20. Juni
Bewertung:4

Seit Ewigkeiten der erste Thriller, der mich wirklich mal wieder mitreißen konnte. Lange habe ich im Dunkeln getappt. Ich habe Vermutungen gehabt, aber nie so ne richtige Lösung. Spannend, unerwartete Wendungen, interessante Figuren - was will man mehr?!

Zu nah
Zu nahvon Olivia KiernanHarperCollins
10. Mai
Bewertung:3

Krimi kein thriller

Autorin: Olivia Kiernan Buch : Zu nah Gelesen als Taschenbuch ⭐⭐⭐ Klappentext: Die angesehene Wissenschaftlerin Eleanor Costello ist tot. Erhängt in ihrem Schlafzimmer. Frankie Sheehan, Detective im Dubliner Police Department und schwer gezeichnet von ihrem letzten Fall, glaubt nicht an Selbstmord. Jemand war bei Eleanor, als sie starb. Jemand, der sadistische Lust an brutalen Spielchen hat. Schon bald wird eine zweite Leiche gefunden: eine junge Frau - zu Tode gefoltert. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und für Frankie geht es erneut um Leben und Tod. ⭐⭐⭐ Meine Meinung: Wo fange ich am besten an. Dieses Buch ist im Präsens geschrieben, in der Gegenwartsform. Das mag ich nicht sonderlich. Hat meinen Lesefluss leider auch gestört. Ich bin sehr schwer in die Geschichte gekommen, hatte mir den ganzen Namen und Personen zutun, dies wurde dann im Laufe des Buches besser, störte mich aber. Frankie war mir sympathisch (auch wenn sie viel raucht und trinkt), die Ermittlungen waren spannend. Das Ende war zwar schlüssig, aber mir zu "abgehackt".. ich kann es gar nicht weiter beschreiben, ich denke das muss man gelesen haben. ⭐⭐⭐ Fazit: Diese Geschichte ist ein netter Krimi, den man zwischendurch lesen kann, keines falls ein Thriller. Für mich Person nichts Besonderes, es gibt definitiv spannendere und packendere Krimis als diesen.

Zu nah
Zu nahvon Olivia KiernanHarperCollins
22. Sept.
Bewertung:3

„Zu nah“ ist der Auftakt zu einer neuen Thriller-Reihe rund um die Ermittlerin „Frankie Sheenan“. Das Buch beginnt ohne grosse Vorgeschichte direkt mit dem ersten Todesfall der Wissenschaftlerin Eleanor Costello. Ich muss gestehen, dass ich am Anfang Mühe hatte, in die Geschichte rein zu finden, weil man nicht nur direkt mit den ersten Ermittlungen als Leser „überfallen“ wird, sondern auch mit zahlreichen Namen aus dem Team, ohne genauere Beschreibungen der einzelnen Charaktere. Diese anfängliche Orientierungsschwierigkeit hat sich dann aber zum Glück nach einer Weile gelegt, spätestens nachdem der zweite Mordfall aufgedeckt und mit dem ersten in Zusammenhang gebracht wird. Da fiel es mir auch leichter, die Verbindungen zwischen den verschiedenen Opfern und ihren möglichen Tatverdächtigen herzustellen. Trotzdem verzichtet die Autorin auch im weiteren Verlauf darauf, näher auf die Charaktere aus dem Ermittlerteam einzugehen. Man erfährt zwar nach und nach ein klein wenig mehr über die Vergangenheit und die Traumatisierung der Protagonistin Frankie, aber leider bleiben sowohl sie, als auch die restlichen Charaktere – die vermutlich in den späteren Teilen wiedererscheinen werden – bis zuletzt sehr blass und ohne Tiefe. Das machte es mir beinahe unmöglich, Sympathien zu den einzelnen Personen aufzubauen und die meisten Charaktere waren mir schlichtweg egal. Nur bei Frankie hat sich bei mir aufgrund ihrer Vorgeschichte eine gewisse Abneigung entwickelt, denn sie hat sich sowohl in ihrem letzten, traumatisierenden Ermittlungsfall, als auch in der aktuellen Mordermittlung in „Zu nah“ gegen Ende hin sehr naiv und unbedacht verhalten und begibt sich dadurch zweimal in die gleiche, hochgefährliche Situation. Eigentlich wäre von einer erfahrenen Ermittlerin vermutlich etwas mehr Vorsicht zu erwarten. Und wenn sie so sehr an ihrem alten Fall zu knabbern hat, dann kann man doch annehmen, dass sie aus ihrem letzten Fehler gelernt hat und sich nicht mehr auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter begibt. Der Fall an sich war dagegen sehr fesselnd. Obwohl ich den Schreibstil nicht überragend fand, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Autorin schafft es, immer nur so viel aufzudecken, um die Spannung bis zuletzt aufrecht zu erhalten und den Leser neugierig zu machen. Die Auflösung des Täters fand ich aber leider etwas enttäuschend und willkürlich. Die Identität des Täters konnte mich zwar überraschen, aber vielmehr, weil es sich dabei um eine x-beliebige Person gehandelt hat, die man einfach hätte austauschen können. Dadurch hat es sich die Autorin in meinen Augen ein bisschen leichtgemacht und auch zu einem Klischee gegriffen, den ich schon in so vielen anderen Krimis oder Thrillern gelesen habe. Hier hätte ich einfach einen grösseren Schocker erwartet. Fazit: Ein fesselnder Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, der es schafft über die gesamte Story eine Spannung aufzubauen, die aber leider zuletzt in einer etwas enttäuschenden Enthüllung des Täters abflacht. Die Personen aus dem Ermittlerteam rund um Frankie bleiben leider bis zum Schluss nur Namen ohne Gesichter, da man weder irgendwelche charakterlichen Attribute, noch Dinge aus deren Vergangenheit erfährt, die den Leuten etwas mehr Tiefe vergeben hätte. Für die Folgebände bleibt noch Luft nach oben.

