
Ein Winter in Schweden
Lussekattertage ist voller schwedischer Hygge-Momente, sympathischen Charakteren und weihnachtlichem Gebäck, das Hunger auf mehr macht. Ich war zwar selbst noch nie in Schweden, fand aber, dass die Atmosphäre des Landes sehr gut eingefangen wurde. Nathalie wandert nach einem großen Schicksalsschlag mit ihrer Schwester und ihren beiden kleinen Töchtern nach Smaland aus, um dort ein kleines Cafe in Kombination mit einem Töpferladen zu eröffnen. Beide Schwestern geben ihr Leben in Berlin auf, um ihre Träume zu verwirklichen und einen Neuanfang zu wagen. Hier hat mir besonders gut gefallen, wie die Talente der beiden Frauen in die Geschichte eingebaut wurden. Das Buch ermutigt dazu, eigenen Träumen zu folgen und trotz Rückschlägen und Ängsten an die Zukunft zu glauben. Nathalies Töchter sind liebevoll in die Geschichte eingewebt und sorgen für ein paar süße Momente. Natürlich lässt auch der passende Love-Interest nicht lange auf sich warten. Unter den gegebenen Umständen geht mir zwar die aufkeimende Liebe etwas zu schnell, aber man darf ja nicht vergessen, dass wir hier in einem Liebesroman sind und nicht im realen Leben. Das Buch selbst ist nicht ganz so unbeschwert, wie ich es für eine Weihnachtsgeschichte erwartet habe. Es behandelt Themen wie Verlust, Trauer, Unfälle, Neuanfänge und Auswanderung. Dabei wird es zum Glück aber nicht zu schwer und bleibt bei besagten Themen eher an der Oberfläche. Die Zimtschnecken und das Eröffnen des zukünftigen Cafés stehen doch sehr im Vordergrund und lockern die Stimmung des Buches gekonnt auf. Wer ein Buch mit schwedischem Flair, Herzschmerz und Hygge-Vibes sucht, sollte sich Lussekattertage nicht entgehen lassen.


