
Zur Geschichte:
"Kein Erwachsener hatte uns aufgehalten. Auch später nicht. Nur einer hätte gereicht. Großer Gott, warum hat keiner etwas getan?" Deutschland, Anfang der 1990er Jahre. Ein kühler Tag im Februar. Zwei Jungs, zehn und elf Jahre alt, entführen ein Kleinkind aus einem Einkaufscenter. Was als harmloser Spaß anfängt, entwickelt sich zu einemwahren Albtraum. Und plötzlich ist nichts mehr so, wie es einmal war. Inspiriert von einem wahren — Diese Novelle war für mich eine einzige Enttäuschung. Schon nach wenigen Seiten fiel auf, wie schlecht das Korrektorat der Selfpublishing-Ausgabe gearbeitet hat. Die Geschichte ist gespickt mit Rechtschreib-, Grammatik- und Ausdrucksfehlern, von denen einige so offensichtlich sind, dass sie den Lesefluss ständig unterbrechen. Dadurch wirkt die gesamte Handlung erschreckend amateurhaft – eher wie ein hastig verfasster Schulaufsatz als ein veröffentlichtes Buch. Besonders problematisch fand ich die Grundidee. Das Verbrechen, das als Inspiration diente, gehört für mich zu den grausamsten und erschütterndsten Fällen überhaupt. Umso weniger konnte ich nachvollziehen, warum der Fokus hier ausgerechnet auf einem der Täter liegt und darauf, wie es ihm während und nach der Tat ergangen sein soll. Selbst wenn er zum Tatzeitpunkt selbst noch ein Kind war, konnte ich dafür keinerlei Verständnis aufbringen. Mit zehn Jahren weiß man durchaus, was richtig und was falsch ist. Natürlich wäre es unmöglich gewesen, den Fokus auf das dreijährige Opfer zu legen. Das erwähnt der Autor auch selbst im Nachwort. Trotzdem erschließt sich mir der Sinn dieser Geschichte nicht, da die Täter für mich schlicht Abschaum sind. Wäre das Ganze rein fiktiv, hätte ich vermutlich weniger Probleme damit gehabt. Statt einer bewegenden oder tiefgründigen Auseinandersetzung mit dem Thema erhielt ich eine oberflächliche und handwerklich schwache Geschichte, die dem schrecklichen Hintergrund weder gerecht wird noch etwas Interessantes hinzufügt. Für mich wirkte das Ganze unnötig, geschmacklos und leider auch noch schlecht geschrieben. Zeitverschwendung.









