
Das Ehepaar Ashcroft ist glücklich. Nach langer Zeit ist Linda endlich schwanger, alles scheint für Jefferson perfekt zu sein. Da ist zwar noch der Umstand, dass er eine ziemlich üble Infektion hat und dass seine Frau tot ist, aber da er seinen Verstand verloren hat, spielt das keine Rolle. Ich bin eher durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und wurde nicht enttäuscht. Im Prolog, wird uns die Geschichte der Familie Ashcroft erzählt, das mich in der Erzählweise sehr an Lovecraft erinnert. Danach wechselt der Stil, bleibt aber, atmosphärisch und spannend. Ohne zu sehr ins Detail gehe zu wollen, bekommen wir auf ca. 240 Seiten eine schöne und schaurige Geschichte erzählt. Wie viel Verlust kann jemand ertragen? Wie wichtig ist die Akzeptanz des unvermeidbaren? Persönlich kann ich das Buch empfehlen, der Ekel-Faktor ist zwar da, ist aber ertragbar. Schreibstil und Aufbau ist gut und der gemeinsame Verfall des Ehepaares rundet die kurzweilige Geschichte ab. Als kleines Easter Egg oder Verweis, taucht ein Exemplar von De Vermis Mysteriis auf, das einige Leser bereits von Bloch, Lovecraft oder King kennen. Zum Abschluss bleibt mir nur noch zu sagen: tolles Buch, 4 von 5 Leichensäcke.
