und auch Kinder wenig Zuwendung erfahren. Aus der Sicht eines dieser Kinder, des neunjährigen Michele, erzählt er die Geschichte eines heißen Sommers, in dem dessen Leben auf den Kopf gestellt wurde. Mich wühlte dieses Buch ob seiner Grausamkeit auf. Sollte es vor 50 Jahren in einem Teil Europas tatsächlich so zugegangen sein? Sollte einem neunjährigen Kind tatsächlich derart wenig Liebe gegeben worden und derart viel Leid widerfahren sein? Unfassbar!

Ich habe keine Angst
Ich habe keine Angstvon Niccolò AmmanitiEisele Verlag
4. Apr.
Bewertung:4

Auf dieses Buch bin ich eigentlich nur gekommen, weil wir demnächst in der Bibliothek Bücher italienischer Autoren*innen vorstellen wollen und beim Recherchieren wurde mir das vorgeschlagen. Es geht um den neunjährigen Michele, der bei einem seiner Streifzüge in der Umgebung seines kleinen italienischen Dorfes in einem alten, verfallenen Haus einen verwahrlosten Jungen entdeckt, der angekettet in einem Loch liegt. Michele behält es zuerst für sich, weil er es nicht so richtig für sich einsortieren kann und bringt dem Jungen Essen und Trinken. Im Laufe des Buches aber stößt er auf ein Geheimnis im Dorf, in das auch seine Eltern und sein bester Freund involviert sind und muss sich entscheiden, ob er dem Jungen helfen will und sich selbst damit in große Gefahr bringt ... Die Geschichte wird aus der kindlich-naiven Perspektive des neunjährigen Jungen geschildert und man ist mittendrin in seiner verzweifelten Gefühlslage, ob er sich für den entführten Jungen oder für seine Eltern entscheiden soll. Dementsprechend zerreißt einem das dramatische Ende das Herz 🤍!

Ich habe keine Angst
Ich habe keine Angstvon Niccolò AmmanitiEisele Verlag