
Großartig auf so vielen Ebenen!
„Damals, als wir noch zusammen waren, schien es, als würdest du dich immer weiter von mir entfernen. Das war sehr hart für mich. Aber wenn ich deine Manga las, war es, als wärst du ganz nah bei mir. Dann wurde mir immer gleich klar, dass das der Ort war, an dem du glücklich warst.“ Taiyo Matsumoto taucht auch in diesem zweiten Band ganz tief in den Alltag von Mangaka und ihren Redakteuren ein. Wir geleiten weiterhin Shiozawa, der den Verlag verlassen hat und nun einen Manga im Selbstverlag rausbringen möchte und dadurch den Kontakt zu verschiedenen Künstlern sucht. Die Reaktionen der Mangaka sind dabei sehr unterschiedlich und bieten allzeit eine fesselnde Backstory, warum sie bei diesem Projekt mitmachen, oder warum eben auch gerade nicht. Wir sind aber auch viel in Shiozawas ehemaligen Verlag, begleiten die Redakteure und Mangaka dort, ihre Arbeit, die harten Anforderungen und die Probleme, mit denen sie zu kämpfen haben. Die Diskrepanz zwischen der Liebe, die man bei Manga zeichnen empfindet und dem, was die Redakteure oder die Leser erwarten und dann einfach nur noch zu funktionieren, ist DAS große Thema in diesem Werk und wird von Matsumoto sehr eindrucksvoll dargestellt; diese Zerrissenheit, die Selbstzweifel und die Aufopferung gehen nah und viele Bilder kommen auch ganz ohne Sprechblasen aus und sagen mehr als Worte dies tun könnten. Die atmosphärischen Blicke über Tokyo lockern diese intensive und teils auch etwas bedrückende Geschichte auf und man hört regelrecht die Geräusche dieser beeindruckenden Metropole und wird komplett reingezogen. Ich bin Fan! Was freue ich mich nun auf den abschließenden dritten Band! 🙌😍 „Ich bin bloß sowas wie ein Satellit, der zufällig um einen hellen Stern kreist und dessen Licht reflektiert. Ein farbloser Typ, strotzend vor Mittelmaß.“






