
Bereits zum dritten Mal bin ich gedanklich nach Disselbach in die Eifel gereist. Ein Schwur aus kaltem Zorn ist der 3. Band der historischen Kriminalromanreihe um Karl den jungen Schmied. Man kann die Bände auch unabhängig voneinander lesen. Band 1 empfiehlt sich aber, um die genauen Umstände und Konstellationen zu verstehen. Diese Geschichte hat mich auch wieder sehr gut unterhalten. Ich mochte die Wortgefechte und die Art, wie die einzelnen Charaktere dargestellt werden. Wir befinden uns in dwr Nachkriegszeit. Der 2. WK ist verloren, Deutschland wurde besetzt. Die Menschen in Disselbach sind arm, aber sie kommen zurecht. Nun ist das Dorf in Aufruhr, weil ein Ehrenprälat und sein Gefolge auf dem Weg zum Papst im Dorf Halt macht. Da die Geistlichen angeblich wertvolle Fracht für das Kirchenoberhaupt an Bord haben, hat sich auch eine Verbrecherbande Disselbach als Ziel ausgesucht. Hinzu kommt, dass jemand noch eine Rechnung mit Karl dem Schmied offen hat. Der Aufbau der Geschichte war interessant. Alles ereignet sich an nur einem Tag. Das gesamte Dorf wird als Geiseln genommen. Die Verbrecher sind nicht zimperlich. Die Schauplätze wechseln hauptsächlich zwischen der Kirche und der Schmiede. Der Spannungsbogen ist kontinuierlich vorhanden. Es passiert immer etwas. Man ärgert sich über das grobe Verhalten der Täter. Dieses Mal sind mir Karl und die Dorfschullehrerin allerdings etwas zu sehr im Hintergrund. Die Hauptarbeit erledigt ein anderer. Das fand ich etwas schade. Denn Karl und dad Fräulein schneebach haben der Reihe bisher immer einen tollen cozy crime Charakter gegeben. Das fehlte mir hier ein wenig. Alles in allem aber eine lesenswerte Geschichte.














