27. Feb.
Bewertung:5

Humorvoll und böse - kurzweilige Unterhaltung!

Carl Wilckens kenne ich über die Reihe „13“. Umso mehr habe ich mich gefreut, noch eine Kurzgeschichte von ihm lesen zu können. Wir treffen in dieser Kurzgeschichte auf einen jungen Mann, der völlig unmotiviert auf dem Sofa sitzt, sich Alkohol und Chips reinwirft und den Trennungsschmerz von seiner Ex pflegt. Als es an seiner Tür klingelt, steht kein geringerer an der Tür als der Tod. Denn unser Hauptprotagonist hat einen Herzinfarkt. Aber nichts ist, was es scheint. Die beiden beginnen ein Gespräch über Politik und Wahlen, die gerade anstehen. Und da es bei unserem Protagonisten so schön gemütlich ist bei Pfeffi und Chips, bleibt der Tod – mit weitreichenden Folgen. Tag der Todestagswahl ist eine sehr humorvolle Geschichte. Natürlich sehr düster – man will eigentlich gar nicht so recht nachdenken darüber. Und doch: ich hab mich auf den wenigen Seiten sehr köstlich amüsiert. Es ist eine kleine aber sehr schwarzhumorige Geschichte. Und sind wir mal ehrlich: man kann Politik und dem Tod nur mit sehr schwarzem Humor begegnen. Well done Mr. Wilckens!

Tag der Todestagswahl
Tag der Todestagswahlvon Carl WilckensLindwurm Verlag