Die Geschichte hat Potenzial für einen fesselnden Krimi, doch der Schreibstil ist leider gewöhnungsbedürftig.
Die Handlung spielt in einem kleinen Dorf, in dem jeder jeden kennt und kaum etwas unbemerkt bleibt. Vor der Kirche wird etwas Unheimliches entdeckt, und wir tauchen ein in eine Geschichte voller mysteriöser, unheimlicher Begebenheiten. Leider verlor die Spannung für mich an vielen Stellen. Der ungewöhnliche Schreibstil, geprägt von kurzen, knappen, teils saloppen Sätzen, die sich oft wiederholen, bremst den Lesefluss aus. Die Protagonisten wirkten auf mich leider wenig glaubhaft und kaum sympathisch, was es schwer machte, richtig in die Geschichte einzutauchen. Doch es gab auch starke, düstere Momente, die durch ihre sorgfältige Beschreibung der Kulisse und Atmosphäre wirklich hervorstechen – ein klarer Pluspunkt. Insgesamt zog sich das Buch jedoch zu sehr in die Länge, mit zu vielen verwirrenden Nebenschauplätzen, die den Lesefluss unterbrechen. Für mich war das Buch leider eher enttäuschend, aber ich bin sicher, dass es andere begeistern kann, denn die Grundidee ist wirklich vielversprechend.

