Ich versuche meine Gedanken und Gefühle so gut es geht in Worte zu fassen: „Water Love“ hat mich in den ersten paar Seiten sofort fest im Griff. Genau kann ich nicht sagen warum, aber die Thematik und der rote Faden der Geschichte hat sich sofort eingebrannt bei mir. Vielleicht weil in letzter Zeit besonders viele schlimme Ereignisse auf dieser Welt passieren. Auch wenn „Water Love“ definitiv dystopische Vibes hat, hat die Geschichte gleichzeitig auch sehr realistische Züge. Genau deswegen hat mich die Handlung nicht losgelassen und ich habe das Buch ab einem Drittel regelrecht verschlungen. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen, weil so viele Theorien offen waren und ich mir nicht sicher war, wie die Geschichte enden wird. Ehrlicherweise möchte ich nicht zu viel vorweg nehmen, da es ein Einzelband und nicht gerade dick ist. Dank meines TBR Jar‘s habe ich „Water Love“ endlich aus den Untiefen meines SuB‘s befreit - und ich bin froh darüber. Am liebsten möchte ich das Buch allen empfehlen und wenn auch nur damit euch, obwohl es eine erfundene Geschichte ist, sämtliche Ereignisse zum Nachdenken anregen. Und vielleicht auch dazu bewegen, sich für das Einzusetzen was einem wichtig ist und vor allem was auch in Zukunft wertvoll sein wird.
Der Klappentext hat mich total neugierig gemacht denn ich liebe Dystopien. Das COVER fällt ins Auge und passt super zur Story. Der Schreibstil der Autorin ist gut ausgearbeitet und leicht zu lesen. Man findet gut in die Geschichte und bis auf ein paar Schreibfehler (z.B. Fabian statt Fabio etc.) sehr flüssig zu lesen. Die ersten Kapitel sind aus Belas Sicht geschrieben. Man lernt Ihn, seinen Kumpel und seinen Großvater kennen und wird langsam in die nicht abwegige Welt des Klimawandels und der Luftverschmutzung eingeführt. Wenn das wirklich mal so sein sollte dann ist das mehr als erschreckend. Man bekommt das erste Kennenlernen mit Sintje aus seiner Sicht mit und ab einem gewissen Kapitel wechseln sich die beiden ab. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Die Gefühle zwischen den beiden kamen bei mir zu Beginn nicht wirklich an auch blieben mir beide zu oberflächlich beschrieben. Was der Spannung aber keinen Abbruch getan hat. Auch bestimmte Nebencharaktere die eine wichtige Rolle in der Geschichte aus meiner Sicht hatten, blieben bis zum Ende hin verschollen und es sind viele Fragen nicht beantwortet worden. Also für mich definitv viel zu offenes Ende. Da könnte ruhig noch ein zweiter Teil folgen den ich gerne lesen würde. Ein schönes Buch für Zwischendurch das aber durchaus Potenzial nach oben hat da sehr viele Fragen unbeantwortet bleiben.
INHALT : Der neunzehnjährige Bela erwartet nicht mehr viel vom Leben. Nicht, nachdem seine Eltern vor drei Jahren bei einem Flugzeugunglück umgekommen und sein Großvater Laszlo, ein berühmter Maler, aus Ungarn zu ihm gezogen war. Erst recht nicht in einer Zeit, in der jeder die drastischen Bedrohungen des Klimawandels nervös verfolgt und sich fragt, wie er überleben wird. Wer zu den Waters gehört, wird das Glück haben gerettet zu werden. Seit Bela zurückdenken kann, regieren die Waters das Land. Doch Bela ist ein Landers, einer, der dazu verdammt ist, an Land zu bleiben, sollte es zur Katastrophe kommen. Warum muss ausgerechnet er sich in eine Waters verlieben? Warum muss genau in dem Moment die Smogwelle über Kiel Alarmstufe ROT auslösen und ihn und Sintje viel zu schnell wieder trennen? Als Bela im Bunker festsitzt, fragt er sich jeden Tag, ob es eine Hoffnung für