Inhalt: Sarah ist zwanzig, hat gerade die Schule hinter sich und will mit Vollgas ins Leben starten – doch dann erleidet sie einen epileptischen Anfall. Und noch einen und noch einen. Plötzlich sieht die lebenslustige Sarah sich mit einer Krankheit konfrontiert, die ihr Leben mit einem Schlag komplett verändert. Was folgt, sind eine Zeit voller Anfälle und Medikamente, viele Momente der Einsamkeit, Wut und Scham und die Konfrontation mit zahllosen Vorurteilen. Aber Sarah gibt sich und ihre Träume nicht auf. Heute, zehn Jahre, sieben Antiepileptika und unzählige Arztbesuche und Klinikaufenthalte später, ist Sarah eine junge, selbstbewusste Frau und steht mit beiden Beinen im Leben. In Panthertage blickt sie auf ihre Geschichte zurück: eine Geschichte über das Leben mit Epilepsie, das nicht immer einfach, dafür aber jederzeit lebenswert ist… (Klappentext) Meine Meinung: Sarahs Geschichte hat mich von Beginn an ins Herz getroffen. Als ich mit dem Buch begann hatte ich wenig bis gar keine Ahnung was Epilepsie angeht. Schon nach wenigen Seiten habe ich Sarah für ihre Kämpfernatur bewundert. Ich hatte keine Ahnung was die Krankheit mit sich bringt. In ihrem Buch erzählt Sarah von ihrem Leben mit Epilepsie. Und das völlig frei von der Seele. Während dem Lesen ist mir immer mehr bewusst geworden, wie intim und schonungslos manche Situationen sind und beschrieben werden. Teilweise musste ich über ihre charmante traumtänzerische Art lachen, teilweise wollte ich sie schütteln und sagen "Nimm das nicht so hin! Nicht jeder ist so unverschämt und so blind von Vorurteilen." Soll ich ehrlich sein? Selbst wenn Dinge nur so ähnlich passiert sind wie Sarah sie beschreibt, habe ich mich für diese unglaublich taktlosen Menschen geschämt. Ich konnte nicht fassen das es so in unserer Gesellschaft zu geht. Doch trotz der oft harten Worte die ihr entgegen schlagen, hält Sarah den Kopf immer oben, sie hat ein Buch geschrieben das nicht um Mitleid bettelt. Es ist toll von so viel Lebensfreude zu lesen. Zum Punkt Charaktere lässt sich bein einem autobiographischen Roman wenig sagen. Die "Darstellerin Sarah" würde ich nicht ändern wollen. Es ist schließlich ihre Geschichte. Doch die Widmungen am Ende sind einfach zauberhaft. Als ich bei den Dankesworten zu Havanna angekommen bin hatte ich ein paar Tränchen in den Augen. Oh ja ich stehe dazu! Auch wenn das in einer seltsamen Art und Weise peinlich ist (und in letzter Zeit häufiger als sonst passiert?!), die Schlussworte waren einfach wundervoll gewählt. Panthertage ist in einer "fluffigen" Sprache geschrieben. Was meine ich mit fluffig? Ruhig und laut, lächerlich und ernst, fantastisch und bodenständig, unterhaltsam und traurig. Sarahs Gedanken schienen mir so natürlich dass ich teilweise nicht das Gefühl hatte ein Buch zu lesen, sondern in der Gedankenwelt einer Freundin herum zu schwirren. Das Cover finde ich sehr schön gewählt. Es ist sympathisch das Sarah selbst auf dem Cover ist, genauso gefällt mir die "Rosa Roter Panther"-Farbe. "...ich brauche jemand, der meine Epi(lepsie) nicht nur akzeptiert, sondern sich auch mit ihr auseinandersetzte." S. 90 "Aber meine Träume können nur dann wahr werden, wenn ich sie nach dem Aufwachen mit in den Tag nehme und sie lebe." S. 192 Mein Fazit: Ich habe viel gelernt in diesem Buch, nicht nur über Epilepsie. Ich habe mit Sarah gelitten, gelebt, geflucht, getanzt und verabschiede mich mit einer Verbeugung vor so viel ehrlichen Worten.
