25. Apr.
Bewertung:3.5

Eine solide Dystopie!

Durch viele Tagebucheinträge und die Erzhählperspektive (1.Person) wurde meine Lesenfreude gehemmt. Das Tagebuch hat für mehr Verständnis gesorgt, wie auch mehrere kleine Rückblenden. Doch sie hat fast über die Hälfte des Buches auch aus der Haupterzählung rausgerissen. Erst im Nachhinein gebe ich diesem Erzählstrang seine Berechtigung. Vielleicht wäre ohne (bzw. mit weniger Einträgen) mehr Platz für anderes gewesen? Alle Ereignisse sind aber sehr greifbar geschildert. Atmosphärisch dicht, bewegend und tiefgründig. Die Gesellschaftskritik kommt nicht zu kurz und hat sehr viel wett gemacht. Die Charaktere wachsen (wenn auch spät) ans Herz, die Geschichte rast nach dem Warmwerden an einem vorbei. Besonders hat mir das Alter der Figuren gefallen. Denn durch ihre Zeitlosigkeit kann sich eigentlich jeder wiederfinden. Wenn ich keine Anlaufschwierigkeiten gehabt hätte, wären definitiv mehr Sterne drin gewesen. Empfehlen kann ich es also definitiv trotzdem!

Trance
Trancevon Veronika SerwotkaTagträumer Verlag