26. Sept.
Bewertung:4.5

Witzig, charmant und macht Lust auf mehr!

Das Katharina Fiona Bode mit sehr viel Humor schreibt, wusste ich ja bereits von Kuzgeschichten und einem anderen ihrer Bücher. Und auch hier, hat sie mich nicht enttäuscht. Ich bin ein großer Fan von Herrn Emmerich, der genau so neben der Spur steht wie ich, oder vielleicht auch ein gutes Stück mehr noch. Manchmal würde ich ihm gerne eine Schaumstoffpfanne um die Ohren hauen, aber irgendwie bekommt er es ja dennoch immer hin, also alles gar nicht so dramatisch. Marie als dir Stimme der Vernunft und scheinbar einzige die eteas Ordnung ins Chaos bringen kan mochte ich ja gleich, auch wenn man sich von jetzt an wohl über weniger Finsterblicke freuen kann. Zinbi ist eine wunderbare Ergänzung und eine weitere Person mit ein bisschen mehr logischem Denkvermögen wird Marie sicherlich gut tun, auch wenn sie jetzt auf eine Person mehr aufpassen muss. Zumindest kann der Zinnmann sich hervorragend alleine um sein Pikator-Haustier kümmern. Ich finde es wunderbar zu sehen, dass Bodes Schreibstil sich so gut verbessert hat. Meinem Gefühl nach hatten ihre früheren Kurzgeschichten immer etwas mehr zum drüber stolpern, was in diesem Buch kaum bemerkbar ist, wenn überhaupt vorhanden (ich überlese sowas sowieso immer gerne). Wenn dann habe ich mich vor lachen verschluckt. Wenn noch nicht erschienen hoffe ich sehr auf weitere Bücher, insbesondere über sowohl Erasmus und co. und natürlich über Archibald, deren Erwähnung in diesem Buch mir große Hoffnung macht!

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmévon Katharina Fiona BodeArt Skript Phantastik
7. Jan.
Bewertung:5

Inhalt: Das Abenteuer beginnt! Bismarcks Berlin wie es niemand kennt. Biolonische Erfindungen prägen das Leben. Pickatoren rattern durch die Straßen, deren Bürgersteige partiell von Glasplatten ersetzt wurden, mechanische Krebse setzen über die Spree, und der Ausbau des Klangkugelkommunikators soll das Stadtbild für immer verändern. Kann es bloßer Zufall sein, der Erasmus Emmerich und seine Qualmfee immer wieder auf die richtige Spur führt? Oder hat das Universum seine Finger im Spiel, wenn eine Mordserie an Trollverbrechern das Kopfsteinpflaster erschüttert? Die Polizei tappt im Dunkeln, als eine verschleierte Fremde aufkreuzt und für Verwirrung sorgt, während Marie selbst unter Verdacht gerät. Kann Frau Oppenheimers Mäusemantel Licht ins Dunkel bringen oder liegt die Antwort an Bord des U-Boot-Wal Kolosses Wobbly Dick? Wenn keiner mehr weiß, wohin die Reise führt, ist man in der Welt von Erasmus Emmerich und vielleicht schon unterwegs in die Vergangenheit. "Ihre klackernden Schritte hallten von der düsteren Fassade in den Vorhof zurück. Sie kaute auf ihrer eingesogenen Unterlippe herum und lauschte auf das Krächzen der Krähen, die tief fliegend ihre Kreise über dem Anwesen zogen." - S, 33 Mein erster Gedanke war: Was habe ich da gelesen? Verrückt! Merkwürdig! Skurril! Und einfach schön. Wir befinden uns in einem Berlin a lá Steampunk mit mechanischen und biolonischen Erfindungen, die man an jeder Ecke finden kann und unser Held ist hier Erasmus Emmerich, Detektiv und Erfinder, der zusammen mit der Qualmfee Marie zusammenarbeitet und die Welt rettet. Zu aller Erst mal ein Wort zu der Sprache, denn auf die muss man sich erstmal einlassen und es lässt sich auch nicht so schnell mal eben lesen. Wortspiele ist ein passender Begriff hierfür, davon wimmelt es in diesem Buch! Außerdem spürt man hier die Kreativität, die sich in der Sprache, aber auch in der geschaffenen Welt und in den Charakteren, als auch Nebencharakteren und Bösewichten widerspiegelt. Und zum Höhepunkt hin habe ich mir mehr Klarheit und Schnelligkeit gewünscht. Ich muss aber auch sagen, dass ich ein sehr neugieriger Mensch bin, der auch gerne mal das Ende liest, wenn er bei der Hälfte des Buches ist und gerne schnell zum Schluss kommt. Hier gab es auch immer wieder kleine Abschweifungen, die haben mich nicht wirklich gestört, weil die Autorin mit viel Witz und Charme ihre Geschichte erzählt. "Er meinte fast, dass dieses flüchtige Etwas, das in seinem Hirn nistete wie ein Kuckuck, etwas mit Gebäck zu tun gehabt hatte. Brezeln? Krapfen? Laugenstangen? Ein Hinweis, der ihn auf die Spur des Trollmädchens brachte? Oder aber ... er mochte gar nicht daran denken ... hatte er möglicherweise einfach bloß ... Hunger?" - S. 116 Die Charaktere in diesem aufregenden Setting empfand ich als durch und durch sympathisch und charmant. Eine der Hauptpersonen ist Erasmus Emmerich, ein verwirrtes, tollpatschiges Genie, dass einen oft zum schmunzeln bringt und ihm gegenüber Marie, eine mürrische Qualmfee, aber mit einer sehr liebenswürdigen Seite. Das Ermittlerduo ergänzt sich wunderbar und mit ihnen von der Partie ist der Zinnsoldat Zinobi. Besonders gut als Einstieg empfand ich die zwei Kurzgeschichten, die vor dem eigentlichen Roman kommen. Sie haben vorweg einige Fragen geklärt, die Personen vorgestellt und mich sehr neugierig gemacht! Beide Kurzgeschichten hatten ein gutes Tempo und mir gefielen die amüsante Einleitungen von Archibald Leach (Reihe: Archibald Leach Reihe - Martin Schlierkamp). "Behäbiger Schneefall setzte ein und wuchs sich bald zu Schnellfall aus. Über den Feldern links und rechts erhoben sich die klammen Gliedmaßen erster dunstgespenster und schwebten über den rasch anwachsenden weißen Hügeln. Bleiche Flocken sprenkelten die graue Wolkenwand wie eine kuschelversessene Schar Sterne das Firmament." - S. 195 Das Buch ist ein richtiges Erlebnis! Einzigartig, anders, verschroben, aufregend und gibt einen tollen Einblick in das Steampunk Genre. Es erwartet dich eine Serie von Trollmorden, eine seltsame Dame und fiese Mordanschuldigungen...begib dich auf eine Reise in ein Berlin zu Bismarks Zeiten, in denen die Straßen von mechanischen Picknators gereinigt wird und ein Klankugelkommunikator die Stadt bald revolutionieren soll!

