8. Apr.
Anders als erwartet
Bewertung:2.5

Anders als erwartet

Die Gestaltung und den Klappentext find ich wunderschön und super spannend! Umsetzung naja, eher sehr vorhersehbar und wenig Spannungsaufbau mit stereotypischen blassen Charakteren. Das Ende war dann direkt überstürzt und hat auch nicht so ganz zu den Charakteren gepasst, war für mich leider enttäuschend. Den Schreibstil fand eher anspruchsvoll, wodurch besonders in der ersten Hälfte eine düstere stimmungsvolle Atmosphäre geschaffen wurde. Auch die einzelnen Schauplätze und verschiedenen Erzählstränge / Perspektiven wurden gut umgesetzt. Allerdings ein bisschen viel durcheinander, weil es für die Länge einfach doch zu viel Wechsel ist, der teilweise nicht richtig miteinander verknüpft wird. Die Geschichte um Pan ist eher nebensächlich. Sehr gute Grundidee und guter Einblick in die Gesellschaft der 20er, aber es konnte mich nicht fesseln.

Die Schrecken des Pan
Die Schrecken des Panvon Ursula NeebDryas Verlag
12. Dez.
Bewertung:3

Ich fand das Buch spannend zu lesen und die Charaktere waren größtenteils zumindestens unterhaltsam, wenn auch manchmal Recht eindimensional und Stereotyp. Ein bisschen wirr war der Teil der Geschichte um Raoul und seine Frau. Da hätte ich mir deutlich mehr "show" statt den Infobumbs des "tell" gewünscht. Insgesamt kam es mir so vor als hätte man eine moderne Geschichte genommen und ohne viel Anpassungen in die 20er Jahre geworfen, um Crowley dabei haben zu können. Dabei ist mehr nötig als nur altmodische Kleidung um den Zeitgeist zu treffen. Die Leute hätten anders gesprochen, sich anders verhalten und andere Vorstellungen vom Leben gehabt. Ob es 1923 in London schon eine Mordkommission gegeben hat, ist mir nicht bekannt. In Berlin wurde die erste Spezialabteilung zur Aufklärung von Mordfällen erst drei Jahre zuvor gegründet. Deswegen bezweifle ich, dass es damals schon Abteilungen wie die Sitte oder das Betrugsdezernat gegeben hat. Auch erscheint mir die im Buch geschilderte kriminaltechnische Arbeit als zu fortschrittlich. Die plötzlich eingeschobene Backstory von Mareen war unnötig krass und hat zur Entwicklung des Plots nichts beigetragen. Alle im Buch beschriebenen Homosexuellen sind nach gängigen Klischees beschrieben, sind Verbrecher, Weicheier oder heruntergekommene Drogenwracks. Ich selbst bin schwul und hätte mir eine etwas differenziertere Darstellung gewünscht. Abgesehen davon, würde die Vauxhall Tavern erst nach dem Zweiten Weltkrieg zur Schwulen und Travestie Bar, ebenso wie sich die Lederszene wie sie im Buch geschildert wird erst in den 1940/50er Jahren zu entwickeln begann. Mehr Recherche, mehr "show, don't tell" und vor allem weniger teilweise beleidigende Stereotypen hätten dem Buch gut getan.

Die Schrecken des Pan
Die Schrecken des Panvon Ursula NeebDryas Verlag
22. März
Bewertung:3

