22. Sept.
Bewertung:3

Es geht um ein junges Mädchen namens Melanie, dass mit ihren lila Augen und ihrer Kampfkunst anders ist als andere. Wie anders erfährt sie aber erst, nachdem sie ins Camp Cataara eintritt. Als ein Mädchen aus dem Camp entführt wird, müssen sie und ihre Freunde sie retten, und das ohne Melanie auszuliefern, denn sie ist ein Tigermädchen. Mir hat die Idee zu dem Buch auf anhieb gefallen. Ein Mädchen, welches sich in ein Tiger verwandeln kann, Jugendliche, die wie Meister kämpfen und alle ihre eigenen Fähigkeiten besitzen? Einfach klasse! Auch die Idee mit dem Camp finde ich sehr gut. Es erinnert mich ein wenig an »Percy Jackson«, wo die Halbgötter auch ins Camp müssen. Von den Charakteren gefällt mir Daniel am besten. Sein spanischer Akzent macht ihn besonders und sehr sympathisch. Ebenso seine kleinen Grammatikfehler. Melanie ist als Hauptperson aber auch sehr gut gelungen. Sie ist anders, in der normalen Welt ein Außenseiter, doch im Camp findet sie Freunde und ein neues Zuhause. Ihre Loyalität, selbst dem verschwundenen Mädchen gegenüber, ist besonders. Hin und wieder wird dem Leser dann wieder bewusst, dass ihr in der Vergangenheit etwas geschehen war, was bis heute an ihr nagt. Und sobald man erfährt, um was es sich handelt, muss man nur mit ihr mitfühlen. Der Schreibstil war in meinen Augen sehr flüssig und immer leicht zu lesen. Ich hatte nie Schwierigkeiten. Was am Anfang ungewohnt für mich war, ist der auktoriale Erzähler. Ich bin es gewohnt Bücher in der Ich-Form zu lesen. Eine Sache habe ich zu bemängeln; die ein oder andere Szene hätte man weiter ausschmücken können, um sie spannend zu gestalten.

Tigermädchen
Tigermädchenvon Delia MuñozEisermann Verlag