Abgebrochen, weil ich einfach nicht in die Story reinkam und ihr auch überhaupt nicht folgen kann.
Der Fantasy- Roman „Das Blut der sieben Könige“ aus der Feder von Régis Goddyn ist der Auftakt zu einer Reihe und kann daher ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Klappentext: Es gibt zwei Arten von Menschen. Jene mit gewöhnlichem rotem Blut und jene mit blauem. Letztere nennt man Wiedergänger. Das blaue Blut verleiht ihnen besondere Fähigkeiten – Langlebigkeit, übermenschliche Stärke oder außergewöhnliche Schnelligkeit. In manchen Fällen schenkt es ihnen sogar sensorische Kräfte und die Fähigkeit, die Realität zu beeinflussen. Legenden erzählen von sieben blaublütigen Königen, welche die Welt eroberten und tausend Jahre lebten. Nun herrschen ihre Nachkommen im Adel und der Armee. Doch was ist Wahrheit und was nur Propaganda, um die feudale Hierarchie aufrechtzuerhalten? Der Klappentext und auch das Cover konnten meine Neugier wecken, das Buch hat sich spannend angehört, doch leider hält es meiner Meinung nach nicht die Anforderungen und Erwartungen, welche ich an diesem Reihenauftakt hatte. Ich bin leider recht schwer in das Buch hineingekommen. Dies lag an verschiedenen Aspekten, mit denen ich leider nicht zurechtgekommen bin. Zum einen war dies der Schreibstil. Dieser ist beschreibend und teilweise viel zu detailliert an Passagen, die man nicht unbedingt so genau vertiefen muss. Durch diesen Schreibstil ist es recht mühselig, in die Geschichte hineinzufinden. Dank der vielen detaillierten Beschreibungen wirkte der Erzählstil auch recht distanziert auf mich, man kommt sich eher wie ein geduldeter stiller Beobachter vor, nicht wie ein Teil dieser Geschichte. Ein anderer Aspekt, der es mir schwer gemacht hat, ist, dass man als Leser einfach in die Handlung hinein geworfen wird. Dabei wird man mit Namen und Begriffen bombardiert, durch welches man sich erst einmal durcharbeiten muss und versucht dabei, den Überblick zu bewahren. Die Namen haben auch mich recht verwirrend gewirkt. Ich wusste nicht, welcher davon für die Handlung relevant ist und welcher nur einen kurzen Auftritt hat. Dies machte mir den Einstieg schwer, konnte ich nicht alle Namen nicht sofort zuordnen. Leider empfand ich das Buch streckenweise auch recht langatmig. Die Reise des Protagonisten wird zum Teil sehr genau erzählt, welche Hürden dieser meistern muss und gegen wen er sich behaupten muss. Dies war mir persönlich zu detailliert, manchmal hätte ich mir ein paar Kürzungen gewünscht. Erst recht spät kommt Spannung auf, durch den ersten Part des Buches musste ich mich ganz schon durchkämpfen und war kurz davor, aufzugeben. Die Handlung, die Spannung versprochen hat, war der Teil rund um den König und die Story rund um das Blaue Blut. Die Geschichte rund um den König empfand ich als sehr konfus und undurchsichtig. Es wirkte auf mich eher verwirrend und hat viele Fragezeichen in meinem Gesicht hervorgerufen. Viele spannende Aspekte wurden aufgewirbelt, kurz angedeutet und ohne erklärende Worte debattiert. Hier haben die aufklärenden Worte gefehlt – es fehlten die Hintergrundinformationen, mit denen manche Zusammenhänge klar gewesen wären, sodass diese Handlung bestimmt mehr Spaß gemacht hätte. So fand ich diese Ausführungen leider nur verwirrend, schade um das verschenkte Potential. Der fantastische Part mit dem Blauen Blut wird leider auch eher stiefmütterlich behandelt. Es gibt Menschen, in dessen Adern Blaues Blut fließt. Sie sind Nachkommen aus dem Königshaus, jedoch ist dies nicht immer sofort erkennbar, dennoch wird bei jeder Geburt ein Test auf Blaues Blut gemacht. Teilweise können diese Menschen Fähigkeiten entwickeln oder auch ein besonderes Talent ausbilden. Doch leider bleibt dieser fantastische Part eher im Hintergrund, die paar Informationen, die man bekommt waren zusammenhangslos oder nicht aussagekräftig genug. Orville ist der Protagonist in diesem Buch. Er ist ein Soldat, der recht früh eine besondere Mission bekommt, die er sich stellen muss. Man verfolgt recht detailliert seine Reise, wie er diese Gruppe verfolgt, welche Gedanken er dabei hat – er schreibt eine Art Reisetagebuch und hält seine Geschehnisse recht sachlich fest. Zu Beginn wirkte er auf mich recht überheblich, hat keinen Rat angenommen. Im Verlauf der Handlung macht er eine Veränderung durch, wächst mit seinen Aufgaben. Seine ehrgeizige Art ist dabei recht hilfreich und er steigt zu einer Position auf, die ich ihm zu Beginn des Buches nicht zugetraut hätte. Dennoch wurde ich mir nicht wirklich sympathisch. Er wirkte auf mich recht kühl und teilweise auch berechnend. Schade finde ich es, dass eigentlich alle Nebencharaktere blass geblieben sind – sie haben eine Aufgabe in der Handlung zu erfüllen und nicht mehr. Recht spät wird ein junges Mädchen, an ihrer Seite an Theokrat, eingeführt, welche Fähigkeiten hat. Sie scheint für den zweiten Band relevant zu sein. Näheres kann ich zu ihrer Person noch nicht sagen. Leider konnten meine Erwartungen an „Das Blut der sieben Könige“ von Régis Goddyn nicht erfüllt werden. Der Protagonist war mir persönlich unsympathisch, der Schreibstil war zu beschreibend und zu distanziert. Und auch das Potential der eigentlich recht interessanten Handlung wurde nicht genutzt, vieles wurde nur kurz angerissen und war daher eher verwirrend als hilfreich. In diesem Fantasy- Buch wurde meiner Meinung nach der falsche Schwerpunkt gesetzt. Daher kann ich leider nur 2 Sterne vergeben.
