15. Apr.
Bewertung:3

Ihnhalt: Ein ganz normaler Freitag in Ostfriesland. Johann und Talea Schmees gehören auch zu denen, die sich ins Einkaufsgetümmel in Aurich stürzen. Als sie endlich fertig sind, machen sie sich auf den Weg nach Rechtsupweg zu Taleas Eltern. Doch sie kommen nicht dort an, denn sie machen auf der Landstraße einen Fund, der sich erst auf den zweiten Blick als grausame Entdeckung entpuppt. In einem Müllsack befinden sich Hände, Arme und Füße. Die Extremitäten von Toten. Was steckt dahinter? Jan Krömer und Lisa Berthold werden mit dem Fremden im Menschen konfrontiert. Meine Meinung: Der Roman konnte mich leider nicht vollständig packen und hatte auch einige Kritikpunkte. Allerdings konnte er mich für zwischendurch gut unterhalten, da das Buch auch nicht so lange ist. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen. Jedoch wirkte er auf mich etwas gestelzt, wodurch die Atmosphäre des Buches verloren gang. Des Weiteren plätscherte die Geschichte nur so dahin, aber wirklich weiter kamen die Ermittlungen nicht, weshalb keine Spannung aufkam. Außerdem störten mich die vielen Dialoge. Die Geschichte war gut aufgebaut und nicht langwierig, aber auch nicht hochspannend. In dem Roman spielen Fremdenhass und Rassismus eine große Rolle. Damit verbunden wurde immer wieder Gesellschaftskritik geübt. Diese Komponente gefiel mir sehr gut, gerade da Wahlen anstehen und so der eine oder anderen noch einmal zum nachdenken angeregt wird. Die Auflösung gefiel mir einerseits sehr gut, jedoch wirkte sie etwas an den Haaren herbei gezogen. Außerdem wurden nicht alle Fragen beantwortet. Für mich blieben zwei Dinge am Ende vernachlässigt, was ich sehr schade fand. Die Ermittler waren mir relativ sympathisch, wegen ihre Einstellung gegenüber Rassismus und Fremdenhass. Allerdings blieben die Personen blass. Dies kann aber daran liegen, dass es sich hierbei um den achten Teil einer Reihe handelt. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass immer mal wieder leichte englische Sätze verwendet werden, also wären hier Grundkenntnisse der Sprache schon Vorteil, allerdings versteht man die Geschichte auch problemlos ohne. Fazit: Zusammenfassend kann ich diesen Roman weiterempfehlen. Mann sollte sich bewusst sein, dass es sich um ein Folgeband handelt, kann ihn aber auch unabhängig von der Reihe lesen, falls man die Geschichte der Ermittler nicht unbedingt verfolgen möchte.

FREMDER
FREMDERvon Moa Gravencri-ki-Verlag