Zu nah
Zu nahvon Olivia KiernanHarperCollins
6. Dez.
Bewertung:4

Ein spannungsgeladner Thriller mit vielen unerwarteten Puzzleteilen, die bis zum Schluss immer wieder neu gemischt werden. Man steigt als Leser quasi mittendrin ein - in der Leichenhalle, wo gerade eine vermeindliche Selbstmörderin obduziert wird. Allerdings stellt sich der Selbstmord schon bald als Mord heraus. Und dieser soll nicht der einzige bleiben. Denn auch die Geliebte des Mannes vom ersten Opfer wird nur wenige Tage später mitten im alljählichen Halloweenfeuer tot aufgefunden. Vom Mann fehlt allerdings jede Spur. Allerdings ist alles zusammen wesentlich verzwickter, als man denkt. Daher kann ich vom eigentlichen Inhalt hier auch nur sehr wenig wiedergehen, da ich sonst Gefahr laufe zu spoilern. Ich kann nur sagen, dass ich diesen Thriller vom Anfang bis zum Ende absolut spannend fand und meinen eReader am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Die Protagonistin Frankie Sheehan ist eine absolut taffe Ermittlerin, die sich nicht so leicht von etwas abbringen lässt. Ihre eigenverantwortlichen Handlungen bringen sie jedoch immer wieder in Gefahr. Leider bleiben am Ende noch ein paar kleine Fragen offen. Zum Beispiel wird Frankie immer mal wieder von einer unterdrückten Nummer angerufen und am anderen Ende der Leitung härt sie lediglich jemanden atmen. Aber was genau es mit diesen Anrufen auf sich hat, wurde leider nicht wirklich aufgeklärt. Nichtsdestotrotz habe ich diesen Thriller wirklich sehr gern gelesen und freue mich schon jetzt auf weitere von der Autorin, die es hoffentlich geben wird.