Als ich Das Blut der sieben Könige von Régis Goddyn sah, wollte ich das Buch unbedingt lesen. 440 Seiten HighFantasy aus dem Cross Cult Verlag und dazu ein Klappentext, der auf eine spannende Geschichte hoffen ließ. Anfangs bin ich sehr schwer in die Geschichte hineingekommen. Es wird sehr detailliert von der Landschaft und den Bauten geschrieben und ich konnte mir dadurch die wichtigen Orte auch sehr gut vorstellen. Allerdings ist unter den ganzen Beschreibungen der Start der Handlungen etwas untergangen. Alles beginnt mit der Entführung zweier Kinder, die etwas Großes ins Rollen bringt. Geheime Befehle des Königs treten in Kraft, bei denen die Handelnden selbst ziemlich im Dunkeln tappen. Es ist von Rebellen die Rede, einem Pakt und einer großen Gefahr von Seiten der einfachen Wiedergeborenen. Die Scheiterhaufen brennen wieder und abseits von diesem ganzen Chaos schlägt sich der Protagonist Orville durch die Berge, um den entführten Kindern zu folgen. Orvilles Weg war für mich noch sehr verständlich, aber alle Handlungsstränge, die beim König des Ersten Reiches spielten, war ein ziemliches Durcheinander, bei dem ich einfach nicht mitgekommen bin. Zu viele Andeutungen und irgendwann habe ich einfach nur noch gehofft, dass irgendwann einmal klar gesagt wird, was genau der Pakt besagt und wie die Garde da mitspielt und vor allem, wieso die Wiedergeborenen des Adels, die ja nicht auf dem Scheiterhaufen landen wie die des einfachen Volkes, bereit sind so zu leben wie sie leben müssen. Und als ich dann nach guten 150 Seiten endlich das Gefühl hatte, bei dieser blauen Blut Sache durchzusteigen, gab es neue Informationen, die ich nicht einzuordnen wusste. Letztens Ende kann ich nur sagen, dass ich nur einen groben Überblick über die politischen Entscheidungen der Vergangenheit und Zukunft habe, die ganze Religion um das blaue Blut nicht verstehe und ich beides richtig nervend fand. Ich will doch verstehen, worüber ich lese und mich auf eine Seite stellen können. Obwohl die Rebellenseite eigentlich gar nicht auftaucht, sondern sie nur ein Mythos ist, der den Herrschern große Angst einjagt. Im Zweifel jedoch für die Rebellion :) Orvilles Handlungen habe ich allerdings gerne verfolgt. Durch ihn wurde mir schnell klar, dass da neben roten und blauen Blut noch etwas Anderes im Raum steht. Etwas wovon Orville selber keine Ahnung hat. Allerdings ist ihm zum Glück sehr schnell bewusst, dass in einer Zeit, wo die Scheiterhaufen lodern, merkwürdige Ereignisse lieber unerzählt bleiben sollten. Ich kann nicht sagen, dass Orville mir sympathisch ist oder ich mit ihm gelitten hätte, bei dem was er so durchmachen musste. Dafür wird zu distanziert erzählt. Es ist mehr ein Beobachten als ein Miterleben. Aber Orville ist ein interessanter Charakter, der tut was getan werden muss, und ein guter Menschenkenner zu sein scheint. Auch wenn er und allgemein die Männer in diesem Buch anscheinend nicht viel von Frauen halten. Bzw. ich das Gefühl hatte, dass Frauen eigentlich nichts zu sagen haben. Sie tauchen allerdings auch kaum auf. Nur zum Ende des Buches scheint für den nächsten Band und die weitere Handlung ein junges Mädchen eingeführt worden zu sein, die vielleicht noch eine größere Rolle spielen wird. Dadurch, dass ich anfangs kaum etwas von der Welt verstanden hatte und kurze Zeit übers Abbrechen nachdachte und der Tatsache, dass ich am Ende des Buches wieder total verwirrt war, hat leider auch die Spannung gelitten. Orvilles Weg hat seinen Charakter zwar stark weiterentwickelt, aber auch da konnte ich nicht so mitfiebern. Für mich lag das auch viel am Schreibstil. Er war mir zu distanziert. Zu beschreibend. Ich gewöhnte mich an ihn, aber diese Art des Erzählens berührt mich leider nicht so wie andere Arten. Da das Buch mich mehr aufgeregt hat, als das es mir Freude bereiten konnte, allerdings einen guten Mittelteil hatte und mir die Idee der Welt, soweit ich sie verstanden habe, gefiel, bekommt es von mir zwei Sterne.


