Das schöne , grüne Titelbild und die beiden Katzen bekommen einen extra Stern. Daher zwei Sterne.
Vorneweg: Wer wie ich einen einigermassen spannenden Krimi erwartet, der wird enttäuscht. Nachdem dem Kinderarzt Thomas Regler bei einer Operation ein Kind stirbt, wird Dr. Regler in Klein-Rhoda Opfer einer miesen Rufmortkampagne, was kaum jemanden stört. Als kurz darauf ein recht bekannter Kriegsreporter stirbt, gesteht Krista Regler die Tat. Nach einem weiteren Geständnis ihres Mannes, gerät dieser in Untersuchungshaft und das Dorf Klein-Rhoda wendet sich gegen Frau Regler. Immer wieder gibt es im Roman Bezüge zu einem alten Stollen aus der Nazizeit, in dem wohl im Laufe der Jahre einige Verbrechen begangen wurden, auch jenes für das der erwähnte Kriegsreporter sterben mußte. Während Staatsanwältin Stark sich redlich bemüht verschiedene Verbrechen aufzuklären kümmert sich Herr Bremer deutlich mehr um das Dorfleben, als um irgendeinen Fall. Über weite Teile des Buches ist es tatsächlich Frau Stark, die dem Buch den Anschein gibt sowas wie ein Krimi zu sein. Leider handelt das Buch in sehr weiten Teilen vom Dorfleben und Dorftratsch und weniger von den verschiedenen Verbrechen die passieren. Wieviel Zeit etwa vergeht, erfährt man, weil die Autorin nacheinander von Februar, Mai und Frühsommer redet, aber am Dorfleben ändert das nicht alzuviel, man muß halt nur Schneeschippen durch Kuhfladen wegmachen und Straße fegen ersetzen. Dem Buch zu gute halten kann man, das es sprachlich so angenehm geschrieben ist, das man trotz fehlender Krimihandlung einigermassen leicht weiter lesen kann und das das Cover mystisch schön ist. Auperdem hat Herr Bremer zwei süße Katzen. Dies zusammen genommen waren für mich die Gründe dieses als Krimi sehr enttäuschende Buch auf zwei Sterne aufzuwerten.