Durch Lovelybooks bzw. Sarah Bischofs Online-Lesung wurde ich auf das Buch aufmerksam und kämpfte mich schlussendlich durch unsere Buchhandlungen, um ein Exemplar von Panthertage zu ergattern ... Zum Inhalt: Sarah ist 20, als sie die Diagnose erhält, dass sie Epilepsie hat. Zehn Jahre und mehrere Antiepileptika später ist sie zu einer selbstbewussten jungen Frau herangewachsen, die nicht mehr bereit ist, mit den Vorurteilen und Einschränkungen zu leben, die die Gesellschaft ihr auferlegt ... Meine Meinung: Schon bei der Lesung war ich restlos begeistert, sowohl von Sarahs humorvoller und charmanter Lesung als auch von dem Buch selbst. Leider wanderte das Buch danach direkt auf den SuB, da ich noch einige Rezi-Exemplare und andere Dinge vorziehen musste ... Anfänglich erwartete ich, dass Sarah ihr Leben beschreibt, all die Dinge, die einem im Alltag als Epileptiker begegnen. Dies passiert in dem Buch auch - aber man bekommt wesentlich mehr, sogar eine Liebesgeschichte, wie sie nur das Leben selbst schreiben kann ... Und das alles mit einfachen, berührenden Worten geschildert, die einem direkt ans Herz gehen. Mehr als einmal dachte ich mir beim Lesen, dass man sich das als "normaler", gesunder Mensch überhaupt nicht vorstellen kann, wie es einem mit dieser Krankheit geht, deren Anfälle sich ja nicht ankündigen und auf die man eigentlich immer gefasst sein muss - jederzeit, ausnahmslos, 365 Tage im Jahr. Umso bemerkenswerter finde ich den Umstand, wie souverän Sarah mittlerweile damit umgeht, dass sie sich nicht unterkriegen lässt, ihre Träume zu verfolgen, ganz gleich wieviele Stolpersteine ihr bewusst oder unbewusst zwischen die Beine geworfen werden (Alleine die Szene beim Arbeitsamt, ich hätte schreien mögen, so viel Unverständnis, Dummheit und Ignoranz auf einem Haufen). Eines sollte man sich beim Lesen auf jeden Fall bewusst machen: Sarah möchte nicht über die Krankheit selbst, sondern über ihr Leben damit aufklären. Dass es nicht leicht ist, sieht man in jedem Kapitel mit all den kleinen Details, die Sarah fast nebenbei einstreut, wo man sich mehr als einmal an den Kopf greift. Und trotz all dieser Dinge hat Sarah ihren Humor nicht verloren, sodass ich mehrmals am liebsten gleichzeitig gelacht und geweint hätte ... Der Schluss ist nüchtern betrachtet vielleicht ein wenig kitschig, allerdings litt ich zu diesem Zeitpunkt bereits so sehr mit, dass mir beim Lesen mehrmals die Tränen kamen. Gleichzeitig war es tröstlich, dass es Menschen gibt, die über diese Krankheit hinwegsehen und trotzdem den Menschen und nicht den Behinderten in den Vordergrund stellen. Mein Fazit: Ein Roman, den man gelesen haben muss! Punkt. Aus.
Sarah lebt seit zehn Jahren mit Epilepsie. Sie musste in ihrem Leben einiges einstecken und berichtet mit viel Humor und Sarkasmus aus ihrem Leben mit Epilepsie. Da ich in einem medizinischen Bereich tätig bin, war ich sehr interessiert an diesem Buch. Klar, in der Berufsschule lernt man einiges über Epilepsie, ich kenne womöglich auch einige Medikamente die Krampfanfälle vermeiden sollen. Was einem jedoch nicht gelehrt werden kann ist wie es sich mit Epilepsie lebt. Wie es den betroffenen Menschen damit geht, welche Ängste sie ausstehen müssen. Wie es ist nach einem Krampfanfall aufzuwachen und von den letzten Stunden nichts mehr zu wissen. Wie sich der Freundeskreis unter solch einer Diagnose wandelt. Was alles daran hängt ein eigenständiges und vor allem selbständiges Leben führen zu können. Als der Neurologe Sarah, zu diesem Zeitpunkt gerade 20 Jahre alt, die Diagnose mitteilt und ihr runter betet was sie ab jetzt alles nicht mehr machen kann lässt Sarah sich nicht unterkriegen packt ihre Koffer und zieht von Schweden, dort leben ihre Eltern, nach München um an der LMU zu studieren. Nach einigen Schwierigkeit hat sie ihre Magister-Urkunde in der Hand. Dennoch bleiben die Anfälle nicht aus, trotz Medikamente und nach solchen Anfällen ist Sarah nicht wirklich fit. Daraufhin folgen die sogenannten Panthertage, an denen Sarah sich furchtbar schwach fühlt und erst wieder zu Kräften kommen muss. Mittlerweile hat sie sich in München ein Netz aus Ärzten und Freunden, Helfern geschaffen, die nach einem Anfall kommen und sie tatkräftig unterstützen. Während des Lesens war die Situation im Arbeitsamt eine für mich unerträgliche Situation. Da wusste ich als Leser nicht ob ich wütend sein soll, in das Buch springen und die Frau vom Arbeitsamt mal ordentlich schütteln, einfach nur schreien vor lauter Irrsinn oder das alles mit Humor sehen. Ich bewundere Sarah für ihren unerschütterlichen Mut und Willen sich von solchen Sachen nicht unterkriegen zu lassen. Wobei das alles schon ein bisschen an Schikane grenzte. Genau so erschreckend war es zu sehen wie Menschen auf die Aussage Epilepsie reagieren und wie wenig sie eigentlich über diese Erkrankung wissen. Ich war richtiggehend schockiert. Anstatt zu helfen, wenden sich viele einfach ab. Das Schlimmste ist doch aus Unwissenheit nicht zu helfen. Ich hoffe es werden viele Menschen Sarahs Buch lesen und lernen was es wirklich mit dieser Erkrankung auf sich hat und wie auch ein Außenstehender helfen kann. Fazit Panthertage ist ein berührendes und biografisches Buch über Epilepsie. Auch wenn ich kein großer Fan von Biografien bin -> Lest dieses Buch! Es ist mit so viel Humor und Liebe geschrieben, vor allem der Liebe zum Leben. Ein kleines bisschen Fernweh habe ich dabei auch noch bekommen. Aber wirklich: Lest dieses Buch! Mehr kann ich dazu gar nicht sagen.