Gestaltung Das Cover ist toll. Es passt zu dem Inhalt und ist schön atmosphärisch. Auch im Buch selbst ist die Gestaltung super! Die zwei Teile haben jeweils eine eigene kleine Aufmachung, die auch jedes Kapitel in minimaler Form hat. Schreibstil Mit dem Schreibstil habe ich mich leider etwas schwergetan. Es hat wirklich lange gedauert, bis ich in das Buch reinfinden konnte. Es ist schon eher ein anspruchsvollerer Schreibstil, bei dem Mann konzentrierter als bei anderen Büchern lesen sollte. Doch genau dadurch erhält das Buch unfehlbare Atmosphäre! Handlung Die Handlung ist ganz in Ordnung. Es geht etwas schleppend voran, aber trotzdem gibt es auch sehr spannungsvolle Szenen. Leider kam bei mir das Gefühl auf, dass die Geschichte um Bruder Pan an zweiter Stelle steht. Die Handlung hat einige Abzweigungen, bringt aber das Meiste in Verbindung. Fazit Insgesamt ist das Buch unterhaltsam, aber auch sehr durcheinander. Es passiert viel, die Perspektive wird oft gewechselt und sich von der Haupthandlung manchmal zu sehr entfernt. Die gelungene Atmosphäre und die auf realen Persönlichkeiten berührenden Figuren, wie auch die realen Schauplätze, sprechen in jedem Fall für das Buch. Insgesamt ein lesenswertes Buch für alle, die in vergangene Zeiten abtauchen wollen.

Die Schrecken des Pan
Die Schrecken des Panvon Ursula NeebDryas Verlag
22. Jan.
Bewertung:3

Als ich das Cover bei einer meiner lieben Bloggerkolleginnen gesehen habe, musste ich direkt einmal nach dem Bich schauen. Da mich auch der Klappentext ansprach durfte es einziehen. Wir begegnen Aleister Crowley im Jahre 1923 in Großbritannien. Er hat eine eigene Religion gegründet, die sich e negativ hervorhebt. In der Presse spricht man sogar von einer Bestie, als gewisse Sachen nach Außen dringen. Er landet schließlich zur Entziehung im Holloway-Sanatorium in Virginia Waters und führt dort im Großen und Ganzen eine recht angenehmes Leben. Er vertraut sich der dort arbeitenden Krankenschwester Maureen an und erzählt ihr von seinem damaligen Adepten Bruder Pan. Crowley macht besagten Bruder für eine Leiche verantwortlich, welche in der Nähe des Sanatoriums aufgefunden wird und auch Maureen ist nicht abgeneigt an dessen Schuld zu glauben. Scotland Yard schließt diese Option allerdings aus und Maureen fängt an selber zu ermitteln. Die Einblicke in Crawleys Relegion sind interessant aber auch echt krank. Es geht eher düster zu. Sex, Gewalt und Drogen bestimmen den Alltag in der Abtei. Man versteht durchaus die negativen Schlagzeilen in der Presse. Enthalten Sie doch in gewisser Weise einen Teil der Wahrheit. Als wir von da ins Sanatorium wechseln haben wir anfänglich noch Berührungspunkte, kommen dann aber zum Privatleben der Krankenschwester Maureen. Was etwas langweilig für mich war. Als die Leichen auftauchen, wird es endlich wieder spannender und wir ermitteln unter anderem in der Homosexuellen Szene. Der Schreibtil hat mich nicht unebdingt abholen können, die Story stellenweise schon. Allerdings habe ich mich etwas an den Nennungen und Kommentaren gestört, wenn es um Homosexuelle ging. Hier sei zu erwähnen, dass es aber zu dieser Zeit normal war, so über Homosexualität zu reden, sie stand auch unter Strafe. Daher ist es im sprachlichen Bereich für Die Zeit durchaus passen, mögen muss ich es ja aber trotzdem nicht. Fazit Ich bin etwas unentschlossen, was dieses Buch angeht. Es hatte durchaus eine gute Storyidee, aber wir lernen im Verlauf der Story viele Charaktere kennen, die für mich blieben so ziemlich alle recht blass blieben. Auch gibt es Längen und auch der Täter bleibt nicht lange geheim. Irgendwie konnte das große Ganze mich nicht so wirklich packen. Daher von mir leider nur 3,5 Sterne.

Die Schrecken des Pan
Die Schrecken des Panvon Ursula NeebDryas Verlag