ihre Liebe geben wird … QUELLE : AMAZON Meine Meinung : In " Water Love" geht es um den 19-jährigen Bela, der nicht viel von seinem Leben erwartet und nach dem er seine Eltern bei einem Flugzeugunglück verloren hat, wohnt sein Großvater mit ihm zusammen. Seine Zeit, in der er lebt, ist nicht gerade einfach durch den Klimawandel und dadurch das es da noch den Unterschied zwischen Waters und Landers gibt, wird es nicht einfacher. Als sich Bela in eine Waters verliebt wird es nicht einfacher.... Bela lebt seit dem Tod seiner Eltern zusammen mit seinem Großvater und muss unter keinen guten Bedingungen leben. Er ist ein authentischer Charakter der mich schon zu Anfang an in seinen Bann genommen hat. Sintje arbeitet in einer Fördereinrichtung in der Kinder betreut werden und lernt dadurch Bela kennen. Als Waters hat sie ein anderes Leben und doch ist sie jemand, der den Kindern in der Einrichtung helfen will. Auch sie ist eine Protagonistin, die ich beim Lesen einfach toll fand und ich mich gut in sie hineinversetzen konnte. Der Schreibstil von Marion Hübinger hat mich direkt in die Geschichte gezogen und ich war direkt im Buch. Der Sichtwechsel der Charaktere wie Bela oder Sintje hat noch mehr kennen lernen und ihre Gedanken und Gefühle während der Handlung erfahren. Die Kulisse ist nicht gewöhnlich und die Zeit ist keine einfache, weil es dramatische Bedrohungen durch den Klimawandel gibt. Die Nebencharaktere wie Belas Großvater oder die anderen wie Fabio haben mich ebenso neugierig gemacht und ich fand sie haben die Handlung genauso mitgestaltet wie die Hauptfiguren. Die Spannung und Handlung hat mich schon zu Beginn als man erst Mal Bela und dessen Lebensumstände kennen lernt. In seiner Welt ist,gerade keine einfache Atmosphäre denn der Klimawandel ist zur einer großen Bedrohung für die Menschen geworden. Eine Smogwelle könnte bald folgen und dann wäre bald die Alarmstufe Rot fällig. Doch das nicht Belas einziges Problem. Er gehört zu den Landers, die leider nicht sehr hoch angesehen sind in seiner Welt und dafür aber die Waters umso mehr. Denn sie haben die Macht und haben damit bestimmt, das die Landers an Land bleiben müssen, während die Waters gerettet werden können.. Das können Bela noch seine Freunde begreifen. Als eines Tages Sintje kennen lernt, merkt Bela, das es auch Waters gibt die anders sind. Doch was passiert, wenn plötzlich Gefühle da sind. Bevor beide sich mehr darüber Gedanken machen können, wird Alarm ausgelöst und beide werden auseinandergerissen. Werden sie sich in dem Chaos wiedersehen? Kann Bela dem Smog entkommen und gibt es eine Hoffnung für ihn und Sintje? Dies erfahrt ihr, wenn ihr euch Water Love auf euren Reader oder ins Regal holt. Dieses Buch verspricht es den Leser mitzunehmen und ich konnte mich kaum davon lösen. Das Cover ist dem Verlag einfach wieder gelungen und es verrät noch nicht so viel, aber das Wasser außen rum kann schon einen kleinen Tipp geben, welche Rolle es spielen wird im Buch. Der Schriftzug setzt die letzten Akzente. Das Ende lässt auf jeden Fall noch Luft und ich könnte mir gut vorstellen, dass es noch weitergehen wird. Ich bin gespannt was sich Marion einfallen lässt und das Buch landet auf jeden Fall wieder auf meinem Reader. Fazit : Mit „ Water Love“ schafft Marion Hübinger einen besonderen Fantasy Roman, der zeigt das man durch Liebe alles erreichen kann, auch wenn die Bedingungen nicht einfach sind. Sintje und Bela sind Charakter, die man nicht so leicht vergisst und ich freue mich auf Marions nächstes Werk.
Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, denn zum einen klang der Klappentext sehr interessant und zum anderen spielt es in meiner Heimatstadt Kiel. Eine Dystopie in meiner Heimat klang einfach zu gut. Damit sind wir auch schon bei dem größten Problem: das world-building bzw. die Darstellung der Stadt. Auf mich machte es leider den Eindruck als ob die Autorin sich die Stadt lediglich auf einer Karte angeguckt hat. Dies soll nicht heißen, dass ich erwarte, dass der Ort genau so ist wie ich ihn aktuell kenne, aber ich erwarte, dass sich ein Autor mit den Gegebenheiten und Geflogenheiten an seinem Handlungsort auseinander gesetzt hat. Es muss ja einen Grund geben, warum der Autor gerade diesen Ort gewählt hat, ansonsten hätte man auch einen fiktiven Ort gestalten können, an dem gilt "Ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt." An sich gibt es nur viele Kleinigkeiten, die einen Kiel erkennen lassen, aber selbst bei diesen wenigen Punkten ist mir sehr viel negativ aufgefallen. Der größte Bock überhaupt war für mich, dass aus dem Ostseekai (den es übrigens aktuell gibt) der Nordseekai wurde. Ich kann nicht sagen, ob das nun beabsichtig war oder nicht, aber für jemanden von der Ostsee grenzt das an Blasphemie. Ebenso ist eine Förde keine Hafeneinfahrt. Dies mögen für manche Kleinigkeiten sein und jemandem, der nicht von hier kommt, wird es vermutlich kaum auffallen, aber mir haben diese Dinge enorm den Lesespaß genommen und ich habe mich fast durchgehend aufgeregt. Dazu kommt dann, dass es viele süddeutsche Formulierungen gab, die dann einfach nicht zum Handlungsort passen. An mancher Stelle war ich mir auch nicht sicher wie etwas gemeint sein soll, z.B. heißt es einmal "Sein Handy hupte." Ist damit ein Klingelton gemeint oder einfach, dass das Handy klingelt, hupen sagt man dazu hier definitiv nicht. Die Geschichte selbst hatte für mich leider ebenso wenig Höhepunkte. Vieles plätschert einfach vor sich hin, selbst der Smogalarm verpufft in wenigen Seiten ohne große Spannung. Insgesamt kam über das gesamte Buch nur wenig Spannung auf und es wird insbesondere bei den Waters viel zu wenig beschrieben und erklärt. In der zweiten Hälfte habe ich dann etwas großzügiger gelesen, da mich die Geschichte nicht wirklich packen konnte. Das Thema Smog fand ich wirklich spannend für das setting einer Dystopie und war definitiv mal was neues, aber leider wirkte es einfach nicht und hat mich auch nicht wirklich zum überlegen angeregt.
Cover: Das Cover ist ein richtiger EyeCatcher und ich bin ganz fasziniert von den Details. Die Spiegelung unterhalb der Schrift ist klasse gelungen. Es gehört für mich unbedingt ins Regal. Zum Buch: Mir gefällt es das man aus verschiedenen Sichtweisen liest, natürlich meistens aus der von Bela, da bei ihm so einiges geschieht während der Geschichte. Ich kenne den Schreibstil der Autorin schon aus anderen Büchern, trotzdem hat es sich hier etwas anders angefühlt, nicht ganz so locker und leicht. Flüssig lesbar und super verständlich war es trotzdessen. Protagonisten: Bela ist ein kreativer, willensstarker und sehr mutiger junger Mann. Anfangs war er eher für mich wenig interessant und hatte nichts was mir in Erinnerung blieb, doch das hat sich schnell geändert und ich war beeindruckt von seiner Sturheit und seinem starken Willen zu helfen. Er ist jemand der sein Wort hält, egal welche Hürden auf ihn zukommen. Sintje schaut auch mal über den Tellerrand der Gesellschaft hinaus und urteilt nicht vorschnell. Sie ist eine liebevolle, engagierte junge Frau, das sich nicht scheut ihre Meinung direkt zu sagen. Meine Meinung: Ein Buch mit einem etwas ernsteren Hintergrundthema. Das Klima. Doch es ist spannend verpackt, sehr informativ und detaillreich und regt einen etwas zum Nachdenken an. Ich habe mit den Charakteren mitgefiebert und war gespannt, was alles passiert. Das Buch hatte nicht viele actionreiche Momente, doch es war immer unterschwellig eine Spannung da, die man immer gespürt hat. Mir hat die Geschichte wirklich gefallen und ich frage mich was aus den ganzen Charakteren nun wird, nachdem ich so schnell durch war mit dem Buch. Lest es, macht euch eine Meinung und erfreut euch an diesem tollen Cover!