Zu nah
Zu nahvon Olivia KiernanHarperCollins
23. Sept.
Bewertung:5

Olivia Kiernan legt mit “Zu nah” ein beeindruckendes Debüt vor: intelligent und komplex geschrieben, mit großartigen Wendungen, die alles verändern. Sogar die Grenzen zwischen Täter und Opfer verschwimmen zunehmend, so dass sich zur Jagd nach dem Mörder die dringliche Frage nach Schuld und persönlicher Verantwortung gesellt. Wer zieht hinter den Kulissen wirklich die Fäden? Die Handlung ist vielschichtig. Der Maler Chagall spielt ebenso eine Rolle wie BDSM, Gift, das Darknet, Snuff_… Dazu kommt ein alter Fall, bei dem Ermittlerin Frankie Sheehan fast getötet worden wäre. Schon bald vermutet sie, das es zwischen diesem und dem aktuellen Fall einen Zusammenhang gibt. Das Tempo ist von Anfang an rasant, der Spannungsbogen hoch, doch die Autorin schraubt ihn immer weiter hoch. Ein zweites Opfer wird gefunden und die Presse ist entzückt: nur noch einen Mord entfernt vom Serienmörder! Dieses zweite Opfer führt Frankie zurück in die Heimat, zu Menschen, die sie schon seit ihrer Kindheit kennt. Es widerstrebt ihr, ihnen zu misstrauen und sie als mögliche Täter anzusehen, aber die Beweise zwingen sie, es zumindest in Betracht zu ziehen. Zum fulminanten Finale bleiben Frankie schließlich nur noch 24 Stunden. 24 Stunden, um den Schuldigen zu stellen und den Opfern Gerechtigkeit zu verschaffen. Die Autorin verwebt die einzelnen Hinweise und Handlungsstränge geschickt, bis hin zu einer schlüssigen Auflösung. Im Laufe des Buches begegnet der Leser vielen Menschen, wovon einige einen Grund haben, der Polizei gegenüber nicht aufrichtig zu sein. Hier gibt es kein Schwarz oder Weiß; die Grenzen zwischen Schuld und Unschuld sind fließend. Die Charaktere werden vielschichtig beschrieben und verfallen meines Erachtens nie in Klischees. Der erste Opfer, Eleanor Costello, ist dafür das beste Beispiel. Auf den ersten Blick ist sie die perfekte Ehefrau, mit einer tadellosen Karriere und einem blütenweißen Leumund. Je mehr Frankie jedoch an dieser schönen Fassade kratzt, desto mehr Risse zeigen sich. Frankie selber ist ein authentischer Charakter mit Ecken und Kanten. Sie ist hochintelligent, ihr intuitives Gespür kommt ihr bei den Ermittlungen oft zugute. Sie sieht über das Offensichtliche hinaus, denkt auch mal um die Ecke. Anderen Menschen gegenüber kann sie jedoch sehr schroff sein, sogar ihrem eigenen Team gegenüber. Als sie zum Beispiel nach ihren schweren Verletzungen im letzten Fall zur Arbeit zurückkehrt und feststellt, dass ihr Team Kuchen gebacken und Partyhütchen mitgebracht hat, ist sie keineswegs gerührt: Zitat: »Inspector, sie sollten mich allmählich besser kennen. Ich dulde keine Mitleidspartys für meine Mitarbeiter und erst recht nicht für mich selbst. Habe ich mich klar ausgedrückt?« Die Sprache ist klar und direkt, aber dennoch ausdrucksstark und voller Atmosphäre. Der Tonfall gibt dem Leser ein sehr gutes Gespür für Frankies Persönlichkeit. Zitat: ‘Eine Wolke Zigarettenqualm schwebt kurz vor mir, zieht dann hinaus in die tobende Nacht. Der Wind hebt mir die Haare aus der Stirn, jagt mir eine Gänsehaut über den Rücken. Ich verschränke die Arme. Mein Spiegelbild schneidet im Fenster vor mir Grimassen, und der Innenraum meiner Wohnung ragt hinaus in die Dunkelheit.’ _ Snuff: Filme von echten Morden FAZIT Die renommierte Wissenschaftlerin Eleanor Costello wird erhängt aufgefunden, scheinbar ein klarer Suizid. Ermittlerin Frankie Sheehan fällt jedoch ein scheinbar unbedeutendes Detail auf, das ihr sagt: Eleanor war nicht alleine, als sie starb. Die Ermittlungen führen ins Darknet, aber auch so gegensätzliche Dinge wie häuslische Gewalt und die Farbe Preußischblau spielen eine Rolle in diesem vielschichtigen Fall. “Zu nah” ist ein gelungenes Debüt. Die Spannung baut sich schnell auf, die Autorin verwebt die verschiedenen Handlungsstränge und Ermittlungsansätze gekonnt. Die Geschichte ist originell und unverbraucht, und Frankie kann als Protagonistin mit starker Persönlichkeit punkten.

Zu nah
Zu nahvon Olivia KiernanHarperCollins
14. Sept.
Bewertung:4

Der Klappentext hat mich sehr neugierig gemacht und ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht. Frankie, Baz und Co. waren sehr sympathische und authentische Charaktere, die nicht nur strikt ihre Anweisungen befolgen, sondern durchaus ihre verpeilten Eigenheiten haben. Frankie mag ich besonders gerne, nicht nur ihre Arbeitseinstellung hat mir sehr imponiert, sondern auch ihre düsteren und sarkastischen Gedanken, die genau meinen schwarzen Humor getroffen haben. Auch Baz mag ich sehr gerne und ich hoffe, wir lernen das Team um Frankie in den Folgebänden noch besser kennen (wenn welche hoffentlich geplant sind). Der Handlung lag durchaus eine interessante und spannende Grundidee zugrunde, die mir auch zum Ende hin sehr gut gefallen hat. Leider hat die Spannung im Mittelteil ein wenig gelitten und es fühlte sich so an als würde man als Leser auf der Stelle treten und nicht weiterkommen. Doch die letzten 50 Seiten waren wieder absolut spannend und mit dem Täter hätte ich nicht gerechnet. Die Autorin konnte mich durchaus überraschen. Insgesamt hat mir der Thriller sehr gut gefallen, ich muss nur einen Stern abziehen aufgrund der Langatmigkeit im Mittelteil. Ansonsten kann ich dieses Werk allen Thrillerliebhabern, die es nicht so blutig mögen empfehlen.

Zu nah
Zu nahvon Olivia KiernanHarperCollins