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmévon Katharina Fiona BodeArt Skript Phantastik
8. Nov.
Bewertung:3

3.4 stars. I had really hoped to enjoy this book more than I did. This book contains two short stories and a novella. And while the short stories were entertaining enough, many of the elements charming or amusing there became annoying when presented over the duration of about 200 pages, especially when the actual storyline seemed too thin to hold out that long. The quality of the case-solving on detective fiction standards is debatable in all three stories - but I'm not sure it's the author's focus anyway. Just to get it out of the way before the actual review starts: Even after reading the whole story, I'm still undecided on whether the unhappily given name of the submarine-whale ("Wobbly Dick") is either due to a lack of knowledge of more colloquial English on the author's and the editor's side while badly wanting to reminescence Melville, or to a moment of pubescently crude vulgarity. Anyways, I'm not sure there ever was a book in need of a wobbly dick which I hear can be helped by pills these days... That said: What is great about the writing is that the reader can feel that the author loves words and has a good sense of how to play with them. Also she seems to have a solid sense of humour. There are many great ideas and "teasers" on world-building in the stories and the novella. Also: chapeau for creating a fairy character who isn't girlish and giggly. And for not forcing in a love story where there is no "chemistry" to base it on. Sadly, the author felt compelled to "overdose" on her strength in metaphors, similes, original word creations, puns and, most of all, alliterations until it actually hindered the reading flow and made you trip up because they were beginning to make sentences crowded and cumbersome. It also felt forced, actually - and her prose flows wonderfully smoothly in passages where she forgot to "word-play" in every sentence. Another problem I had was that the main male character, Erasmus Emmerich, when played out over a whole novella, became obnoxiously carricaturesque - too "the quirky detective", too "the scatterbrained inventor" - and surprisingly flat. I felt there was no backstory to him at all. The tin soldier, on the other hand, was quite superflulous, flat and obnoxious even though one of the short stories was his genesis. As I mentioned before, the storyline felt too thin for the length of the text - it might have suited a short story better. Instead, it was diluted with a lot of inner monologue side-tracking the actual storyline while doing nothing much for character development either. What I would have preferred to "enlarge" the text volume, was some world-building. Just telling me it's Berlin, and that there's Bismarck and Moltke tumbling about along some steampunkish technical devices doesn't do it for me. I'd have loved a bit more background information, even if it were only in subclauses now and again. My last point of criticism is one of my pet peeves and possibly not valid or important to most other readers: it's the historicality of the language and interaction, or the lack of it in most places. Mostly, the characters just talked and behaved like present-day characters which makes it hard for me to believe in the "story-reality". I know: there never was a steampunk Bismarck Berlin so nobody knows what speech and social conventions would be like. But then there never was a dragon-infested Victorian England like [a:Marie Brennan|105839|Marie Brennan|https://images.gr-assets.com/authors/1277921611p2/105839.jpg] describes it in her "Lady Trent" series - which didn't keep her from convincing me additionally that I was in a past reality by historicising the characters' speech and behaviour adequately. As the author is quite young still, I think I would read another book in the series just to see how she developes her writing style.

Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmé
Erasmus Emmerich und die Maskerade der Madame Mallarmévon Katharina Fiona BodeArt Skript Phantastik